When Your Cat Thinks He Has Superpowers

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As you all may know, we have two cats. They are Swiss cats and even though one might picture them as perfectly neutral beings, settling disputes and acting as mediators, that’s not really their nature. Nationality doesn’t seem to be a concept they grasp and accordingly they – even though neutered – do have a sense of territory or at least of hierarchy.

Our teary-eyed feline ruler
Our teary-eyed feline ruler

Oscar, the supposedly older one of the two, pretends to be bad ass but in truth he is the sweetest creature you can imagine. I am not sure where he got his feigned attitude from but suspect he had a somewhat rough life before he met us and accordingly had to put on a brave face. At least the bad ass looks that he sports suggest so. The lady at the cat shelter we got our two feline friends from told us that when she retrieved them they both had the cat-flu, not an actual cold but an infection of the upper respiratory tract. This can lead to reddened and swollen eyes that discharge pus and can cause the tear duct to clog up. This happened to both of our tigers so they often, if not constantly, have somewhat watery eyes. In addition, Oscar got a scar on his right eye that lends him the somewhat kick ass looks.

And I can assure you: He is as bold as his looks suggest. Back in Switzerland my neighbors had two dogs: A Bernese mountain dog and the other something Newfoundland-like. Both good dogs but still very protective of their property. But did Oscar care? Nope. He just strolled into the garden, let them bark at him, sniff about a little and if it was all too much for him he simply hissed at the two poor boys, menacingly lifting one of his front paws, showing them his razor sharp claws. That did it. They respected him and let him pass and mingle among them.

Our confessed pacifist
Our confessed pacifist

Now these were probably exceptionally good natured dogs but not all of their cat buddies were as gracious as that. Both Merlin and Oscar would get their share of disputes, Oscar mostly standing up for himself (and his little brother Merlin, as I like to believe) while Merlin is a pacifist of some sorts, avoiding fights at all costs, mostly running away at the speed of light instead of wanting to prove himself as a real tomcat.

Best buddies!
Best buddies!

Well, even though nationality isn’t something that bothers them, our little fuzz-balls still get entangled in some quarrels every so often. That’s when the baby-like cat cries echo through the neighborhood that make the hair in the nape of your neck stand on end and send a shiver down your spine. That’s very likely what happened here on Thursday evening, a little before Oscar came home, limping and bleeding. He obviously had gotten into some kind of clash and taken his share of beating this time. I thought this was the moment for him to realize that he didn’t really have any superpowers. But I was awfully wrong. Though he spent the night inside and behaved docile enough, the next day already he insisted on going out there, still limping a little, and taking on whatever dared to challenge him. We kept him inside for the bigger part of Friday evening again, after Greg heard some cat howling and Oscar and some neighbor cat came running back like the devil was at their heels. Our neighbor told us that the notorious neighborhood cat cast an eye on them and apparently it chases whatever moves on four legs. Although we thought this would keep Oscar inside for the rest of the night, we were totally mistaken – after a few hours of sleep on our laps he decided he had to go back and conquer the world again.

Superhero's safe haven
Superhero’s safe haven

Why do I still let him outside, one might ask. If you ever had outdoor cats you would know. They insist on their freedom and will make your life hell if you try to lock them up, scratching up carpets and maddening you with their howls. They have their own minds and insist on enjoying their freedom at whatever cost. I respect that, knowing that they would lead a – maybe longer but – miserable life if I tried to keep them inside. And after all: They do have some mystical superpower, if it’s only their knowledge that there is a safe haven waiting for them whenever trouble strikes. Our door is always open for them, providing them with food, water, medical care and a place to rest their superhero limbs.


Wie ihr alle sicherlich wisst haben wir zwei Katzen. Es sind Schweizer Katzen und auch wenn ihr sie euch vielleicht als die perfekten neutralen Wesen vorstellt, Streite schlichtend und sich als Vermittler betätigend, ist das nicht ihre Natur. Nationalität ist nicht wirklich ein Konzept das sie begreifen und entsprechend haben sie – wenn auch kastriert – doch einen Sinn für Territorium und Hierarchie.

Oskar, der vermutlich älter der beiden, gibt vor, ein Bösewicht zu sein, doch in Wirklichkeit ist er die süsseste Kreatur die man sich vorstellen kann. Ich bin mir nicht sicher, wo er seine vorgetäuschte Einstellung her hat, ich vermute aber, er hatte ein ziemlich hartes Leben bevor er uns traf und musste folglich lernen, sich keine Angst anmerken zu lassen. Zumindest legt der Blick aus seinen Augen diese Vermutung nahe. Die Dame im Katzenheim von wo wir unsere beiden felinen Freunde her haben erzählte uns damals, dass beide bei ihrer Rettung einen Katzenschnupfen hatten. Trotz seines Namens handelt es sich beim Katzenschnupfen nicht um eine eigentliche Erkältung, sondern um eine Infektion der oberen Atemwege. Diese kann zu eitrigen geröteten und geschwollenen Augen führen, was oftmals die Tränenkanäle zu verstopfen vermag. Das ist bei beiden unserer Tiger der Fall und so haben sie auch heute noch öfters, wenn nicht sogar praktisch immer, etwas wässerige Augen. Oskar hat dazu noch eine Narbe auf dem rechten Auge, was ihn wie einen richtig harten Kerl aussehen lässt.

Und ich kann euch versichern: Er ist so mutig wie sein Aussehen vermuten lässt. Meine Nachbarn in der Schweiz hatten zwei Hunde: Einen Berner Sennen Hund und der andere so etwas wie ein Neufundländer. Beide waren gute Hunde, verteidigten aber ihr Grundstück standhaft. Doch interessierte Oskar das? Nee. Er schlenderte ganz einfach in den Garten, liess die beiden bellen, ein wenig herumschnüffeln und wenn ihm alles zu viel wurde, fauchte er die armen Jungs kurz an, hob drohend eine seiner Vorderpfoten und zeigte ihnen seine rasiermesserscharfen Krallen. Das hatte gereicht. Sie respektierten ihn, liessen ihn passieren und mit ihnen herum trotten.

Dies waren vielleicht besonders freundliche Hunde, doch nicht alle ihrer Katzenfreunde waren so gnädig. Sowohl Merlin wie auch Oskar gerieten in einige Auseinandersetzungen, wobei Oskar meist seine Ehre verteidigte (und die seines kleinen Bruders Merlin, wie ich mir gerne vorstelle), während Merlin ein kleiner Pazifist ist, der Kämpfe wo immer möglich vermeidet, meistens indem er wie der Blitz wegrennt, anstatt sich als richtiger Kater zu beweisen.

Nun, auch wenn sie sich nicht über die Nationalität identifizieren, so geraten die beiden Woll-Knäuel doch immer mal wieder in einen Streit. Das sind die Momente, in denen du abartiges Geschrei durch die Nachbarschaft hallen hörst, welches dir die Nackenhaare aufstellen und einen Schauer über den Rücken jagen lässt. Ziemlich sicher so ähnlich hier am letzten Donnerstagabend passiert, kurz bevor Oskar hinkend und blutend nach Hause kam. Er war offensichtlich in einen Streit geraten und hatte diesmal seine Prügel kassiert. Eigentlich dachte ich, das wäre nun der Moment, in dem er realisiert, dass er nicht wirklich Superkräfte besitzt. Doch ich lag total daneben. Zwar verbrachte er die Nacht drinnen und benahm sich sanftmütig genug, doch bereits anderntags bestand er darauf, wieder hinaus zu gehen, immer noch etwas hinkend, und sich allem zu stellen, was ihn herauszufordern wagte. Freitagabends dann behielten wir ihn wieder länger drinnen, nachdem Greg eine Katze heulen hörte und Oskar zusammen mit einer Nachbarkatze angerannt kam, als wäre der leibhaftige Teufel hinter ihnen her. Unser Nachbar meinte nur, es sei wieder diese in der Gegend berüchtigte Katze gewesen, die ein Auge auf die beiden geworfen hatte und offensichtlich alles jagt, was sich auf vier Beinen bewegt. Und obwohl wir dachten, dies würde Oskar nun für den Rest der Nacht drinnen halten, irrten wir uns völlig – nach einigen Stunden Schlaf auf unseren Schössen entschied er, wieder nach draussen zu gehen um die Welt zu erobern.

Warum ich ihn immer noch raus lasse, fragt ihr euch? Wenn ihr jemals eine Freigänger-Katze gehabt hättet, wüsstet ihr’s. Sie beharren auf ihrer Freiheit und machen dir das Leben zur Höllen wenn du versuchst, sie einzusperren, indem sie Teppiche zerkratzen und dich mit ihrem Geheul zum Wahnsinn treiben. Sie haben ihre eigenen Köpfe und bestehen darauf, ihre Freiheit zu geniessen, koste es was es wolle. Ich respektiere das, wohl wissend dass sie ein – vielleicht zwar längeres aber – miserables Leben führen würden, wenn ich versuchte, sie drinnen zu behalten. Und schliesslich haben sie doch eine Art mystische Superkraft: Und wenn es nur ihr Wissen um ein sicheres Plätzchen ist, das auf sie wartet wenn sie in Schwierigkeiten geraten. Unsere Tür ist immer offen und bietet ihnen Futter, Wasser, medizinische Versorgung und ein Plätzchen, an dem sie ihre Superhelden-Glieder ausruhen können.

2 thoughts on “When Your Cat Thinks He Has Superpowers”

  1. I understand how impossible it is to try to keep an outdoor cat inside… I had a couple of cats that would bring in “prey” to share with us… a little mouse or gopher or bird. Lexie ended up falling victim to a coyote and Tommy got a terrible infection that caused heart damage and took him at the age of 2. My next cats were never outside and never missed it. Once they get out there, it is impossible to take the freedom away. Loved your story.

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    1. Hehe 😀 We know all about the “sharing prey” and “bringing presents”. I’ve become a specialist in hunting after lizards in the apartment since I brought them here. Before it was everything from lizards to birds but mostly mice. That’s the one thing they won’t find here because there’s not enough soil on the ground. One time they brought a dead bird to the cat door but – luckily – haven’t been able to drag it inside.
      I hear a lot of sad outdoor cat stories but the only thing we can do about it is trying to find a place to live that’s as “cat friendly” as possible. And appreciate every moment they’re hale and hearty.

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