Tag Archives: travel

Puffy

BAUSCHIG

When the air is so cold that your breath leaves in little white steam puffs you have to pack yourself up tightly before leaving the house – which makes you look all puffy like a marshmallow 🙂

Wenn die Luft so kalt ist, dass dein Atem in kleinen Dampfwolken aufsteigt weisst du, dass du dich gut einpacken musst, bevor du das Haus verlĂ€sst – was dich aussehen lĂ€sst wie ein Marshmallow 🙂


This is me on my way to a Blitz-visit in Munich where I’ll meet a friend from work back in Austin, TX. So stoked about meeting her and her boyfriend just across the boarder in Bavaria :-))

Das bin ich auf dem Weg zu einem Blitzbesuch in MĂŒnchen, wo ich eine Freundin von der Arbeit in Austin, TX, treffen werde. Ich freue mich so, sie und ihren Freund quasi gleich ĂŒber der Grenze in Bayern zu treffen 🙂

Family Affairs

FAMILIENANGELEGENHEITEN

A week ago I returned from a trip to Switzerland. The visit of course involved a family affair: My two nephews (twins) quite spontaneously celebrated their First Communion.
Vor einer Woche kehrte ich von einer Reise in die Schweiz zurĂŒck. NatĂŒrlich war der Besuch familienbezogen: Mein zwei Neffen (Zwillinge) feierten ziemlich spontan ihre Erstkommunion.

My husband keeps telling me it looks a little like a cult
 can’t deny that.
Mein Mann besteht darauf, dass die ganze Sache ein bisschen kultmĂ€ssig daher kommt… hat was.

It was a very Swiss ceremony… Or was it?!
Es war eine höchst Schweizerische Zeremonie… Oder doch nicht?!

Naturally, I spent some quality time with my godson – who was also my (boat) driver:
SelbstverstĂ€ndlich verbrachte ich etwas Zeit nur mit meinem Göttibub – der auch mein (Boots-) Fahrer war:

While in the country I used the opportunity to meet more family and friends plus I walked around my hometown of Luzern and my former work place Zurich quite a bit.
WĂ€hrend ich im Land war, nutzte ich die Gelegenheit, um noch die erweiterte Familie und einige Freunde zu besuchen. Ausserdem spazierte ich auch tĂŒchtig durch meine Heimatstadt Luzern und meinen ehemalige Arbeitsort ZĂŒrich.

1. Luzern on a somewhat overcast but rain-free day 2. View over Lake Luzern towards Luzern – note the blue disturbance in the sky 🙂 3. View from restaurant “Clouds” on top of Zurich’s skyscraper “prime tower”
1. Luzern an einem etwas bewölkten, aber regenfreien Tag 2. Sicht ĂŒber das Luzerner Seebecken nach Luzern – man beachte die blaue Störung am Himmel 3. Aussicht vom Restaurant “Clouds” im obersten Stock von ZĂŒrichs Wolkenkratzer, dem “Prime Tower”

Apparently, there’s never a shortage of sweets in Sweetserland 🙂
Scheinbar gibt es nie Mangel and SĂŒssigkeiten in diesem sĂŒssen Land 🙂

Chocolate Mountains and a Meringue Mountain – the latter is not to be confused with the dance; this kind of Meringue is a desert made of whipped egg whites and sugar – here topped with a bunch of (unsweetened) whipped cream.
Schokolade-Berge und ein Meringue Berg – letzterer ist nicht mit dem Tanz zu verwechseln; bei dieser Art von Meringue handelt es sich um ein Dessert, hergestellt aus geschlagenem Eiweiss und Zucker – hier umgeben mit (ungezuckertem) Schlagrahm.

And last but not least I realized that Switzerland isn’t that different from Texas: At least some interests are mutual!
Und zu guter Letzt kann ich bemerken, dass es in der Schweiz gar nicht so anders ist als in Texas: Gleiche Interessen gibts auf jeden Fall!

Houston Texans fans in my families neighborhood… and my nephews would make excellent Texans – for their vacation program they chose to take shooting lessons.
Houston Texans Fans in der Nachbarschaft meiner Familie… und meine Neffen wĂŒrden exzellente Texaner abgeben – als Ferienprogramm entschieden sie sich fĂŒrs Schiessen.

Resources & Sources

  • All photos by evozeta

Ressourcen & Quellen

  • Alle Fotos von evozeta

I’m confused!

Photo Dec 20, 12 58 18 PM
Always my first buy in Switzerland: Rivella!

I’ve been living in the U.S. for a little over 2 years now and it’s been almost a year since my last visit to Switzerland and as swiftly as that have I been Americanized – to my better half’s delight.* (FĂŒr Deutsch hier klicken)

When arriving in Zurich the usual first impressions hit me: The toilet flush that swirls the water down the pipe instead of sucking it out; the meticulous cleanliness; the timeliness of public transportation and – public transportation in general!

Photo Dec 20, 12 08 40 PM
Swiss vs. Texas tea spoon 🙂

These observations are obvious enough but there’s small things that hit me now such as when I made coffee in the morning and only seemed to find Espresso spoons in my mum’s kitchen drawer. Until she assured me that these are regular coffee spoons. They seem so incredibly tiny.

Photo Dec 20, 12 08 52 PM
1st floor, ground floor, upper level??!?

Or yesterday at the train station when a sign announced that the ticket office moved up to the 1st floor… which made me hunt around the ground floor (which of course in the U.S is the 1st floor). I’m confused here people!!

Well, at least there’s a few things that don’t change: Any Swiss bread is still as good as I remember it and thus is bread that deserves the name. It’s not as overly soft as toast. There’s no disturbing holes as they put them in bagels. A crusty-looking crust actually is crusty. And there’s so many variations that your eyes are in danger of going into overload. How wonderful!

Photo Dec 20, 12 59 43 PM
Casual cheese selection.

But my real first culinary highlight happened right away during our first breakfast on Saturday: I cut myself a piece of the first cheese available – and I couldn’t believe how creamy and flavorful it was… truly like music on my tongue!! Quite frankly: I think I’m in danger of reversing the impression that one only gains weight when staying in the U.S. 🙂

*The reason my better half is delighted about my confusion is that I finally understand his initial confusion when first arriving in Switzerland almost 10 years ago.

Resources & Sources

  • All photos and drawings by evozeta

ICH BIN VERWIRRT!

Seit etwas ĂŒber zwei Jahren lebe ich jetzt in den USA und seit meinem letzten Besuch in der Schweiz ist knapp ein Jahr vergangen und doch hat diese kurze Zeit bereits genĂŒgt, um mich zu amerikanisieren – zur Freude meiner besseren HĂ€lfte.*

Bei unserer Ankunft in ZĂŒrich fielen mir die ĂŒblichen Sachen auf: Dass die Toilette das Wasser aus der KloschĂŒssel wirbelt anstatt es gerĂ€uschvoll rauszusaugen; die akribische Sauberkeit; die pĂŒnktlichen öffentlichen Verkehrsmittel und – ĂŒberhaupt öffentliche Verkehrsmittel.

Diese Beobachtungen sind augenscheinlich genug, doch dann gibt es noch diese kleinen Dinge, die mir nun etwas fremd vorkommen wie wenn ich beispielsweise morgens Kaffee mache und in den KĂŒchenschubladen meiner Mam lediglich Espresso-Löffelchen zu finden scheine. Bis sie mir versichert, das es sich dabei um ganz normale Teelöffel handelt. Sie scheinen mir einfach so unglaublich winzig.

Oder gestern, als ein Plakat im Bahnhof verkĂŒndete, dass der Billettschalter in den 1. Stock umgezogen sei
 und ich mich daraufhin vergeblich im EG (was in den USA natĂŒrlich dem 1. Stock entspricht) nach den Schaltern umschaute. Leute, bin ich verwirrt!

Nun, es gibt immerhin einige Dinge, die sich nicht Ă€ndern: Jegliches Schweizer Brot ist noch immer so gut, wie ich es in Erinnerung habe und damit ein Brot, das den Namen auch verdient. Es ist nicht so ĂŒbermĂ€ssig weich wie Toastbrot. Es gibt keine beunruhigenden Löcher wie sie Bagels vorweisen. Wenn ein Brot knusprig aussieht, dann ist es auch knusprig. Und es gibt so viele leckere Varianten, dass deine Augen Gefahr laufen, ĂŒberfordert zu werden. Wie wunderbar!

Doch mein erstes richtig kulinarisches Highlight hatte ich bereits beim ersten FrĂŒhstĂŒck am Samstag: Ich habe mir ein StĂŒck vom ersten KĂ€se, der mir in die HĂ€nde fiel, abgeschnitten – und konnte kaum glauben, wie cremig und geschmackvoll er war
 wahrlich wie Musik auf meiner Zunge!! Ganz ehrlich: Ich glaube ich bin in Gefahr, das ĂŒbliche Bild, dass man nur in den USA Gewicht zulegt, umzukehren 🙂

*Der Grund dafĂŒr, dass meine bessere HĂ€lfte sich ĂŒber meine plötzliche Verwirrung freut, liegt darin, dass ich nun endlich seine anfĂ€ngliche Verwirrung bei seiner ersten Ankunft in der Schweiz vor fast 10 Jahren begreife.

Ressourcen & Quellen

  • Alle Fotos und Zeichnungen von evozeta

 

Wondering

I really wonder what it is about me that makes people think I might leave the country – and never come back. Not sure where people get this notion from but I’ve never done that – at least not without announcing it well in advance.

Photo Dec 01, 7 11 37 AMAnd still: When my boss lately realized that I will be in Switzerland in two weeks time he announced how happy he was for me – but asked me to please come back. Which made me aware that my previous supervisor and several friends and colleagues have passed similar comments over time.

Seems like I give off a vibe of either spontaneous adventurism or panicked abandonment. And it looks like some things never change – no matter where on this planet you are.

Resources & Sources

  • Drawing by evozeta

VERWUNDERT

Ich frage mich echt, was an mir die Leute zum Gedanken bringt, dass ich das Land verlassen könnte – und nicht wieder zurĂŒckzukehren. Bin mir echt nicht sicher, was die Leute zu diesem Gedanken veranlasst, hab ich doch nie dergleichen getan – zumindest nicht, ohne es lange im Voraus anzukĂŒndigen.

Und doch: Als mein Chef kĂŒrzlich feststellte, dass ich in zwei Wochen in der Schweiz sein werde, verkĂŒndete er, wie sehr er sich fĂŒr mich freue – bat mich aber bitte wieder zurĂŒckzukehren. Was mir dann eben bewusst werden liess, dass bereits mein letzter Vorgesetzter und diverse Freunde und Kollegen im Laufe der Zeit Ă€hnliche Kommentare fallen liessen.

Es scheint als verbreite ich ein GefĂŒhl entweder von spontaner Abenteuerlust oder aber panischen Davonlaufens. Und es scheint so, dass gewisse Dinge sich nie Ă€ndern – egal wo auf diesem Planeten man sich aufhĂ€lt.

Ressourcen & Quellen

  • Zeichnung von evozeta

Another Try

Corpus Christi Beach: Nice view but rough sand.
Corpus Christi Beach: Nice view but rough sand.
Mustang Island.
Mustang Island.

We gave it another shot. Once again we were headed towards the Gulf of Mexico last Saturday, this time applying the knowledge my better half gained through extensive research: We were going to go the extra mile, so to say, and drive out to the island that protects the bay of Corpus Christi from the open Gulf of Mexico. The place we were heading for was Port Aransas on Mustang Island. (FĂŒr Deutsch hier klicken)

Beach at Port Aransas... white, fine sand as far as the eye can see.
Beach at Port Aransas… white, fine sand as far as the eye can see.

According to reports on the Internet jellyfish season on Texas coasts last from spring to late fall, some natives even claim it’s a year round thing. But apparently jellyfish, which drift with the current, oftentimes get stuck within the bay of Corpus Christi, unable to swim out by themselves as the most common jellyfish in the area, the moon jellyfish, are only capable of limited motion. So they depend on the current taking them back into the open waters of the gulf.

We arrived by the beach somewhere between 1 and 2pm due to me sleeping longer than anticipated (I set my alarm for PM instead of AM
 stupid 12 hour time system
) and because we got caught up in a pretty bad traffic jam that was thankfully only starting to build up but Google maps indicated that 4 accidents in a row had happened.

The famous USS Lexington - it's huge!
The famous USS Lexington – it’s huge!

That seems quite incredible and I still wonder if it was the same one or two accidents only being reported several times. Anyway, we were able to get around it and thus to the beach at a still acceptable time. But we immediately called off any thought of visiting the USS Lexington. Again. And we still plan on coming back just for that. After all, the Lexington is a movie star: All of the aircraft take off scenes in the movie Pearl Harbor, meaning both American and Japanese, were filmed on the museum ship anchored in the bay of Corpus Christi.

The marshes on our way back towards the mainland... something building up in the distance.
The marshes on our way back towards the mainland… something building up in the distance.

Even though we had a lot of fun on our last trip I have to say: The swimming experience this time was ways better. The gulf waters are almost as warm as the bay waters but soooo much clearer. We could see our feet standing hip deep in the water. Plus: No jellyfish attacks this time which to me personally was a highlight J It’s not that jellyfish stings are very painful it’s more the anticipation of the next one coming that disturbs your peace of mind and thus slightly ruins the whole experience.

God's wrath looming over the oil refinery?
God’s wrath looming over the oil refinery?

So is the three plus hour ride from Austin worth the whole experience? You may ask yourself that as you unfold out of the car, slightly stiff and woozy, but once you lay on the beach after having set foot in the water and the waves started playing with you, the question becomes obsolete.

Resources & Sources

  • Original image Mustang Island via Wikipedia, licensed under CC BY-SA 3.0
  • All other photos by evozeta

EIN WEITERER VERSUCH

Wir haben es nochmal probiert. Am Samstag waren wir erneut in Richtung Golf von Mexiko unterwegs, diesmal jedoch das Wissen anwendend, das meine bessere HĂ€lfte mittels umfangreicher Recherchen gewonnen hatte: Diesmal wollten wir noch einen Schritt – oder eher eine Halbe Stunde Fahrt – weitergehen und zur Insel, welche die Bucht von Corpus Christi vom offenen Wasser des Golfs von Mexiko abschirmt, fahren. Der Ort zu dem wir unterwegs waren heisst Port Aransas auf der Mustang Insel.

GemĂ€ss einschlĂ€gigen Kommentaren im Internet dauert die Quallen-Saison an der texanischen KĂŒste vom FrĂŒhling bis zum spĂ€ten Herbst, manche Einheimische behaupten gar, die Saison dauere das ganze Jahr an. Offensichtlich treiben Quallen mit der Strömung in die Bucht von Corpus Christi und bleiben dann darin hĂ€ngen, da die meistverbreiteten Quallen in dieser Gegend, die Ohrenqualle, sich nur sehr eingeschrĂ€nkt selber fortbewegen können. Dementsprechend sind sie wiederum von der Strömung abhĂ€ngig, um wieder in die offenen Wasser des Golfs getrieben zu werden.

Wir kamen erst irgendwann zwischen 13 und 14 Uhr am Strand an, da ich etwas lĂ€nger als erwartet schlief (ich hatte meinen Alarm fĂŒr PM, also abends anstatt AM, also morgens, gesetzt… doofes 12 Stunden Zeitsystem…) und weil wir zudem noch in einen Stau gerieten, der sich glĂŒcklicherweise erst am Bilden war; Google Maps allerdings zeigte an, dass 4 UnfĂ€lle in einer Reihe passiert waren. Das scheint mir etwas unglaublich und ich frage mich noch immer, ob es nicht bloss ein oder zwei waren, die aber etliche Male gemeldet wurden. Wie auch immer, wir konnten die Verkehrsstockung umfahren und erreichten so den Strand doch noch zu einer akzeptablen Zeit. Doch wir sagten umgehend jegliche Gedanken, die USS Lexington diesmal zu besuchen, ab. Wieder. Und wir planen noch immer, zu einem Besuch nur fĂŒr dieses monströse Schiff zurĂŒckzukommen. Denn immerhin ist sie ja ein Star, die Lexington: Alle Flugzeugstarts von einem FlugzeugtrĂ€ger im Film Pearl Harbor, und damit meine ich sowohl die Amerikanischen wie die Japanischen, wurden auf diesem Museumsschiff, das in der Bucht von Corpus Christi ankert, gefilmt.

Auch wenn wir auf unserem letzten Ausflug jede Menge Spass hatten, so muss ich doch sagen: Das Schwimmerlebnis dieses Mal war um einiges besser. Die Wasser des Golfes sind fast so warm wie die der Bucht, aber dabei soooo viel klarer. Wir konnten unsere FĂŒsse hĂŒfttief im Wasser stehend sehen. Plus: Keine Quallenattacken diesmal, was fĂŒr mich persönlich ein Highlight darstellte J Es ist ja nicht so, dass Quallenstiche (was ja keine eigentlichen Stiche sondern einfach ein Brennen sind) sehr schmerzhaft sind, es ist eher die Erwartung des nĂ€chsten Kontakts, der einen die GemĂŒtsruhe raubt und damit die gesamte Erfahrung ein klein wenig ruiniert.

Ist nun also die drei und mehr Stunden Fahrt von Austin die ganze Sache wert? Man mag sich das beim leicht steifen und benommenen Entfalten aus dem Auto nach der Ankunft fragen, doch sobald du erst einmal am Strand liegst nachdem du den ersten Fuss ins Wasser gesetzt und die Wellen ihr Spiel mit dir begonnen haben, wird diese Frage hinfÀllig.

Ressourcen & Quellen

  • Originalfoto Mustang Island von Wikipedia, lizenziert unter CC BY-SA 3.0
  • Alle anderen Fotos von evozeta

My Week in Orlando (Or Where Again?)

Orlando by night... taken on the very first evening.
Orlando by night… taken on the very first evening.

I’ve spent the whole of last week in Orlando. Or let’s say at the Hilton in Orlando. (FĂŒr Deutsch hier klicken) It could have basically been anywhere really, it wouldn’t have made much of a difference because as a conference participant you don’t get to see the outside world very often. This Orlando trip was exactly the one that I accompanied my husband to in the last two years, but back then I spent my

The oh-so-official-conference-me
The oh-so-official-conference-me

time lazing by the pool and exploring Florida. Which didn’t bring in a lot of money or rather it was using up quite a bunch of dineros. That’s why this time around things were a little different: I had a boss to take care of and a mission to fulfill – keeping my boss happy and his schedule organized.

Upside-down house, view no. 1
Upside-down house, view no. 1

Both of my tasks weren’t overly difficult to accomplish as my manager is a very easy-going person. If he gets his daily Starbucks Americano and enough water he’s usually a happy man. And his schedule was mostly taken care of before we even left the office. There was the eventual change of an appointment but nothing too wild. Thus I was able to attend many of the sessions and keynotes which were most interesting, inspiring, some right-out hilarious and all of them educating.

Taking a break (to catch up with my own paperless paperwork...) at the Starbucks-serving coffee place.
Taking a break (to catch up with my own paperless paperwork…) at the Starbucks-serving coffee place.

What struck me most about this conference is how much time you can spend in a windowless room, debating, hacking away on your laptop without ever seeing the light of day. One of my happiest moments last week was accordingly when my better half and I first managed to sneak out of the hotel for dinner. This was on Tuesday evening which is not bad at all as I’ve heard people almost brag about how they attended conferences where they first set foot outside the hotel when
 well, when they left. After check-out. After like 4 or 5 days inside conference rooms, hotel rooms and hotel restaurants in a row. When I look at the official program of our conference week, our only moment outside would have consisted of a few steps to a bus that would have taken us to the Hard Rock CafĂ©/Hotel Orlando and then the same couple of steps to hop on the bus back to the Hilton. The thought sends chills down my spine. For I’m a sun worshiper. I need daylight in order to thrive. My better half calls me a little flower. Always the face in the sun. And it’s true. I need natural daylight like I need food. Not necessary sunny skies, otherwise I would have withered and died a long time ago during one of those grey winter months in Switzerland. But getting out of the AC’d (which I call “air chilling” rather than “air conditioning”) surroundings into the all-embracing warmth and the soft light of a late Orlando summer day was heaven for me.

Upside-down house, view no. 2
Upside-down house, view no. 2

Another highlight that week was when I moved my butt to the gym and climbed onto the treadmill – imagine that being a highlight for me
 to run on a treadmill!! And right after dinner at that. I did hill training as usual on the treadmill and my belly definitely wasn’t too happy about the steep uphill climb laden with fish and dessert and the likes. But I pulled it through anyway. I needed to loosen up those muscles and tendons that from slouching in chairs of doubtful posture-quality were rather tensed up and shortened. And the

And the not-so-official-conference-me :-)
And the not-so-official-conference-me 🙂

effort was totally worth it! I got myself nicely loosened up and could actually see myself making it through the remainder of the week. Which I did. And it was good. We had fun; lots of fun! Especially at the SNL-themed dress-up dinner on Friday which was hilarious. All those costumes, crazy! It was an intense week in which we got a lot of work done and got to take even more work back home. But that’s how it should be, I assume – to ensure we can return next year and do it all over again 🙂

Resources & Sources

  • All photos by evozeta

MEINE WOCHE IN ORLANDO (ODER WO NOCHMAL?)

Die gesamte letzte Woche habe ich in Orlando verbracht. Oder sagen wir: Im Hilton in Orlando. Es hĂ€tte so ziemlich ĂŒberall sein können, das hĂ€tte keinen grossen Unterschied gemacht, denn als Konferenzteilnehmer kriegst du nicht wirklich viel von der Aussenwelt zu sehen. Dieser Orlando-Trip war genau derjenige, auf den ich meinen Mann in den vergangenen zwei Jahren begleitet hatte, nur konnte ich damals meine Zeit beim RumlĂŒmmeln am Pool und Florida erkundigen, geniessen. Was allerdings nicht gerade viel Geld eingebrachte, eher im Gegenteil
 habe ich doch so einige Dineros verpulvert. Und darum hat das Pflichtprogramm dieses Jahr etwas anders ausgesehen: Ich hatte einen Chef, um den ich mich kĂŒmmern musste und eine Mission, die es zu erfĂŒllen galt – den Boss glĂŒcklich und seine Agenda im Griff behalten.

Beide Aufgaben waren nicht wahnsinnig schwer zu bewerkstelligen, denn mein Vorgesetzter ist wahrlich eine sehr entspannte Persönlichkeit. Wenn er seinen tĂ€glichen Starbucks Americano und genĂŒgen Wasser bereitgestellt kriegt, ist er in der Regel ein zufriedener Mensch. Und seinen Terminplan hatte ich ja schon vor dem Verlassen des BĂŒros auf Vordermann gebracht. Es gab dann die eine oder andere Terminverschiebung, aber nichts zu schlimmes. Dementsprechend kam ich denn in den Genuss, so einigen der VortrĂ€ge und Sitzungen zu lauschen. Allen war eines gemeinsam: Sie waren Ă€usserst interessant, inspirierend, ausgesprochen köstlich und bildend.

Am meisten aufgefallen ist mir an dieser Konferenz, wie viel Zeit man eigentlich in einem fensterlosen Raum mit debattieren und auf dem Laptop herumtippen verbringen kann, ohne dabei ein einziges Mal das Tageslicht zu Gesicht zu bekommen. Dementsprechend war einer meiner glĂŒcklichsten Momente der letzten Woche als meine besser HĂ€lfte und ich es schafften, uns fĂŒr ein Nachtessen aus dem Hotel zu schleichen. Das war am Dienstagabend, was ganz und gar keine schlechte Bilanz ist, wenn ich anderen Konferenzteilnehmern dabei lausche wie sie beinahe damit angeben, an anderen Konferenzen das Hotel zum ersten Mal nach dem Auschecken verlassen zu haben. Also nach 4 oder 5 aufeinanderfolgenden Tagen in KonferenzrĂ€umen, Hotelzimmern und Hotelrestaurants. Wenn ich mir unser offizielles Programm fĂŒr die Konferenzwoche angucke, hĂ€tte unser einziger Kontakt mit der Aussenwelt in einigen Schritten zu einem Bus, der uns zum Hard Rock CafĂ©/Hotel Orlando gebracht hĂ€tte und dann die gleichen paar Schritte wieder zum Bus zurĂŒck, bestanden. Der Gedanke jagt mir Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Denn ich bin eine Sonnenanbeterin. Ohne Tageslicht kann ich nicht aufblĂŒhen. Meine bessere HĂ€lfte vergleicht mich schon mal mit einer kleinen Blume. Immer das Gesicht in Richtung Sonne. Und es stimmt. Ich brauche natĂŒrliches Tageslicht genauso wie mein tĂ€gliches Essen. Nicht notwendigerweise einen sonnigen Himmel, sonst wĂ€re ich schon lĂ€ngst verwelkt und gestorben wĂ€hrend eines dieser grauen Wintermonate in der Schweiz. Doch aus diesen tiefgekĂŒhlten – wie ich das anstelle von „klimatisiert“ zu nennen pflege – RĂ€umen in die dich vollstĂ€ndig umarmende WĂ€rme und das sanfte Licht eines spĂ€ten Orlando Sommertags zu treten, war fĂŒr mich der Himmel.

Ein weiteres Highlight dieser Orlando Woche war, als ich meinen Hintern zum Fitnesscenter bewegte und ein Laufband erklomm – kaum zu glauben, dass ich eine halbe Stunde auf einem Laufband ein Highlight nenne!! Und noch dazu direkt nach dem Abendessen. Wie ĂŒblich auf dem Laufband gab ich mich dem HĂŒgeltraining hin, was meinen Bauch definitiv nicht allzu glĂŒcklich machte – stell dir vor du mĂŒsstest dich vollgestopft mit Fisch, Dessert und dergleichen einen HĂŒgel hochkĂ€mpfen
 Aber ich habe es trotzdem durchgezogen. Ich musste die Muskeln und Sehnen, die vom stundenlangen krumm in haltungstechnisch fragwĂŒrdigen StĂŒhlen herumsitzen verspannt und verkĂŒrzt waren, etwas auflockern. Und der Aufwand hat sich gelohnt! Alles schön aufgelockert konnte ich mir tatsĂ€chlich vorstellen, die restlichen zwei Tage der Konferenz zu ĂŒberstehen. Was ich auch tat. Und es war gut. Wir hatten Spass; viel Spass! Ganz besonders an unserem Abendessen mit dem Thema Saturday Night Live, was einfach zum Schreien komisch war. All die KostĂŒme und Ideen, einfach irre! Es war eine intensive Woche in der wir viel Arbeit erledigten und von der wir noch mehr Arbeit mit nach Hause nahmen. Doch ich denke, so soll es sein – um sicherzustellen, dass wir nĂ€chstes Jahr wiederkommen und all das wieder erleben können 🙂

Ressourcen & Quellen

  • Alle Fotos von evozeta

THE SAD, THE GOOD AND FROM BETTER TO WORSE

Oscar, our little "left over" cat - so glad he's safe and sound!
Oscar, our little “left over” cat – so glad he’s safe and sound!

It’s been two weeks since my last blog post – and almost three weeks since Merlin disappeared. (FĂŒr Deutsch hier klicken) And he hasn’t showed up since. Though I’m devastated and his absence really pains me that’s not the (only) reason I haven’t been writing lately. The last two weeks at work have been pretty crazy and I wanted to concentrate on what’s important: My (remaining) little family here – my husband and cat boy Oscar – me getting enough rest and only doing what I love most – as it turns out it’s neither writing nor doodling but reading.

Duke University Cathedral.
Duke University Cathedral.

Last week was particularly busy at work and as usual everything went a little haywire but I was lucky enough to get Friday off to join my beloved better half to the 10 year reunion of his Duke MBA class. We flew out to Durham/Raleigh, North Carolina, on Friday to enjoy a gorgeous day strolling about and marveling at the University buildings – after spending 4 hours in a pub. But don’t get me wrong: the hours in the pub – though spent in broad day- if not to say sunlight – were well spent: We met two of my better half’s class mates who live in the area and we had a fantastic time. Saturday the weather turned on us but we knew that in advance and decided to sleep in a little to catch up with the lack of sleep from the week before. That left us with enough time to browse the shops with all the Duke/Fuqua* gear, drive around town and have a look at the old tobacco warehouses and the rest of the University buildings before we had to get ready for the official reunion dinner. Only one of the classmates with her husband actually made it to the dinner, the other pal had to accompany his son to a soccer game in Myrtle Beach. Had the weather been as splendid as the day before, we may have taken his absence to such a (supposedly
 I’ve never been to Myrtle Beach myself
 yet) personal but in this wetness we knew he had to be Brazilian to still enjoy the game. Luckily, all the Global and Weekend MBA classes have been combined in one dinner location so we weren’t the only ones showing up. Meeting alumni from other classes was most interesting and we had some quite revealing and inspiring conversations.

Executive Assistant - Sometimes also "Miracle Worker".
Executive Assistant – Sometimes also “Miracle Worker”.

My other highlight last week was Wednesday, when North America was celebrating the Administrative Professionals Day, also known as Secretaries Day or Admin Day. As the name suggests, it recognizes the work of secretaries, administrative assistants, receptionists and

Appreciation from "my crew" - Thanks guys!
Appreciation from “my crew” – Thanks guys!

other administrative support professionals.1 And on this day, a mere three months into my new job, “my crew” showed me their amazing appreciation for the work I’ve been doing so far. Thank you so much guys, you’re wonderful! It’s a pleasure working with you! I feel truly honored to be able to work as an Executive Assistant again.

Finnish newspaper clipping showing my friend's family's wrecked car.
Finnish newspaper clipping showing my friend’s family’s wrecked car.

Now in this mixture of melancholy and exhilaration a dear friend of mine informed me of his own luck – under the circumstances
 while he was still sending me his best wishes for Merlin’s reappearance he and his family experienced their very own tragedy. While on vacation in Finland a cement truck crashed into their stationary vehicle at a speed of 60km/h. They were incredibly lucky in all of this: The worst that has seemed to have happened is his wife suffering of a localized amnesia for a time span of 7 hours – apart from the usual whiplashes and contusions that the whole family sustained.

Merlin - as he will always remain in my memory.
Merlin – as he will always remain in my memory.

After hearing this and knowing they are alive and as well as can be I’m incredibly grateful for the guardian angel watching over them. Whatever happened to Merlin, it’s not to be compared to four human lives. And though I feel justified in grieving at least a little for my little cat boy I know that life continues and will keep bringing on beautiful, amazing, awesome, inspiring but also gruesome, painful, devastating and grueling experiences. Just as it always has. And probably always will.

*My dear husband had to carefully teach me how to correctly pronounce Fuqua so as to not embarrass him in front of everyone (as I would have pronounced it in more of a “F-word” way). For all interested: It is pronounced like the English “few” and the French “quoi” – few-quoi.

Resources & Sources

  • All photos by evozeta
  • 1Administrative Professionals Day from wikipedia – validated 4/28/2015
  • News clipping from Helsingin Sanomat

Das Traurige, das Gute und vom Besseren zum Schlechteren

Es sind zwei Wochen vergangen seit meinem letzten Blogbeitrag – und beinahe drei Wochen seitdem Merlin verschwunden ist. Und er ist seither nicht wieder aufgetaucht. Obwohl ich am Boden zerstört bin und mich seine Abwesenheit Ă€usserst schmerzt, ist das doch nicht der (einzige) Grund dafĂŒr, dass ich in letzter Zeit nicht geschrieben habe. Die vergangenen zwei Wochen waren ziemlich verrĂŒckt bei der Arbeit und ich wollte mich auf das wirklich Wichtige konzentrieren: Meine (verbleibende) kleine Familie hier – meinen Mann und den Katzenbub Oskar – darauf, dass ich genĂŒgend Ruhe und Erholung kriege und nur das tue, was ich am liebsten mache – und wie sich herausgestellt hat ist das weder Schreiben noch Doodeln sondern Lesen.

Letzte Woche war besonders geschĂ€ftig auf der Arbeit und wie ĂŒblich ging alles ein bisschen drunter und drĂŒber, aber ich hatte das GlĂŒck, Freitag frei zu kriegen, um meine geliebte besser HĂ€lfte zu seiner 10ten Zusammenkunft seiner Duke MBA Klasse begleiten zu dĂŒrfen. So flogen wir am Freitagmorgen nach Durham/Raleigh in North Carolina wo wir einen prĂ€chtigen Tag damit verbrachten, umherzuspazieren und die UniversitĂ€tsgebĂ€ude zu bestaunen – nachdem wir 4 Stunden in einem Pub verbracht hatten. Aber versteht mich nicht falsch: Die Stunden im Pub – obwohl bei hellstem Tages- um nicht zu sagen Sonnenlicht drinnen verbracht – waren es wirklich wert: Wir trafen zwei Klassenkameraden meiner besseren HĂ€lfte die in der Umgebung wohnen und wir hatten eine fantastische Zeit zusammen. Am Samstag dann drehte sich das Wetter gegen uns, was wir allerdings bereits im Voraus vom Blick auf die Wetteranzeige wussten und entsprechend entschieden wir, auszuschlafen und etwas Schlaf der vergangenen Woche nachzuholen. Danach hatten wir immer noch genĂŒgend Zeit um durch die Duke/Fuqua* Souvenir Shops zu stöbern, in der Stadt rumzukurven und die alten TabaklagerhĂ€user und die restlichen UniversitĂ€tsgebĂ€ude zu begutachten, bevor wir uns fĂŒr das offizielle Nachtessen bereit machen mussten. Zu diesem Nachtessen schaffte es nur noch die eine Klassenkameradin samt Ehemann, der andere Kollege musste seinen Sohn zu einem Fussballspiel nach Myrtle Beach begleiten. WĂ€re das Wetter so grossartig gewesen wie am Vortag, hĂ€tten wir seine Abwesenheit um einen (vermeintlich… ich war ja selbst noch nicht in Myrtle Beach… bisher) so schönen Ort zu fahren, durchaus persönlich nehmen können, doch in dieser NĂ€sse wussten wir, dass er Brasilianer sein musste, um das Spiel noch geniessen zu können. GlĂŒcklicherweise wurden ja am Nachtessen dann alle Global und Wochenend MBA Klassen in einem Lokal zusammengenommen und so waren wir doch nicht ganz die einzigen, die auftauchten. Es war Ă€usserst interessant, ehemalige Studenten der anderen Klassen zu treffen und wir durften recht aufschlussreiche und inspirierende Unterhaltungen geniessen.

Mein anderes Highlight der letzten Woche war der Mittwoch, als in Nordamerika der Administrative Professionals Day, auch als Tag der SekretĂ€rinnen oder Admin Tag bekannt, gefeiert wurde. Wie der Name schon antönt, dient der Tag dazu, die Arbeit von SekretĂ€rinnen, administrativen Assistenten, Rezeptionistinnen und anderen in der Administration tĂ€tigen Angestellten gewĂŒrdigt.1 Und an diesem Tag, gerade mal knappe drei Monate nachdem ich meinen neuen Job angetreten habe, zeigte mir „meine Crew“ ihre erstaunliche Anerkennung fĂŒr die Arbeit, die ich bisher geleistet habe. Danke vielmals, Jungs, ihr seid wundervoll! Es ist ein VergnĂŒgen, mit euch zu arbeiten! Ich fĂŒhle mich echt geehrt, wieder als Direktionsassistentin arbeiten zu können.

Und in diesen ganzen Mix aus Melancholie und Frohsinn hinein erzĂ€hlte mir ein Freund von seinem eigenen GlĂŒck im UnglĂŒck – unter den gegebenen UmstĂ€nden… wĂ€hrend er mir noch beste WĂŒnsche fĂŒr Merlin’s Wiederauftauchen sandte, erlebte er und seine Familie ihre eigene Tragödie: WĂ€hrend ihrer Ferien in Finnland krachte ein Betonmischer mit 60km/h in ihr stehendes Fahrzeug. Mein Freund und seine Familie hatte unsĂ€gliches GlĂŒck: Das Schlimmste was sie davongetragen haben, scheint eine GedĂ€chtnislĂŒcke seiner Frau von ca. 7 Stunden zu sein – abgesehen von den ĂŒblichen Schleudertramata und Prellungen, welche die ganze Familie sich zugezogen hat.

Nachdem ich diese Geschichte gehört habe und weiss, dass alle am Leben und so gesund wie nur möglich sind, bin ich unsĂ€glich Dankbar fĂŒr den Schutzengel, der ĂŒber sie gewacht hat. Was auch immer Merlin passiert ist, es kann nicht mit vier Menschenleben verglichen werden. Und auch wenn ich mich dazu berechtigt fĂŒhle, zumindest ein wenig fĂŒr meinen kleinen Katzenbub zu trauern, so weiss ich doch, dass das Leben weitergeht und weiterhin wunderschöne, staunenswerte, fantastische, inspirierende, aber genauso grausame, schmerzhafte, verheerende und aufreibende Erfahrungen mit sich bringen wird. Wie es das schon immer getan hat. Und wahrscheinlich immer tun wird.

*Mein geliebter Ehemann musste mich sorgfĂ€ltig in die richtige Aussprache des Wortes „Fuqua“ einweihen, damit ich ihn nicht vor allen blamiere (da ich das Wort ganz Ă€hnlich wie das berĂŒhmte „F-Wort“ ausgesprochen hĂ€tte). FĂŒr alle Interessierten: Es wird ausgesprochen wie eine Zusammensetzung aus dem Englischen „few“ und dem Französischen „quoi“ – few-quoi.

Ressourcen & Quellen

  • Alle Fotos von evozeta
  • 1Administrative Professionals Day von Wikipedia – ĂŒberprĂŒft am 4/28/2015
  • Nachrichtenmeldung aus Helsingin Sanomat

The World is Such a Small Place

Keeping the water pipes warm during winter months? No problem... :-)
Keeping the water pipes warm during winter months? No problem… 🙂

Yesterday, my beloved husband and I went to San Antonio to meet a fellow Swiss and her better half. To do that, we girls had to shed the typical Swiss tendency to avoid meeting fellow countrymen (or in our case, women) abroad. To this very day it has remained a mystery to me where this unusual aversion of Swiss people to meet other Swiss abroad stems from. While kinsmen of other nations who meet abroad shake hands vigorously and pat each other’s backs in a most friendly manner as if they had just been barbecuing and drinking good amounts of beer together, Swiss in the same situation duck behind the next best shrubbery.

Anyway, the story that led to this meeting is quite unique and in fact began quite a while ago. My mum, who has the typical maternal network of friends, acquaintances and relatives, told me about a year ago that a girl who grew up just across the street from us had also married an American and was waiting for her visa to immigrate to the U.S. In the meanwhile she has been in the states for half a year and – can you believe it – she lives in San Antonio. We have to thank her husband, who is a marine, for this coincidence but since San Antonio is full of military bases his transfer into this region doesn’t seem so random after all.

The Tower of Americas, San Antonio's tallest building.
The Tower of Americas, San Antonio’s tallest building.

Although we virtually grew up next to each other, I cannot remember ever having seen my neighbor. The situation, however, presents itself differently for our brothers. They seem to know each other fairly well, so well in fact, that my brother decided to name one of his sons, my nephew, after him. Well, it’s not too late for us girls to catch up and getting to know each other better and thus we are determined to soon meet up again, this time maybe in Austin, perhaps even for an exclusive gal’s day or night out. And without throwing ourselves behind the next best flower pots, promised!

Resources & Sources

  • All photos by evozeta

DIE WELT IST SO KLEIN

Gestern sind der werte Herr Gemahl und ich nach San Antonio gefahren um eine Mitschweizerin und ihre bessere HĂ€lfte zu treffen. Dazu haben wir MĂ€dels ganz unschweizerisch unsere Scheu, im Ausland andere Mitschweizer zu treffen fĂŒr einmal abgelegt. Bis heute ist es mir ein RĂ€tsel, woher diese ungewöhnliche Abneigung von Schweizern, im Ausland andere Schweizer zu treffen, herrĂŒhrt. WĂ€hrend sich Angehörige anderer NationalitĂ€ten bei einem zufĂ€lligen Treffen im Ausland krĂ€ftig die HĂ€nde schĂŒtteln und freundschaftlich den RĂŒcken klopfen als hĂ€tten sie noch vor einigen Tagen zusammen einen Grillabend mit gehörig Bier verbracht, ducken sich Schweizer in der gleichen Situation hinter das nĂ€chstbeste GestrĂŒpp.

Hotel Emma in a pretty dramatic weather setting.
Hotel Emma in a pretty dramatic weather setting.

Wie dem auch sei, die Geschichte, die zu diesem Treffen gefĂŒhrt hat, ist ziemlich einzigartig und hat auch schon vor lĂ€ngerem ihren Anfang genommen. Meine Mutter, die ein typisch mĂŒtterliches Netzwerk an Freundinnen, Bekannten und Verwandten hat, informierte mich vor etwa einem Jahr, dass ein MĂ€del, das genau auf der anderen Strassenseite von uns aufgewachsen ist, ebenfalls einen Amerikaner geheiratet habe und auf ihr Visum wartete. Inzwischen ist sie nun ebenfalls seit einem halben Jahr in den Staaten und – man mag es kaum glauben – wohnt in San Antonio. Diesen Zufall haben wir ihrem Mann zu verdanken, der ein Marine ist und da San Antonio voll von MilitĂ€rbasen ist, scheint seine Versetzung in diese Region doch nicht mehr ganz so zufĂ€llig.

Obwohl wir also quasi nebeneinander aufgewachsen sind, kann ich mich nicht daran erinnern, meine Nachbarin jemals gesehen zu haben. Anders ist das allerdings mit unseren BrĂŒdern. Die kennen sich anscheinend so gut, dass mein Bruder entschied, einen seiner Söhne, also meiner Neffen, nach ihm zu benennen. Nun gut, es ist nicht zu spĂ€t fĂŒr uns MĂ€dels aufzuholen und so sind wir fest entschlossen, uns bald mal wieder vielleicht in Austin wiederzutreffen, vielleicht auch mal zu einem exklusiven MĂ€delstag oder –abend. Ganz ohne uns hinter irgendwelche Blumentöpfe zu werfen, versprochen.

Ressourcen & Quellen

  • Alle Fotos von evozeta
Panoramic shot from the Tower of Americas.
Panoramic shot from the Tower of Americas.

Busy Times

One busy week comes to a close only to be followed by another busy one. (FĂŒr Deutsch hier klicken) I returned Thursday evening from Switzerland, only to empty the content of my suitcase either into the laundry basket (dirty laundry) or the freezer (all the chocolate 😉 before crashing into bed after a very long day of travel. Friday morning at 8:30 I was back at the office, spending my day by sorting out a time zone mix-up, reading up more stuff, socializing a little with my colleagues (though I was invited to spend lunch with the bunch of people sitting around me I had to decline – because they’re working for the west coast [Pacific Time] they only go for lunch at 2 pm so I already had my little break by that time), doing some more online training and chatting with my boss for a little while.

After having been surrounded by a nation of flu victims in Switzerland my body decided to take it a little slower over the weekend, too. I felt a little “cruddy” on Saturday but treated myself to an extra load of vitamins and sleep and accordingly felt much better today already. I hope it stays that way next week because – as mentioned – it will be a rather busy week. After certainly learning many new things in the office every day I’ll be looking after a neighbor’s cat (indoors cat so I’m eager to spend more than just the average 10 minutes per day with it), maybe moving garages and on Wednesday – yay – I’m getting to pick up my better half from the airport again. Yes, I shouldn’t be complaining at all – he had to leave for Seattle today at noon and will only be back Wednesday evening.

Cat in dire need for love.
Cat in dire need for love.

That’s it for now, dear folks. I’m sorry about this rather brief report but I still have to translate these lines plus last week’s blog post. And also – there’s a cat very much in need of love sitting patiently on my lap while I’m writing this 😉

Resources & Sources

  • Photo Cat in Need of Love by evozeta

GeschÀftige Zeiten

Eine geschĂ€ftige Woche geht zu Ende, nur um von einer weiteren geschĂ€ftigen Woche gefolgt zu werden. Am Donnerstagabend bin ich aus der Schweiz zurĂŒckgekehrt, nur um zuhause den Inhalt meines Koffers entweder in den WĂ€schekorb (schmutzige WĂ€sche) oder den Gefrierschrank (die ganze Schokolade 😉 zu entleeren und mich danach erschöpft von einem sehr langen Reisetag in die Federn fallen zu lassen. Freitagmorgen um 8:30 stand ich dann bereits wieder im BĂŒro, wo ich ein Zeitzonen-Durcheinander aufklĂ€rte, mehr Informationen nachlas, ein wenig sozialen Kontakt mit meinen Kollegen pflegte (obwohl ich von den mich umgebenden Kollegen zum Mittagessen eingeladen wurde, musste ich leider absagen – da meine PultgspĂ€ndli fĂŒr die WestkĂŒste [Pacific Time] arbeiten, gehen sie erst um 14 Uhr zum Mittagessen und so hatte ich meine Mittagspause bereits genossen), etwas mehr Online Training absolvierte und noch ein wenig mit meinem Chef plauderte.

Nachdem ich in der Schweiz von einer Nation von Grippeopfern umgeben war, entschied sich mein Körper, es ĂŒbers Wochenende auch ein wenig ruhiger zu nehmen. Am Samstag fĂŒhlte ich mich etwas „grippig“, also gönnte ich mir eine extra Ladung Vitamine und Schlaf und fĂŒhle mich heute entsprechend schon viel besser. Ich hoffe, das bleibt auch nĂ€chste Woche so, denn – wie erwĂ€hnt – die Woche wird recht geschĂ€ftig. Zum einen werde ich sicherlich jeden Tag im BĂŒro eine Menge neue Dinge lernen, nur um danach zur Katze einer Nachbarin zu schauen (eine Wohnungskatze, also habe ich mir vorgenommen, etwas mehr als die durchschnittlichen 10 Minuten tĂ€glich mit ihr zu verbringen), allenfalls noch unsere Garage in eine nĂ€her gelegene zĂŒgeln und am Mittwoch – jupie – darf ich meine bessere HĂ€lfte wieder vom Flughafen abholen. Ja, ich kann mich echt nicht beklagen – er musste heute Mittag bereits wieder nach Seattle aufbrechen und wird erst am Mittwochabend zurĂŒckkehren.

Das wĂ€rs fĂŒr den Moment, liebe Leute. Bitte entschuldigt meinen eher kurzen Bericht aber ich musste ja noch diese Zeilen ĂŒbersetzen plus sollte ich noch den Blogbeitrag von letzter Woche germanisieren. Und ausserdem – da liegt eine Katze, die sich sehr nach Liebe sehnt, ganz geduldig auf meinen Schoss, wĂ€hrend ich diesen Bericht schreibe 😉

Ressourcen & Quellen

  • Foto Katze die Liebe benötigt von evozeta

Most Intriguing Las Vegas

When I had closer look at the map of Las Vegas for the first time I was surprised to find “Downtown” to be quite a bit removed from the so-called “Las Vegas Strip”. By 2.5 miles to be exact. That is, 2.5 miles from our accommodation at the time, the Wynn Las Vegas. Of course, one is never really aware of these distances when looking at the surroundings from the average pedestrian’s perspective, i.e. from the ground. Thus, the Stratosphere Tower looked as if it sat just around the corner – only that there is no corner to be seen. But figuratively speaking. (FĂŒr Deutsch hier klicken)

Thinking that I’m light on my feet and therefore a distance like this would not easily bring me to my knees I made my way to the Stratosphere Tower. Though it was clear that exactly on that day at this hour no breeze could be felt and no cloud be seen anywhere. Accordingly hot it got on the road and I was working up a good sweat. But my hike should not remain the only thing that would cause me a sweat that day. When I arrived at the Stratosphere I was asked whether I simply wanted to enjoy the views or get the all-around package. Well, as you may know I am a quite adventurous person and don’t easily shy away from roller coasters. But what is on offer there tops even my sense of adventure: The roof of the observation tower houses four roller coaster-like attractions that were installed there to attract the real adrenaline junkies. For one you get to ride an actual roller coaster – the so called High Roller. Then you got a kind of lift that’s simulating a free fall that goes by the name of – guess what – Free Fall and then the two seemingly worst ones, a roller coaster rotating over the gaping abyss that is very aptly called Insanity and its in no way inferior counterpart, the Big Shot – a sort of swing that shoots out over the protective roof of the observation tower. The mere thought of the latter two made my blood run cold.

Anyway, I declined the adrenaline version with thanks and caught the elevator up to the observation deck. I walked towards the picture windows which – of course – ran from floor to ceiling. And were slightly tilted outwards so as to practically invite you to lean on the window and enjoy the feeling of floating above the abyss. Fortunately they have signs put up everywhere, prohibiting you of doing exactly that. So I made my way around the deck, enjoyed the views in every direction and took photos until I surprisingly found myself almost alone in front of the “main view” on Las Vegas and the Strip. Since I didn’t block anyone’s view I took my time and leaned comfortably against a pillar – when I suddenly sensed a falling motion out of the corner of my eye. Had there just fallen a person past me? That’s terrible!! But only a second later I realized that I had propped myself up right next to the bungee jumper’s glass box. So a person had indeed fallen (or rather jumped) off a platform right next to my head. When I sensed some feet dangling high above my head because I passed under the Insanity Ride a little later on it didn’t shake me quite as bad anymore. Nevertheless, I decided that instead of climbing up to the open-air roof I would enjoy a beer on one of the sofas behind the wind- and especially scream-proof glass. Seemed a lot more alluring to me.

The next time I moved to the northern part of the city I opted to catch the bus. This time my path led me to two museums: First, to the Mob Museum where I learned all sorts of things about the history of the American Mafia. Among other things, we got to sit in the very courtroom in which the biggest mob hearing in history took place. By means of videos we were taught all about exactly this incident. Where several Mafiosi invoked the Fifth Amendment to the Constitution which protects a witness from incriminating him-/ or herself.

The most interesting part of the whole exhibition was the direct reference to Las Vegas. How the mob disappeared to Las Vegas where it was legal to open casinos and gambling dens and was thus able to continue its lucrative business without problems. Which of the renowned casinos were actually opened by Mafia members. Pictures of Las Vegas from the early days. Where all you see is a motel complex and nothing but desert all around it. And it was impressively stated that there was no aspect of public trading in which the Mafia was (is?) not involved: Even the parsley trade was controlled by the mob! The guided tour was rounded off by the FBI’s view on the Mafia hunt.

It was already dark by the time I strolled from the Mob Museum to the Neon Museum. Which makes sense, for the Neon Sign Museum is a classic Las Vegas institution that collects and exhibits the neon signs of various, now demolished hotels and casinos. The transition from the Mob Museum to the Neon Museum is flowing, for here you get to see the neon signs of the hotels and casinos mentioned at the Mob Museum. Looking at some of the signs conjures up memories of old movies. Accordingly interesting and instructive was the guided tour through the so called neon sign bone yard. The visit to these two museums made my stay in Las Vegas really worthwhile. Because they taught me something about the city. They made me understand that even this most artificial of all artificial towns carries history and a certain culture.

For a city I didn’t necessarily want to return to I sure dedicated quite a lot of attention to Las Vegas. I think it shares a trait that has always allured me in humans: A certain dark side seems to inexplicably attract my attention. My conclusion: Las Vegas is well worth a visit. After three days, though, I wasn’t too sad to leave the city. On the one hand, the sensory overload is enormous. With every step you take you are accompanied by a soundtrack coming out of bushes or sidewalks, no yard passes by without a neon sign glaring down at you and there is something new to discover around each and every single corner. In addition, a never-ending busyness seems inherent in the city; be it the never-ending tourist flows, the business people hastily rushing through the hotel lobbies or the never resting slot machines – there’s constantly something going on. Furthermore, I’m still racking my brains over the city’s contrasts: On the one side, you got all the luxury brands ranging from Gucci and Rolex to Louis Vuitton and on the other side the ever-present homeless people on the pedestrian bridges. Then the magnificent buildings along the beaten path versus the partly run-down, somewhat dodgy neighborhoods whenever you leave the main arteries of the city. And last but not least the constant contrast between the evergreen golf courses and the surrounding desert. No, I couldn’t shed my ambivalence towards the gambling paradise. But I have to admit that the fascination of the place has absolutely justified during those three days.

Resources & Sources

  • Original image Big Shot via Wikimedia
  • Original image Free Fall via Flickr, courtesy of Jessica Merz
  • Original image High Roller via Wikipedia
  • Original image Insanity via Wikimedia
  • All other photos by evozeta

Als ich mir zum ersten Mal die Karte von Las Vegas etwas genauer ansah, stellte ich verwundert fest, das „Downtown“ Las Vegas ein ganzes StĂŒck vom sogenannten „Las Vegas Strip“ entfernt ist. 4 Kilometer, um genau zu sein. Das heisst, 4 Kilometer (2.5 miles) von unserer Unterkunft, dem Wynn Las Vegas. NatĂŒrlich sind einem diese Distanzen nie so richtig bewusst, wenn man sich die Umgebung vom Boden aus anschaut. So schien mir der Stratosphere Tower immer quasi gleich um die Ecke – einfach ohne, dass da eine Ecke wĂ€re. Aber mehr im ĂŒbertragenen Sinn halt.

Mit dem Gedanken, dass ich ja gut zu Fuss unterwegs bin und mich keine Distanz so schnell in die Knie zwingt, machte ich mich also auf zum Stratosphere Tower. War ja klar, dass genau an diesem Tag zu dieser Stunde kein LĂŒftchen mehr wehte und kein Wölkchen weit und breit in Sicht war. So wurde es mĂ€chtig heiss unterwegs und ich kam ganz schön ins Schwitzen. Doch mein Spaziergang sollte nicht der einzige Anlass blieben, der mich auf diesem Ausflug ins Schwitzen brachte. Bei meiner Ankunft im Stratosphere wurde ich gefragt, ob ich lediglich die Aussicht geniessen oder mir das Rundum-Paket antun möchte. Nun, ihr wisst, ich bin durchaus abenteuerlustig und scheue mich nicht vor Achterbahnen. Doch was einem da geboten wird, ĂŒbersteigt fĂŒr einmal meine Abenteuerlust: Auf dem Dach des Aussichtsturms wurden vier Achterbahn-Ă€hnliche Attraktionen installiert, um die wirklichen Adrenalin-Junkies anzulocken. Da gibt es denn die tatsĂ€chliche Achterbahn – den sogenannten High Roller. Dann die einen freien Fall simulierende Bahn genannt Free Fall und dann die beiden ĂŒbelsten Varianten, eine ĂŒber dem gĂ€hnenden Abgrund kreisende Bahn, passenderweise Insanity genannt, sowie ihr um nichts nachstehnedes GegenĂŒber, der Big Shot – sozusagen eine Schaukel, die dich ĂŒber das schĂŒtzende Dach des Aussichtsturms hinaus schiessen lĂ€sst. Die beiden letzteren lassen mir schon nur beim Gedanken daran, das Blut in den Adern gefrieren.

Nun, jedenfalls lehnte ich die Adrenalin-Variante dankend ab und begab mich per Lift in den Aussichtsturm. Ich schlenderte Richtung Aussichtsfenster, die – natĂŒrlich – von der Decke bis zum Boden reichen. Und leicht nach aussen gekippt verlaufen, so dass man sich quasi auf die Fenster lehnen und das GefĂŒhl, ĂŒber dem Abgrund zu schweben, geniessen könnte. GlĂŒcklicherweise warnen aber ĂŒberall Schilder davor, sich an die Fenster zu lehnen. Ich machte also so meine Runde, guckte in alle Richtungen aus den Fenstern, schoss Fotos bis ich erstaunlicherweise ziemlich alleine zur „Hauptaussicht“ auf Las Vegas und den Strip gebummelt kam. Weil ich niemandem den Weg versperrte, lehnte ich mich an einen Pfosten und genoss die Aussicht – als ich plötzlich aus dem Augenwinkel eine fallende Bewegung wahrnahm. War da gerade jemand an mir vorbei gefallen? Das ist ja schrecklich!! Doch schon eine Sekunde spĂ€ter realisierte ich, dass ich mich genau neben die glĂ€serne Box der Bungee Jumper gestellt hatte. Da war also tatsĂ€chlich eine Person genau neben meinem Kopf vorbei gefallen. Als ich etwas spĂ€ter FĂŒsse ĂŒber meinem Kopf wahrnahm, weil ich unter dem Insanity Ride vorbeispazierte, konnte mich das schon nicht mehr ganz so arg erschĂŒttern. Trotzdem entschloss ich mich, anstatt auf die unverglaste Aussichtsplattform zu steigen, mir ein Bierchen auf einem der Sofas hinter dem Wind- und vor allem Schrei-dichten Glas zu gönnen. Schien mir doch um einiges gemĂŒtlicher.

Als ich mich das nĂ€chste Mal Richtung Norden bewegte, entschied ich mich, auf den Bus umzusteigen. Diesmal fĂŒhrte mich mein Weg in zwei Museen: Zuerst ins Mob Museum, wo ich allerlei ĂŒber die Geschichte der Amerikanischen Mafia lernte. Unter anderem wurden wir im Gerichtssaal, in dem die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen den Mob stattfand, mittels Videos ĂŒber eben diese Anhörungen unterrichtet. Wo sich etliche Mafiosi auf den fĂŒnften Zusatzartikel zur Verfassung beriefen, die einen Aussagenden davor schĂŒtzt, sich selbst zu belasten.

Das Interessanteste an der ganzen Ausstellung war der direkte Bezug zu Las Vegas. Wie sich der Mob nach Las Vegas verzog, wo er legal Kasinos und Spielhöllen eröffnen und damit sein lukratives GeschĂ€ft problemlos weiterfĂŒhren konnte. Welche der altbekannten Kasinos tatsĂ€chlich von Mafia Mitgliedern eröffnet wurden. Bilder von Las Vegas zu den Anfangszeiten. Da sieht man dann einen Motelkomplex und rundherum nichts als WĂŒste. Und es wurde eindrĂŒcklich erklĂ€rt, dass es keinen Aspekt des öffentlichen Handels gab, in den die Mafia nicht involviert war (ist?): Selbst der Petersilienhandel wurde vom Mob kontrolliert! Die MuseumsfĂŒhrung wurde von der Sicht des FBI’s auf die Mafia-Jagd abgerundet.

Vom Mob Museum spazierte ich dann im Dunkeln rĂŒber zum Neon Museum. Dort werden, ganz klassisch fĂŒr Las Vegas, die alten Leuchtreklamen der diversen, inzwischen abgerissenen Hotels, gesammelt und fĂŒr die Besucher ausgestellt. Der Übergang vom Mob Museum zum Neon Sign Museum ist fliessend, bekommt man doch hier die Leuchtschilder eben jener altbekannten Hotels und Kasinos zu sehen, welche im Mob Museum bereits erwĂ€hnt wurden. Bei der einen oder anderen Leuchtreklame kommen auch Erinnerungen an alte Filme auf. So stellte sich das Lauschen der FĂŒhrung durch den sogenannten Leuchtschilder Friedhof als Ă€usserst interessant und lehrreich heraus. Und entsprechend hatte ich das GefĂŒhl, dass mein Besuch in den beiden Museen meinen Aufenthalt in Las Vegas erst so richtig lohnenswert gemacht hatten. Denn sie lehrten mich etwas ĂŒber die Stadt. Sie gaben mir zu verstehen, dass selbst diese kĂŒnstlichste aller kĂŒnstlichen StĂ€dte eine Geschichte und eine gewisse Kultur in sich trĂ€gt.

FĂŒr eine Stadt, zu der ich nicht gezwungenermassen zurĂŒckkehren wollte, habe ich Las Vegas nun aber ganz schön viel Aufmerksamkeit gewidmet. Ich glaube es ist mit ihr, wie mit den Menschen: Eine etwas schwarze Seite zieht mich immer unerklĂ€rlich an. Mein Fazit: Las Vegas kann man gut machen. Nach drei Tagen war ich allerdings nicht traurig, die Stadt wieder zu verlassen. Einerseits ist die ReizĂŒberflutung schon enorm. Auf jedem Schritt wirst du mit einem Soundtrack aus den BĂŒschen und WĂ€nden begleitet, kein Meter geht ohne eine Leuchtreklame an dir vorbei und an jeder Ecke gibt es wieder Neues zu entdecken. Ausserdem scheint der Stadt eine nie enden wollende GeschĂ€ftigkeit inne zu wohnen; sei es die nie abbrechenden Touristenströme, die eilig durch die Hotelhallen hetzenden Businessleute oder die nie ruhenden einarmigen Banditen, es ist stĂ€ndig etwas los. Zudem plage ich mich noch immer etwas mit den GegensĂ€tzen der Stadt: Einerseits der ausgestellte Luxus mit all den Nobelmarken von Gucci ĂŒber Rolex bis Louis Vuitton, andererseits die immer prĂ€senten Obdachlosen auf den FussgĂ€ngerbrĂŒcken. Dann die prĂ€chtigen Bauten entlang der Touristenpfade gegenĂŒber den teilweise heruntergekommenen, etwas zwielichtigen Quartieren, sobald man die Hauptadern der Stadt verlĂ€sst. Und dann natĂŒrlich der stetige Gegensatz zwischen den immergrĂŒnen GolfplĂ€tzen und der rundherum herrschenden WĂŒste. Nein, meine ZwiespĂ€ltigkeit gegenĂŒber dem Spielerparadies konnte ich nicht ablegen. Aber ich muss zugeben, dass sich die Faszination des Ortes wĂ€hrend dieser drei Tage absolut begrĂŒndet hat.

Ressourcen & Quellen

  • Originalbild Big Shot von Wikimedia
  • Originalbild Free Fall von Flickr, zur VerfĂŒgung gestellt von Jessica Merz
  • Originalbild High Roller von Wikipedia
  • Originalbild Insanity von Wikimedia
  • Alle anderen Fotos von evozeta

Und jetzt wieder alle: “Uiiiiiii!!! Wooooowww!!!” / And now once again “Oooooh!!! Wooooowww!!!” everyone!

Insanity ride in full swing.
Insanity ride in full swing.
A bungee jumper in full flight.
A bungee jumper in full flight.
Insanity ride... makes me go :-p
Insanity ride… makes me go :-p
High Roller... makes me go :-/
High Roller… makes me go :-/
A Free Fall Experience on top of Stratosphere Tower.
A Free Fall Experience on top of Stratosphere Tower.
The OMG Big Shot Ride!
The OMG Big Shot Ride!
The Mob Museum, located in the historic former courthouse and U.S. Post Office.
The Mob Museum, located in the historic former courthouse and U.S. Post Office.
Yes, they owned it all... even the trade with parsley and kosher chicken.
Yes, they owned it all… even the trade with parsley and kosher chicken.
Wedding Chapel neon sign.
Wedding Chapel neon sign.
Stardust.
Stardust.
The Sahara Neon Sign.
The Sahara Neon Sign.
Sigmund & Freud... ehm, sorry... Siegfried & Roy statue.
Sigmund & Freud… ehm, sorry… Siegfried & Roy statue.
:-)
🙂