The Cheesecake Factory & I

Greek-Salad
Greek-Salad

Die Fastenzeit ist im Anmarsch und so dachte ich mir, reibe ich euch ein wenig meine kulinarischen Ausschweifungen hier im Land der öffentlichen Ess-Sünden unter die Nase… Man fasst es nicht: Kaum geschrieben schlägt das Karma schon zurück – der Teebeutel verschiebt sich während des Trinkens in der Tasse und ein guter Schluck geht anstatt in den Hals zur äusseren Anwendung über; auf mein Shirt… OK, jetzt hab ich bereits gebüsst, da kann ich’s auch faustdick austeilen. Legen wir mal los.

Ich kann mich erinnern, dass ich im Frühling 2012 in Gregs Gegenwart erwähnte, vor knapp 20 Jahren zum ersten und letzten Mal Cheesecake gegessen zu haben. Meine Erinnerung daran ist entgegen der inzwischen vergangenen Ewigkeit noch frisch, denn ich liebte die Tatsache, dass ich anstatt der erwarteten Käsewähe ein Tortenstück von himmlischem Genuss gereicht bekam. Doch bei diesem einen Stück war es seither immer geblieben. Irgendwie ergab sich nie mehr die Gelegenheit dazu. Es sei zu bedenken, der Genuss von Cheesecake muss gut geplant sein – wie eine Mahlzeit. Denn genau so füllt sie einen. Wenn du danach bei Muttern zum Essen eingeladen bist, machst du eine schlechte Falle – da geht nix mehr. Ein Stück Torte aber wirklich als Mahlzeit zu verdrücken geht irgendwie auch nicht. Der Salzgehalt ist dafür einfach zu dürftig.

Club Sandwich Galore
Club Sandwich Galore

Doch letztes Jahr war es dann soweit – ich wurde auf die Spuren eines echten Stücks amerikanischer Kultur gesetzt. Und so endete ich zum ersten Mal in einer Cheesecake Factory. Damals ahnte ich noch nicht, was sich hinter diesem nach Dessert klingenden Namen alles verbirgt. Nämlich ein Top-Restaurant mit einer Monster-Menü-Karte, für die ich den Betreibern nur den Hut ziehen kann. Wer nur ein oder zwei Mal den Herrn Rach beim Restaurant testen begleitet hat weiss, dass eine zu lange Speisekarte nicht funktioniert. Doch hier tut sie es. Und wie. Egal was du bestellst, es erwartet dich ein Wunderwerk an Köstlichkeit. Ich könnte mich jedes Mal hinlegen vor Gaumenfreude. Keine Ahnung, wie die das hinbekommen. Und das Schönste an allem: Auch mein etwas Weizen-heikler Besuch aus der Schweiz hatte eine laaaange Liste an gluten-free Menus zur Auswahl. Inklusive weizenfreiem Maisbrot. Einmalig.

Asian Salad
Asian Salad

Allerdings bleibt auch hier das Problem mit dem Timing des Cheesecake bestehen. Denn nach so leckeren Speisen noch einen Nachtisch reinhauen zu können, verlangt schon nach besonderen Ess-Fähigkeiten. Doch zum einen kann ein Nachtisch ja geteilt werden. Aber noch besser und für mich die Entdeckung in Sachen Kulinarik, wo ich doch nie so riesige Portionen runterschlingen kann – der in den Staaten allseits verbreitete Doggy Bag. Ein Hoch auf eine weitere wunderbare Institutionalisierung meines neuen Heimatlandes!

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