Driver’s License and Other Challenges

Es hat etwas gedauert, aber ich war brav und habe mich durch den Wälzer “Texas Driver’s Handbook” geackert… umfasst doch immerhin gut 80 Seiten.

Photo Courtesy of Texas Department of Public Safety
Photo Courtesy of Texas Department of Public Safety

Oke, oke, ich habe nicht alles von vorne bis hinten gelesen, einfach die für mich relevanten Kapitel. Da ich nun aber knapp daran vorbei bin eine Deutsche zu sein, gab es doch einiges mehr zu lesen als erwartet.
Deutsch sein hätte mir in diesem Fall das Leben um einiges leichter gemacht – da Texas mit Deutschland eine Vereinbarung hat, hätte ich meinen bisherigen Führerschein einfach gegen eine Texas Driver’s License eintauschen können. So aber gestaltet sich die ganze Sache etwas komplizierter:
Zuerst musste ich natürlich etliche Identifikationsdokumente zusammentragen, welche nicht nur meine “bisherige” Identität, sondern nach Möglichkeit auch noch meinen neuen Namen trugen. Plus meinen Wohnsitz in den Staaten ausweisen. Glücklicherweise waren sowohl auf dem Heiratszertifikat wie auch auf der Bestätigung der Immigrationsbehörde meine Wohnadresse aufgeführt. Dann musste ich – klar – auch belegen können, dass ich meinen Status zum Aufenthalt in den Staaten angemeldet habe etc. Und hier wurde meine schöne Hoffnung vom “schnellen” Führerschein gestoppt. Die Behörde muss erst alles online nachführen, damit das Führerscheinbüro Zugriff auf die Daten hat. Vorher dürfen sie meinen Antrag nicht weiter bearbeiten. Denn bei der online Evaluation erhielten sie die Information, dass mein Antrag nicht verifiziert werden kann.
So bin ich also wieder mal zum Warten verdammt, was aber den Vorteil mit sich bringt, dass ich etwas mehr Zeit zum Lernen bekomme. Denn ja, ich muss sowohl einen schriftlichen wie einen praktischen Test bestehen, bevor ich meinen Führerschein erhalte.
Nach etwas anfänglicher Verwirrung über gewisse Regelungen kann ich aber getrost feststellen, dass die Verkehrsregeln praktisch identisch sind mit unseren, nur gewisse Sachen werden lockerer gehandhabt und nicht gesetzlich verfolgt (wie z.B. Handy-Gebrauch, es sei denn in Schulzonen, oder rechts überholen etc.). Was mir aber so einiges an Kopfzerbrechen bereitet sind die ganzen Distanzangaben, die man beim Autofahren zwar “fühlt”, aber eigentlich nie in exakten Zahlen auswendig weiss, ausser eben gerade für die Prüfung. Meine besondere Herausforderung hierbei besteht darin, dass ich nun die Abstände nicht nur wissen, sondern auch noch im nicht-metrischen System nachvollziehen muss. So kann beispielsweise die genau gleiche Frage einmal in Teilen einer Meile (also z.B. Quartermile – 1/4 Mile) und das nächste Mal in Fuss (und hierzu muss man wissen, dass eine Meile nicht einfach aus z.B. 1’000 Fuss besteht, sondern 5’280 Füsse beinhaltet… somit ist eine Viertelmeile exakt 1’320 Fuss… crazy!!) gestellt werden.
Ja genau, und hier sind wir bei den Dingen, von denen ich schon in der Schweiz wusste, dass sie mich potentiell zur Verzweiflung bringen können… aber dazu mehr ein andermal 🙂
P.S. Ach ja, ihr werdet euch wahrscheinlich etwas fragen, falls ihr mal meine Driver’s License zu Gesicht bekommt – “Wie jetzt, du bist doch in Texas… und dieses Bild wurde in Texas aufgenommen oder wie??!?” Tja, ich bin dick in einen Schal eingehuellt, denn heute war hier definitiv der kaelteste Tag seit Ewigkeiten… des nachts faellt das Thermometer bis fast auf den Gefrierpunkt. Brrrr… aber immerhin scheint immer schoen die Sonne, so waermts einen waehrend des Tages dann wieder schoen auf ‘normale Betriebstemperatur’ auf. Und ab morgen soll’s auch schon wieder besser werden 🙂

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