Category Archives: On the road

Whenever there’s traveling involved

Solvang

SB Courthouse back
SB Courthouse back

Unsere Woche in Santa Barbara endete natürlich nicht am Montag. Am Dienstag, dem 15. Oktober 2013, liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, die Gelegenheit der Eheregistrierung gleich noch für einen Rundgang im Courthouse (http://) zu nutzen. Sehr eindrücklich, wunderschön und – äusserst Spanisch 🙂

Bei der Registrierung unserer Ehe wurde ich allerdings wiederum enttäuscht – es gab nichts für mich zu unterzeichnen. Noch immer war ich ein unbeschriebenes Blatt in Sachen „neue Unterschrift“. Dafür dauerte der ganze Vorgang nur gerade ein paar Minuten – grossartiger Service!

Solvang little Store
Solvang little Store

Der ganze Sightseeing- und Behörden-Kram brachte unsere Mägen ganz schön zum Knurren und so kehrten wir kurzerhand bei Panera Bread, dem zu meinem Liebling in Sachen Frühstück/Brunch und leichte Kost avancierten Lokal, ein.

Solvang Windmill and Surroundings
Solvang Windmill and Surroundings

Mit vollgeschlagenen Bäuchen machten wir uns auf den Weg zum Ziel meiner Wahl: Ich hatte Greg davon erzählt, dass es wohl irgendwo in Amerika ein schwedisches Städtchen geben müsse, das nicht nur richtig schwedisch aussah, sondern auch noch mit alten Traditionen geführt werde. Er fragt mich, wo ich davon gehört habe und ich sagte nur „Drei Fragezeichen“. Ja, ich gebe zu, ich bin ein „???-Addict“ und lade noch heute die neusten Folgen regelmässig runter.

Hans Christian Andersen
Hans Christian Andersen

Mir ist klar, dass viele der in den Geschichten vorkommenden Orte nicht existieren. Doch es ist immer etwas wahres dahinter. Rocky Beach mag ein Mythos sein, doch man erkennt die Umgebung in vielen Quartieren und Vororten LA’s. Dementsprechend ging ich davon aus, dass es das in „…und die silberne Spinne“ beschriebene Städtchen Magnustad irgendwo geben muss. Lustigerweise liegt Magnustad im Hörspiel in Texas…

Jedenfalls guckt Greg mich an, überlegt kurz und erklärt mir, dass er zwar nichts von einem Schwedischen Ort wisse, aber ganz in der Nähe gäbe es ein Dänisches Städtchen, Solvang. Genau, das Solvang, das meinen Socken-Fetisch wieder heraufbeschworen hat.

Solvang ist wirklich süss, ein wahrhaft malerisches Städtchen. Es hat alles, was man sich von einem Dänischen Örtchen erhofft: Bäckereien mit leckeren Vanilletörtchen, Brötchen und sowas ähnlichem wie Cremeschnitten; Souvenirshops mit allerlei Kitsch und natürlich darf auch die obligate Windmühle nicht fehlen. Einfach ein perfekter Ort, um einen Tag mit schlendern und Kaffee trinken zu verbringen. Leben möchte ich da allerdings nicht – es liegt wirklich am A*** der Welt.

SB Beach Park, close to Sunset
SB Beach Park, close to Sunset
Sunset @SB Beach Park
Sunset @SB Beach Park

Auf dem Heimweg dann hatte Greg eine Eingebung: Er entführte mich kurzerhand in einen Laden wo er Grillfleisch, Kartoffeln, Maiskolben und Grillkohle in den Einkaufswagen schmiss, obendrauf ein Feuerzeug und Kartonteller. Dann chauffierte er uns zum nahegelegenen Park mit herrlicher Aussicht auf das Meer. Die Sonne neigte sich langsam dem Horizont entgegen. Greg machte Feuer und brutzelte die Leckereien für uns,während ich nichts zu tun hatte als den Sonnenuntergang zu geniessen. Es war ein wirklich vorzüglicher Herbstabend!

P.S. Von wegen “prüde Amerikaner”: Hier gibt’s nicht nur die Klos mit den grössten Spalten zwischen Tür und Angel, hier gibt’s sogar Klos ganz ohne Türe!!

No-Door Toilet
No-Door Toilet

Other adventures in Santa Barbara

Double Tree @SB
Double Tree @SB

(aka “Our Honeymoon”)

Nachdem ich euch ja inzwischen ein wenig von unserem Hochzeitstag berichtet habe, hänge ich gerne noch einige Anekdoten von unserer Woche in Santa Barbara an.

Als erstes ist zu bemerken, dass wir vor fünf Jahren schon einmal ein Wochenende in SB verbracht hatten, welches wir als wunderbar in Erinnerung behielten. Ich war vor allem vom Seafood hin und weg, aber auch das Städtchen selbst hatte es mir angetan. Farbenprächtig und leuchtend, das sind die Attribute die ich Santa Barbara zuteile. Liegt vielleicht einfach daran, dass ich es praktisch nur bei bestem Wetter und leuchtend blauem Himmel erleben durfte.

Auch dieses Mal enttäuschte uns Petrus nicht – ausser einer kleinen Nebeleinlage am „Tag danach“ (also nach der Hochzeit) konnten wir uns nicht beschweren. Entsprechend dieser sonnigen Wetterlage und der doch immer noch freundlichen Temperaturen Mitte Oktober, startete ich jeden Morgen mit einem Schwumm im Pool. Das bringt die müden Geister so richtig in Schwung.

Viele Bräute (im wahrsten Sinn) sind ja masslos enttäuscht am Tag nach der Hochzeit, weil sie eben keine mehr sind (also Bräute). Da soll es von Weinkrämpfen bis Tobsuchtsanfällen alles geben, was sich die frischvermählten Gattinnen am nächsten Tag leisten. Hätte ich einen Dämpfer erlebt, hätte mich eine Tatschache schlagartig aus meinem Tief geholt: Die Veröffentlichung des neusten Pearl Jam Albums „Lightning Bolt“. Angesichts unserer anderweitig beflügelten Stimmung lud ich dann allerdings das Album erst in der Woche danach runter. War aber auf Anhieb ein Kracher!

Eigentlich wollten wir gleich am Montag, dem 14. Oktober 2013, noch die Ehe registrieren lassen, einfach um sicherzugehen, dass wir den Trauschein für all die Ämter und den uns bevorstehenden Papierkrieg bereit hatten. Immerhin erwartete uns wieder ein ganzes Paket Bürokram, konnten wir doch dank der Hochzeit meine Statusänderung, d.h. den Wechsel von einer Visa-Trägerin zu einer offiziellen Daueraufenthalterin, angehen. Unser Vorhaben mussten wir dann allerdings wegen des Columbus Day auf den Dienstag verschieben.

Monstrous Cactus
Monstrous Cactus

Stattdessen machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Trekking-Ausflug. Klingt jetzt einfacher als es tatsächlich war. Nur schon den Trailhead zu finden war nicht ganz einfach. Doch zum Glück ist ja Google unser Freund (oder auch www.giyf.com, www.googleestuamigo.com) und er liess uns auch dieses Mal nicht im Stich. Wir wanderten also los und der Bericht, dessen Empfehlung wir gefolgt waren, hatte nicht zu viel versprochen: Es war sehr idyllisch und vor allem ein gewaltiger Kaktus ist uns aufgrund unserer Foto-Session sehr gut in Erinnerung geblieben. Während des Aufstiegs, der uns zu einem Wasserfall bringen sollte, machten wir uns ein Spiel daraus, Lizards zu zählen. Nachdem Greg schon etwa vier oder fünf erspäht hatte, wurde ich langsam ungeduldig und wollte unbedingt auch meine erste Echse auf dem Zähler haben. Und nur einen Augenblick später war es soweit – ich war so aufgeregt, dass ich anstatt “There, Lizard!” nur “ooh-ooh-ooh!” raus brachte. Aufgrund meines dazugehörenden aufgeregten Gesichtsausdrucks dachte Greg schon, ich hätte eine monströse Spinne entdeckt, vor der er mich erretten müsste und so sprang er beschützend vor mich. Nun ja, seit diesem Zwischenfall werden Echsen, Gekkos und Salamander bei uns nur noch mit “ooh-ooh-ooh” betitelt.

Skater Park SB
Skater Park SB

Nach einem gemütlichen Marsch kamen wir schliesslich auch am Ziel unserer kleinen Wanderung an. Doch von Wasserfall um diese Jahreszeit natürlich nichts zu sehen; wishful thinking.

Den Abend verbrachten wir mit bestaunen der Jungs und Mädels im Skatepark und – ja klar – Seafood futtern!

P.S. Als wir von unserer kleinen Wanderung zurück ins Hotel kamen, empfingen uns die hauseigenen Golf-Häschen 😀

Golf Bunnies
Golf Bunnies

“For the first time anywhere: Mr. and Mrs. Greg and Luzia Rusu”

Kennt ihr das auch? Da wartet man auf ein bestimmtes Zeichen und dann erscheint es im unglaublichsten Moment. Mir heute so geschehen. Bei meinem Lauf im Park bin ich einer munteren Truppe Leute begegnet. Ein kleines Grüppchen, das sich auf einer Parkbank aneinander drängte, mit Kameras und Telefonen bewaffnet, freudestrahlend am Fotos schiessen und Videos aufnehmen. Objekt der fotografischen und filmischen Begierde: Ein Paar, er in weissem Hemd und dunkler Jeans, sie in Cowboy-Stiefeln, Minirock, weisser Bluse und – Schleier. Ja, richtig gelesen, Schleier. Eine Vermählung im Park. Wie originell 😉 Beim vorbeitraben rufe ich ein fröhliches “Congratulations” rüber, doch eine Dame im Anzug, wohl die Priesterin, gibt lachend zurück: “Not quite yet!” Kurze Zeit später aber höre ich aus der Ferne lautes Klatschen und Jubeln. Sie haben es also geschafft 🙂 Continue reading “For the first time anywhere: Mr. and Mrs. Greg and Luzia Rusu”

Personal Paradise

Wenn es zu Fuessen kommt, bin ich ein typisches Maedchen: Ich hege einen gewissen Fuss-Fetisch. Die Menschen, die mich etwas besser kennen wissen aber, dass meine Liebe sich weniger auf Schuhe als auf schoene Fuesse und Socken konzentriert. Ich muss sagen, haette ich in meinem Leben immer auf meine innere Stimme gehoert was Fuesse anbelangt, haette ich mir den einen oder anderen Misstritt ersparen koennen; ich erkenne an den Fuessen, ob mir jemand sympatisch ist oder nicht. Continue reading Personal Paradise

Last Leg of Our Journey

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LETZTER TEIL UNSERER REISE

Auch auf dem zweiten Flug, von Newark, New Jersey, nach San Antonio hat alles bestens geklappt mit der Benachrichtigung – grad als die Türen geschlossen wurden kam die Stewardess zu mir um mir mitzuteilen, der Pilot lasse ausrichten, dass meine zwei Katzen soeben verladen wurden.

Die warten wirklich bis zuletzt mit dem Verladen, um den Tieren möglichst die Geräusche und Vibration der Maschine zu ersparen. So sind wir alle gut angekommen und liebend in Empfang genommen worden.
Greg hatte ja extra einen Van gemietet um sicher uns alle plus meinen Koffer verladen zu können. Wahrscheinlich hätten die Käfige auch auf die Rückbank des BMW gepasst, aber sicher ist sicher.
Nach all der Fliegerei verlief die Autofahrt recht ruhig. War wohl ein “piece of cake” für die zwei nach all dem Krach und Geholper in den Flugis 😉


On the second flight from Newark, New Jersey, to San Antonio, the notification regarding the cats came promptly, too – right when the doors were closed a stewardess approached me to pass on the pilot’s update that my cats have been loaded.

The airline really waits until the last minute to load them to spare the cats the noise and vibration of the machine. Well, and thus we’ve all arrived well and been welcomed lovingly.
Greg rented a van for this occasion, being unsure as to whether the two kennels would fit onto the backseats of his BMW, though now we’re pretty sure we could have done it.
After all the flying, the car drive went comparatively quiet. I guess it seemed like a “piece of cake” for the two tigers after the noisy and bumpy flight 😉

On the (Air) Road

IMG_1112For English see below

es esch drü ortsziit ond ech foh grad s drette mol die nochrecht aa…

ech be dör alli kontrolle ond frogerondine döre ond jetzt offiziell US resident (nederglasseni… oder ei buechstabe wo zom presidänt fählt 😀 ). jupiii !

es esch alles beschtens glaufe, vom chatze abgäh (sorry brüetsch, hoffe s auto stenkt nömme z arg 😀 ), iichecke, dör alli kontrolle etc. au d chatze hends zmendescht guet ofe flog gschafft. woni z zöri i flüger iigstege be ond d stewardess noch de busels gfrogt ha, hed grad de co-pilot ome egge gluegt ond gseid er heig etz grad gseh wie’s iiglade worde seged, “merlin and oscar, right? a grey and a red and white tiger?” joooo, genau !!! “no worries ma’am, they’re meowing away happily” 🙂
etz ändlech hani chli ziit (well mer e stond schneller gseh send !!) ond cha mer es bier gönne. schön !!! ech be zwar emmer nochli müed, aber glöcklech 🙂
bes morn oder so be de wiitere brechterstattig, alles liebi, luzi :-O


It is 3 o’clock local time and I’m starting over this message for the third time…

I’ve gone through all the checks and questionings and am as of now an official US resident (only one letter missing to the President 😀 ). yayyy !

Everything went excellently, starting from handing over the cats (sorry bro, I hope your car will stop stinking at some point 😀 ), check-in, through all the checks etc. The cats caught the flight nicely and in time for when I entered the plane in Zurich and asked the stewardess about the kitties, the co-pilot glanced around the corner and told me he just witnessed them being boarded… “Merlin and Oscar, right? A grey and a red and white tiger?” Yep, that’s them!!! “ No worries, ma’am, they’re meowing away happily.” 🙂
Now finally I’m able to treat myself to a beer (because used an hour less than expected!!). Nice!!! Though I’m still a bit tired, I am happy 🙂
See you tomorrow or so, when I update you again. Warm regards, Luzi :-O