And now of the voices

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Wärmebildaufnahme von Luzi und ihren anderen 5-6 Stimmen
Genau, von den Stimmen wollte ich euch noch erzaehlen. Da es sich hierbei aber eher um eine Anmerkung als eine eigene Geschichte handelt, nutze ich diese Gelegenheit als aeusserst passende Ueberleitung zu meinem heutigen (Samstag, 23. November 2013) Tag.
Was mir also nach der ganzen Baeren-Katze-Kochherd-Auberginen-Geschichte durch den Kopf ging war, dass ich vielleicht ein wenig Meditieren sollte, um die ganzen Gedanken etwas zur Ruhe zu bringen. Dies wiederum erinnerte mich an meine erste Meditationsstunde, welche ich vor einigen Jahren in Zug besuchte. Der Meditaiontsleiter meinte, es ginge hauptsaechlich darum, die Stimme im Kopf fuer eine Weile zum Schweigen zu bringen. Ich erinnere mich genau, dass ich einen Kicheranfall kriegte, da ich dachte “Der Glueckliche, ‘die’ Stimme im Kopf… wenn der wuesste das ich ca. sieben Stimmen zum erstummen bringen muss…”
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Röntgenbild, welches schön den Einfluss des Teufelchens widergibt
Nun gut, sieben sind vielleicht ein wenig viel, aber ich denke mindestens vier muessten es sein. Da ist einmal meine eigene, dann die des Teufelchens, das immer das Beste fuer mein Ego will, dann das Engelchen, welches sich stets um alle anderen sorgt, dann der Idiot, der einfach immer reinschwatzt ohne wirklich Sinn zu machen. Und dann kommt noch der Querkopf dazu, waeren also schon mal fuenf. Die restlichen beiden kann ich jetzt nicht grad benennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch da sind. Und nun soll mir keiner sagen, er halte mich fuer schizophren, denn ich bin ueberzeugt, dass 80-90% der Leute mit sich selber sprechen oder Zwiegespraeche im Kopf abhalten. Und ansonsten seid ihr alle Luegner und Deppen… sorry, da hat grad der Teufel in mir gesprochen, tut mit unendlich leid… und schon kommt der Engel zum Zug, der sich ueber alle Massen entschuldigt. Lassen wir’s doch einfach gut sein.
Und wo ist hier die Ueberleitung zu deinem heutigen Tag, Luzi? Die kommt jetzt, denn heute war ich – zum ersten Mal seit mindestens vier oder fuenf Jahren – wieder einmal in einer Yoga Klasse. Was hat das nun mit Stimmen und Schizophrenie zu tun? Nicht viel, dafuer mit Meditation. Denn zu Yoga gehoert auch immer eine gehoerige Portion Meditation, ob man sich dessen bewusst ist oder nicht. Viele Uebungen verlangen einen hohen Grad an Konzentration oder zumindest Disziplin. Und hier hatte ich den Anfaengerfehler, den ich bei meiner allerersten Yogastunde bereits begangen hatte, auch gleich wiederholt: Ich habe jeden Aspekt von Yoga total unterschaetzt. Und ich bin mir sicher, dass ich das morgen gleich nochmal bestaetigen kann, wenn ich beim Aufstehen Muskeln entdecke, von denen ich nicht wusste, dass sie ueberhaupt existieren.
Als Greg’s Freundin mich fragte, ob ich sie am Samstagmorgen um 9 Uhr zur Yogastunde begleiten wolle, war ich sofort dabei. Dachte, hei, das kommt gut, bin ja gut trainiert, habe ein einwandfreies Gleichgewicht und Dehnen tu ich sowieso jeden Tag. Also heute Morgen Kaffee ins gesicht geleert und hingeduest. Leider hatte ich keine Yoga-Hosen mehr, also mussten die Leggins hinhalten. Passte tiptop, sind zum Glueck nicht gerissen 😀 (hier in den USA gab es vor ein paar Wochen einen grossen Skandal wegen eines Sportbekleidungsherstellers, dessen enge Jogging- und Yogahosen in etlichen Faellen Schwachstellen entwickelten und rissen oder sowas. Das alleine ging noch, doch der wirkliche Aufruhr kam, als er meinte, er koenne ja auch nichts dafuer, dass Frauen allzu oft zu kleine Groessen einkauften, um vor ihren Freundinnen oder nur schon an der Kasse nicht schlecht dazustehen… neeee… dieses Interview lief dann nicht so gut. Wie auch immer, bei mir alles gut und naechste Woche kann ich mir vielleicht mal “echte” Yogahosen kaufen gehen, in der richtigen Groesse hoffe ich.
Zurueck zum Kurs: Greg’s Freundin erlaeuterte mir also, dass es sich um einen Kurs in Ashtanga Yoga handelt. Auch bekannt als Power Yoga konzentriert es sich aber mehr auf die fluessige und ununterbrochene Ausfuehrung der verschiedenen Positionen und den stetigen, bewussten Fluss des Atems im Gegensatz zum in Europa vermehrt als Power Yoga bekannten Hatha Yoga, das sich meines Wissens nach mehr auf die perfekte Koerperhaltung einer Position konzentriert. Ueber Ashtanga Yoga wusste ich bisher nichts, liess mich also ueberraschen. Und ueberrascht wurde ich: Einerseits handelte es sich um einen Fortgeschrittenen-Kurs, ich kam also voll unter den Hammer. Da wurden saemtliche Anweisungen erst in Indisch und erst dann in Englisch gegeben und ich konnte mich meist nur dank diskreter Seitenblicke vor voelliger Immobilitaet retten. Dann wurden nebst der Tatsache, dass keine Sekunde Stillstand herrschte, etliche dieser “echten” Yoga-Uebungen absolviert: Von der Bruecke zum Handstand ueber den Kopfstand und zurueck zum Stehen auf Haenden, waehrend die Beine vor den Armen verschraenkt sind… boah, da kann man noch so beweglich sein, ohne die noetige Uebung funktioniert da gar nichts.
Aber wie gesagt, es war meine erste Yoga-Stunde seit Jahren. Und zumindest weiss ich jetzt, dass ich die naechsten paar Male eher mit der Anfaengerklasse trainieren sollte, bevor ich mich wieder zur Yoga-Lehrerin der Yogi-Master begebe. Aber mal ehrlich: abgesehen von den 90 Minuten Folter, durch die sie uns trieb, war sie sehr nett 😉

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Aus “http://www.ashtanga-yoga.eu/”
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