Tag Archives: emotional

Silence

Our thoughts are with you, Paris.
Our thoughts are with you, Paris.

When there are no words because the blood of the victims mingle with the tears of those left behind, we are left in silence.

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Wenn es keine Worte gibt, weil das Blut der Opfer sich mit den Tränen der Hinterbliebenen vermischt, verbleiben wir in Stille.

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In Loving Memory

Cuddly Cats
Cuddly Cats

I never knew how much losing a friend for good hurts. Let alone two within a month. (Für Deutsch hier klicken) The pain is almost unbearable, feels as if your heart had split clean in half. And you’re bleeding all over the place: Inside you there’s suddenly this ocean welling up, demanding to be let lose, keeping you from breathing properly, chocking you into a constant state of agony; and outside you’re bleeding a constant stream of tears that seems to release the overwhelming grief but that only works for a little while. The hurt comes back to haunt you in the least likely of moments. And on the days you expect it to come back, when you wait for it and take it on gratefully as it reminds you of the great times you had together with your lost friends and that they will always be with you as long as you remember them.

Waiting for mommy outside the gym... so adorable...
Waiting for mommy outside the gym… so adorable…

As most people I’ve made and lost friends over the course of time. We make friends at school, at work, in yoga, art or language class but once we move on we develop and change and our personality evolves and friends are left behind because they don’t fit our everyday life or simply our picture of the world around us anymore. That’s to speak of human friends. With animal friends, that is an entirely different story. For some reason we don’t grow out of their friendship so easily. Once we get to know and trust each other they become such an important cornerstone in our life that we can’t imagine going through the world without them. But we know that eventually we will have to let go. Unless we chose to have a giant turtle as a pet that may outlive us easily.

Adoption contract dated 1/3/2009.
Adoption contract dated 1/3/2009.

As I never conclusively knew when my cats Oscar and Merlin were born I can only guess that they grew up to be 11 and 9 years, respectively, the last 6 of which they spent with me. Today four months ago Oscar was snatched out of our lives by a coyote. And a little over five months have passed since we last saw Merlin. Losing them, two of my best friends, hurt like hell but I knew it had to be like this because we were such close friends. It had to hurt or our friendship wouldn’t have meant much. Even after almost half a year it hurts me to think back to how they waited for me after work in their respective favorite spots to come running or trotting towards me and greet me after a day out. These memories are bittersweet now and I’m waiting for the moment when all that’s left is sweetness. The hurt will fade and all that’s left is the wonderful recollection of the amazing times we shared together.

Sleepy Cats
Sleepy Cats

This blog post is dedicated to the marvelous memory of my two cats, Oscar and Merlin, whom I probably would never have met if it hadn’t been for the encouragement of my beloved husband. And that’s why I’m planning on devoting next month’s blog around the 13th to a happier occasion: Our two year wedding anniversary 🙂

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IN LIEBEVOLLER ERINNERUNG

Nie zuvor musste ich erfahren wie sehr es schmerzt, einen guten Freund zu verlieren. Geschweige denn zwei innerhalb eines Monats. Der Schmerz ist kaum auszuhalten, es fühlt sich an, als wäre dir dein Herz aus der Brust gerissen worden. Und du blutest die ganze Umgebung voll: In dir drin ist da plötzlich dieses Meer, das sich aufstaut und danach verlangt, losgelassen zu werden, das dich daran hindert, richtig zu atmen, dich in ständige Qualen versetzt; und nach aussen blutest du einen unablässlichen Strom von Tränen, der den überwältigenden Kummer zu lindern scheint, was aber nur für eine kurze Weile funktioniert. Der Schmerz kehr zurück um dich in den unmöglichsten Momenten heimzusuchen. Und an den Tagen, an denen du ihn erwartest, sogar auf ihn hoffst und ihn dankbar annimmst, denn diese Pein erinnert dich an die grossartigen Zeiten, die du zusammen mit deinen verlorenen Freunden hattest und dass sie immer mit dir sein werden, solange du sie nur in deiner Erinnerung behältst.

Wie die meisten Leute habe ich über die Jahre viele Freunde gefunden und verloren. Wir knüpfen Freundschaften in der Schule, bei der Arbeit, im Yoga-, Kunst- oder Sprachunterricht doch wenn wir uns auf den nächsten Lebensabschnitt bewegen, verändern wir uns und unsere Persönlichkeit entwickelt sich und entsprechend lassen wir Freunde auf unserem Weg zurück weil sie nicht mehr in unseren Alltag oder ganz einfach in unser Weltbild passen. Hier sprechen wir von menschlichen Freunden. Mit tierischen Freunden ist das eine ganz andere Geschichte. Aus irgend einem Grund scheinen wir nicht so einfach aus deren Freundschaft herauszuwachsen. Wenn wir uns erst einmal richtig kennengelernt haben und anfangen, uns zu vertrauen, werden sie zu einem so wichtigen Ankerpunkt in unserem Leben, dass wir uns die Welt ohne sie nicht mehr vorstellen können. Doch irgendwann müssen wir loslassen. Es sei denn, wir nehmen uns eine Riesenschildkröte, die uns ziemlich sicher überleben wird, zum Haustier.

Da ich nie abschliessend wusste, wann meine Katzen Oskar und Merlin auf die Welt kamen, kann ich nur vermuten, dass sie 11, resp. 9 Jahre alt wurden. Die letzten 6 davon haben sie mir verbracht. Heute vor genau vier Monaten wurde Oskar von einem Kojoten aus unserem Leben geschnappt. Und ein wenig mehr als fünf Monate ist es her, seit wir Merlin zum letzten Mal gesehen haben. Sie, zwei meiner besten Freunde, zu verlieren, hat höllisch weh getan, doch ich wusste, es musste so sein da wir so enge Freunde waren. Es musste schmerzen, ansonsten hätte unsere Freundschaft nicht viel bedeutet. Selbst nach bald einem halben Jahr schmerzt es mich, daran zurückzudenken, wie sie an ihrem jeweiligen Lieblingsplätzchen auf mich gewartet und dann auf mich zugerannt oder –getrottet kamen um mich nach einer täglichen Abwesenheit zu begrüssen. Diese Erinnerungen sind nun bittersüss und ich warte auf den Augenblick, wo nur noch die Süsse zurückbleibt. Der Schmerz wird verblassen und was zurückbleibt, ist eine wundervolle Erinnerung an die grossartigen Zeiten die wir zusammen hatten.

Dieser Blogbeitrag ist dem fabelhaften Andenken an meine beiden Katzen, Oskar und Merlin, gewidmet, die ich vermutlich nie getroffen hätte ohne die Ermutigung meines geliebten Ehemannes. Und deshalb plane ich, den Blogbeitrag um den 13ten des nächsten Monats einem glücklicheren Anlass zu widmen: Unserem zweiten Hochzeitstag 🙂

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Lettering

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Words. They’re elusive and treacherous. Words. Powerful, they reach out to both hurt and heal. Too many words, never enough words. (Für Deutsch hier klicken)
Too many words but never the right words.
Meaning made up of sentences made up of words made up of letters.

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Letters. Fractions of words. If only I could find the ones to make it alright, undone, better than ever before. Words. To proof a reality, to betray hope. Words. Made of letters. Beautiful and meaningful. Pretty and empty. So versatile – I can’t but love them.

3/13
3/12

The magazine “flow” I mentioned in my last blog post came with a lettering booklet that totally has me under its spell. I immediately started filling the little booklet with my versions of letters and I’m having a great time doing it! I’m not done yet but here’s the first few pages and different phases of my artistry, starting from pencil outline to colored in versions of letters. I’m quite happy with what I produced 🙂 Sometimes a mind needs simple pleasures…

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4/13
4/12

ZIERSCHRIFTEN

5/13
5/12

Worte. Sie sind schwer fassbar und trügerisch. Worte. Kraftvoll erreichen sie jemanden sowohl um zu verletzen wie um zu trösten. Zu viele Worte, niemals genug.
Zu viele Worte, aber niemals die richtigen.
Bedeutung, kreiert aus Sätzen kreiert aus Worten kreiert aus Buchstaben.
Buchstaben. Bruchstücke von Worten. Wenn ich bloss die richtigen finden könnte, um alles wieder zu richten, rückgängig zu machen, besser als je vorher. Worte. Um eine Realität zu beweisen, um Hoffnung zu betrügen. Worte. Geformt aus Buchstaben. Wunderschön und bedeutend. Hübsch und leer. So vielfältig – ich kann nicht anders, als sie zu lieben.

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6/12

Das Magazin “flow”, das ich in meinem letzten Blogbeitrag erwähnt habe, kam mit einem kleinen Lettering Büchlein, das mich total in seinen Bann gezogen hat. Ich habe umgehend angefangen, das kleine Büchlein mit meinen Versionen der Buchstaben zu füllen und ich amüsiere mich prächtig dabei! Noch bin ich nicht fertig, aber hier sind die ersten Seiten und verschiedenen Phasen meiner Kunstfertigkeit, angefangen vom Bleistiftentwurf bis zur eingefärbten Version verschiedener Buchstaben. Ich bin recht zufrieden mit meinen Resultaten 🙂 Manchmal braucht ein Geist einfache Vergnügen…

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10/12
10/12
11/12
11/12
12/12
12/12… tbc…

An Almost Perfect Day

Saturday – which used to be “Caturday” – was as perfect a day as can be… without our tigers. But I realize I have to stop saying that. My life continues and time moves on so I have to move with it and I’m no good to anyone grieving forever. (Für Deutsch hier klicken)

20150607_good-morningSo the first thing that made my day perfect was sleeping in. I slept like a log until exactly 12:49. It was wonderful. I told a friend that I constantly felt exhausted since the cats died, mourning sure uses a lot of energy, especially crying. Accordingly, sleeping in was exactly what I needed. I then got up to drink my usual cup or two of coffee, accompanied by the lecture of “flow”, a Sweden based magazine that specializes in tips and tricks on how to slow down your life. Which makes you live in the here and now and I realize how important that is not only in general but especially for me in this very situation, dealing with loss.

After both my better half and I read for about two hours we decided to go get some sun and exercise in the fresh air. We went for a walk along the green belt and to Zilker Park which was most interesting for I hadn’t seen so much water in the creek since we moved to Austin. It was an impressive sight compared to the usual trickle.

20150607_sunny-dayWe were also pleased to find Zilker Park in very good shape. Only a few muddy patches are left from Memorial Day’s downpours and flooding. In general I have to say this is Texas at its prettiest: Royal blue skies, a sun as yellow as a lemon, scattered feathery clouds, lush green vegetation and still lots of flowers blooming in all the colors of the rainbow.

20150607_steak&veggiesOn our way back my beloved husband asked me if he could cook me dinner… I know, how dare he??!? 😀 Of course I agreed and upon our return home we jumped into the car and drove to Central Market to get some nice, fat steaks and lots of greens. And they totally won me over: The veggies were so mouthwateringly delicious that I could by far not finish my steak. But hey – leftovers can be such a great thing!

We ended the day by watching a movie on Netflix: “The Aviator”. I found it most interesting to learn a little more about the beginnings of commercial air travel and its icons TWA and Pan Am. Though I wouldn’t have recognized Cate Blanchett as Katharine Hepburn, Leo DiCaprio’s performance was once again outstanding.

The interesting note of the day we got from a guy we met outside the gas station where we got ourselves some drinks on our walk. He left the store with two six packs, one in a white plastic bag, the other one not packed up at all. He was all confused and anxious about it since he’s from Atlanta where apparently alcohol has to be carried in either black or brown bags (basically, they can’t be see-through). The guy also mentioned that the streets here in Texas were crazy and that he missed his “Waffle Houses”. That made me smile for quite obviously you don’t have to cross a whole ocean to miss things and find stuff confusing 🙂

PS: Sorry, no pictures from my side today; I consciously didn’t take any as all I wanted this Saturday was to concentrate on and enjoy the moment.

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EIN FAST PERFEKTER TAG

Samstag –bisher “Katztag” genannt (sorry, funktioniert auf Deutsch nicht so reibungslos wie in Englisch) – war ein Tag so perfekt er nur sein kann… ohne unsere Tiger. Doch ich realisiere, dass ich aufhören muss, das zu sagen. Mein Leben geht weiter und die Zeit bewegt sich nur nach vorne, also muss ich mich mit ihr bewegen und ich tue niemandem etwas Gutes, wenn ich ewig deprimiert bin.

Das erste, was also meinen Tag perfekt machte, war ausschlafen. Ich schlief wie ein Murmeltier bis um 12:49 Uhr. Es war wunderbar. Ich habe einem Freund kürzlich erklärt, dass ich mich seit dem Verschwinden der Katzen ständig so richtig ausgelaugt fühle; Trauern braucht wirklich viel Energie, Weinen ganz speziell. Dementsprechend war ausschlafen genau das, was ich brauchte. Nach dem Aufstehen trank ich meine üblichen ein bis zwei Tassen Kaffee, begleitet von der Lektüre „Flow“, einem in Schweden beheimateten Magazin, das sich auf die Verbreitung von Tips und Tricks zur Entschleunigung des Lebens spezialisiert hat. Was dazu führt, dass man sein Leben mehr im Hier und Jetzt lebt, was mir gerade in meiner Situation, beim Verarbeiten von Verlust, äusserst wichtig und hilfreich erscheint.

Nachdem sowohl meine besser Hälfte wie auch ich etwa zwei Stunden gelesen hatten, entschieden wir, uns etwas Sonne und Bewegung an der frischen Luft zu gönnen. So begaben wir uns auf einen Spaziergang dem Grüngürtel entlang Richtung Zilker Park, was sich als höchst interessant herausstellte, denn noch nie seit unserem Umzug nach Austin habe ich den Bach dermassen mit Wasser gefüllt gesehen. Es war ein recht beeindruckender Anblick verglichen mit dem üblichen Rinnsal, dass da über die Steine tröpfelt.

Wir waren auch sehr zufrieden über den guten Zustand des Zilker Parks. Nur ein paar wenige matschige Stellen sind von den starken Regenfällen und Überflutungen des Memorial Days zurückgeblieben. Ganz generell gesehen muss ich sagen ist Texas momentan auf der Höhe seiner Schönheit: Königsblauer Himmel, eine zitronengelbe Sonne, vereinzelte, federige Wolken, üppig grüne Vegetation und noch immer viele Blumen, die in allen Farben des Regenbogens blühen.

Auf dem Rückweg fragte mich mein geliebter Ehemann, ob er mich zum Abendessen bekochen dürfe… Ich weiss, wie kann er es wagen??!? 😀 Natürlich habe ich zugestimmt und nach unserer Heimkehr hüpften wir umgehend ins Auto um zum Central Market zu düsen und ein Paar nette, fette Steaks und viel Grünzeug zu kaufen. Und das Grünzeug hat mich total überzeugt: Das Gemüse war so unglaublich lecker, dass ich mein Steak bei weitem nicht fertig essen konnte. Aber hei – Essensreste können durchaus eine tolle Sache sein!

Wir beendeten den Tag mit einem Film auf Netflix: „Aviator“. Ich fand es äusserst interessant, etwas mehr über die Anfänge des kommerziellen Flugreisens und deren Ikonen TWA und Pan Am zu lernen. Obwohl ich Cate Blanchett nicht als Katharine Hepburn erkannt hätte, war doch Leo DiCaprio’s Leistung einmal mehr herausragend.

Die interessante Anmerkung des Tages kam von einem Typen, den wir vor der Tankstelle, wo wir uns während unseres Spaziergangs etwas zu trinken kauften, trafen. Er verliess den Laden mit zwei Sechserkartons Bier, einer in einen weissen Plastiksack gehüllt, der andere unverpackt. Er war ziemlich verwirrt und verunsichert da er von Atlanta war, wo man anscheinend Alkohol nur in entweder schwarzen oder braunen Tüten herumtragen darf (grundsätzlich müssen die Säcke einfach blickdicht sein). Der Typ bemerkte auch, dass der Verkehr in Texas total irre sei und dass er seine Waffelhäuser vermisse. Das brachte mich zum Lächeln, denn ganz offenbar braucht man keinen Ozean zu überqueren, um Dinge zu vermissen und Sachen seltsam zu finden 🙂

PS: Bitte entschuldigt, heute gibt es keine Fotos von mir; ich habe ganz bewusst keine gemacht, da ich mich diesen Samstag einfach nur auf den Moment konzentrieren und diesen geniessen wollte.

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Yes, I’m still alive

Though barely. But one has to move forward.

So I went to Blues on the Green at Zilker Park tonight. Simply because it’s free, music, good weather and because my beloved husband is out of town. I didn’t want to be stuck home alone. Even more aware of the absence of my two beloved cats, feeling utterly alone for the first time in… a very long time. But it’s all good. Dear friends keep reaching out to me, text me, call me or make me call them. I really appreciate it, you guys! Thanks! (Für Deutsch hier klicken)

I don’t mean to sound like a broken record but the deep grief of losing two such loyal friends will stick with me for a while so please excuse me for tending to be on the bleak and more depressed side for a while. I believe I deserve to dwell there for a little while. And the tigers certainly deserve it. They deserve a good, thorough mourning.

I was afraid the Blues would bring me down even more but luckily tonight’s special guest was Jimmie Vaughn and he played it on the happier side. So that was good. Unfortunately, I didn’t make it to our company tent that was supposed to sit somewhere towards the left of the stage. I did a whole round of the grounds which – especially in view of my aversion towards crowds – was quite a feat and therefore left me quite content. So after enjoying a beer and some tunes I decided that this was it for me and I hopped on my bicycle to head home. I stopped at the water fount  ain next to Barton Springs Pool and bumped into a 52 year old mountain biker and we started a chat that turned into a spontaneous 30 minute talk. That was nice.

Now I’m back home, tired and ready to go to sleep. Thank you guys for sticking with me through these difficult times.

L.


DCH, ICH BIN NOCH AM LEBEN

Wenn auch nur gerade so. Aber es bleibt einem eben nichts anderes übrig, als nach vorne zu schauen.

Heute Abend bin ich also zum Blues on the Green Konzert im nahegelegenen Zilker Park gegangen. Ganz einfach weil’s gratis, Musik, gutes Wetter und mein Mann ausser Haus ist. Ich wollte nicht allein daheim bleiben. Der Absenz meiner beiden geliebten Katzen noch mehr bewusst als sonst, hätte ich mich eh vollkommen allein gefühlt. Zum ersten Mal seit… einer sehr langen Zeit. Aber es schon alles gut. Liebe Freunde erkundigen sich weiterhin nach meinem Befinden, schreiben mir, rufen mich an oder lassen mich zurückrufen. Ich schätze das wirklich, ihr Lieben! Danke!

Es ist nicht meine Absicht, immer die gleiche Platte zu spielen, doch die tiefe Trauer über den Verlust zwei so treuer Freunde wird mich noch eine Weile begleiten, also bitte entschuldigt, dass ich momentan eher zu einer trostlosen und deprimierten Melancholie neige. Ich glaube ich verdiene es, mich ein wenig darin zu suhlen. Und die Tiger verdienen es ganz bestimmt. Sie verdienen eine gute, ausgiebige Trauerperiode.

Ich hatte erst befürchtet, der Blues könnte mich noch etwas mehr herunterziehen, doch glücklicherweise war der Spezialgast des Abends Jimmie Vaughn und er spielte eher die Lieder auf der fröhlichen Seite. Das war also in Ordnung. Unglücklicherweise schaffte ich es hingegen nicht, unser Geschäftszelt ausfindig zu machen, welches irgendwo links von der Bühne hätte positioniert sein sollen. Ich umrundete das ganze Festgelände, was – speziell angesichts meiner Aversion gegen Menschenmengen – doch eine ziemliche Meisterleistung war und mich damit recht stolz machte. Nachdem ich also aus sicherer Entfernung ein Bier und ein bisschen Musik genossen hatte, entschied ich mich, dass das genügen müsste und ich hüpfte auf mein Fahrrad um nach Hause zu radeln. Am Trinkbrunnen vor dem Barton Springs Schwimmbad hielt ich kurz um etwas zu trinken und traf dabei auf einen 52-jährigen Mountainbiker. Wir fingen an zu schwatzen, was sich dann in ein spontanes 30 Minuten Gespräch ausdehnte. Das war nett.

Nun bin ich wieder daheim, müde und bereit schlafen zu gehen. Danke an euch alle, die ihr mich durch diese schwere Zeit begleitet.

L.

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