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very special and precious things; not so much an official celebration as an achievement or such.

Grandma Betty took her fight against cancer to Instagram and what happened next was just wonderful

What an inspiration! Grandma Betty reminds me a great deal of my best friend Sandra’s Mum Rosina, whom everyone simply calls Omasina 🙂
I believe the world would be a better place if more people didn’t care whether they can dance well or not and simply did it.
Best wishes to all of you xoxoxo

Spiritbath

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When your friends (literally) take your breath away

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Zuerst einmal: Frohe Ostern euch allen!! (Titelfoto: http://www.guy-sports.com/fun_pictures/bunny_butt_hurts.jpg)

Diese Woche wurde mir eine unheilvolle Nachricht eröffnet. Schon lange hatte ich mit dem Gedanken gerungen, dass jene Gegebenheit, die mir unterbreitet wurde, möglich sein könnte. Aber jedes Mal wenn sich mein Bewusstsein näher damit befassen wollte, habe ich die Sache sauber wieder verdrängt. Manchmal geht es so im Leben: Man hat eine Ahnung, doch will man sich der Tatsache nicht stellen. Zu unvorstellbar scheint es mir nun, dass zwei meiner besten Freunde mich Keuchen und nach Luft schnappen lassen sollen.

Swiss vs. American Asthma Inhalor
Swiss vs. American Asthma Inhalor

Aufgrund meiner Stirnhöhleninfektion und weil ich bisher noch nie wirklich Probleme mit meinen Sinussen hatte, wies mich meine HNO Ärztin an, einen Bluttest auf die gängigsten Allergien durchführen zu lassen. Es ist keine Seltenheit, dass Neuzuzügler in Zentraltexas gegen die hier stark verbreiteten Zedern und Eichen eine Allergie entwickeln. Das kann umgehend geschehen oder aber Jahre dauern. Früher oder später trifft zumindest die Zedernallergie die meisten. Mein Blut wurde also auf Antikörper gegen die üblichen Verdächtigen wie Gräser und Bäume der Region sowie Hausstaubmilben, Katzen, Schimmel etc. untersucht. Und natürlich – das einzige was anzeigte sind: Katzen. Ich habe es geahnt und bin entsprechend nicht allzu überrascht. Trotzdem ist die Eröffnung niederschmetternd. Wie können meine beiden lieben und so treuen Freunde, die mich bis nach Amerika begleitet haben (ob sie wollten oder nicht 😉 ), mich krank machen?

Oscar, the little punk rocker
Oscar, the little punk rocker

Es ist natürlich nicht erwiesen, dass meine Stirnhöhlensache von ihnen ausgelöst wurde. Auch nicht, dass sie an meinem Anstrengungsasthma schuld sind. Doch die Möglichkeit besteht. Eigentlich dachte ich es heisst „Gleiches mit Gleichem bekämpfen“. Und weil das Blut Antikörper bildet, sollte man immun werden gegen die Einflüsse. Doch leider ist dem gerade im Zusammenhang mit Allergien nicht so. Gerade Katzenallergien scheinen ein sehr unberechenbares Thema zu sein. Über 50 Prozent der Asthmafälle in Amerika stehen in Zusammenhang mit Allergien, für fast 30 % davon ist eine Empfindlichkeit auf Katzen verantwortlich. Studien deuten darauf hin, dass Erwachsene, die bereits als Kinder oft mit Katzen in Kontakt kommen, eher vor einer Allergie verschont bleiben (Mist, und wir hatten „nur“ Hasen, Meerschweinchen und Mongolische Rennmäuse…). Ob das Zusammenleben mit Katzen die Allergie verschlimmert oder verbessert, scheint allerdings eher zufällig; noch konnte nichts durch Langzeitstudien nachgewiesen werden, es scheint, dass sich der Zustand betroffener Personen genauso oft verbessert wie verschlimmert. Ich hoffe natürlich, ich zähle zu Ersteren.

What a sleepy-head
What a sleepy-head

Denn eines ist klar: Nach allem, was ich mit meinen zwei Tigern erlebt habe, gebe ich sie nicht weg. Immerhin habe ich keine dauernden schlimmen Beschwerden. Da ich allerdings seit meiner Immigration deutlich mehr Zeit mit ihnen verbringe, schliesslich bin ich nicht mehr den ganzen Tag berufsmässig ausser Haus, haben wir uns entschieden, sie aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Das bietet nicht nur meinen Atemwegen einige Stunden Erholung, sondern uns Menschen auch mehr Beinfreiheit beim Schlafen.

Me when running...
Me when running…

Dass sich mein Darth-Vader-artiges Gekeuche nach einem Dauerlauf ohne vorherige Inhalation aber demnächst verbessert, bezweifle ich. Doch immerhin habe ich nun die Möglichkeit herauszufinden, wie schlimm meine Allergie ist, und wie ich ihr entgegenwirken und mich vor weiteren Atemproblemen schützen kann. Denn wie gesagt: Es gibt kaum etwas wichtigeres als unsere Gesundheit.

First of all: Happy Easter to y’all! (Featured photo: http://www.guy-sports.com/fun_pictures/bunny_butt_hurts.jpg)Bad tidings reached me this week. I was struggling for a while now with the thought that the fact that was disclosed to me, might be a real possibility. But every time my consciousness wanted to dig into the topic more closely, I banished the thought from my mind. That’s how it sometimes is in life: You get a certain feeling about something but don’t dare to face the facts. Accordingly inconceivable it seems to me that two of my best friends should be responsible for my wheezing and gasping for breath.

Due to my sinus infection and because I’ve never really had any problems with my sinuses, my ENT doctor asked me t get my blood tested for common allergies. It is not uncommon that newcomers to Central Texas develop an allergy against the here widespread cedar and oak trees. This can happen immediately or over several years. Sooner or later at least the cedar allergy gets to most Austinites. Therefore, my blood was tested for antibodies against the usual suspects such as various grasses and trees of the region as well as dust mites, cat dander, mold etc. And of course – the only thing that caused a reaction was:Ccats. I did have a suspicion that this might be possible so I wasn’t too surprised. Nevertheless, the revelation is somewhat devastating. How can my two dear and steadfast friends who accompanied me all the way to America (whether they wanted to or not 😉 ) make me sick?

Of course, there is no proof that my sinus infection was actually triggered by them. Nor that they are to blame for my exercise-induced asthma. However, it might just be possible. But then again I always thought to “fight fire with fire”. And because the blood forms antibodies it should keep me immune to said influences. Unfortunately though, this doesn’t necessarily prove true when it comes to allergies. Especially cat allergies seem to be very unpredictable. About 50 percent of all asthma cases in North America are related to allergies, with a sensitivity to cats responsible for almost 30 % of them. Studies suggest that people who are exposed to cats early in life may actually be better protected from developing cat allergies (blast it, and all we had as kids was rabbits, guinea pigs and gerbils…). Whether living with cats worsens or improves the allergy seems rather random, however; longtime studies so far failed to establish proof for either theory. It appears that the condition of affected persons improved just as often as not. Of course I hope I belong to the former group.

One thing remains clear: After all that we experienced together, I will not give away my tigers. After all, I don’t have any lasting dreadful problems that I could connection directly to the cats. However, because I spend significantly more time with the tigers since my immigration – after all I’m no longer away from home all day because of my job – we decided to banish them from our bedroom. This not only provides my airways with a few hours of rest but also us humans with some more legroom while sleeping.

Still, I doubt that my Darth-Vader-like wheezing after a run will improve any time soon. But at least I now have the opportunity to find out how bad my allergy really is and how I can counteract and protect myself from further breathing issues. As I said: There is hardly anything more important than our health.

Highway, Broadway & my way

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Highway sign area 51
Highway sign area 51

Meinen letzten Artikel habe ich mit der Bemerkung über die grüne Autobahnbeschilderung sowohl in der Schweiz wie in Amerika geschlossen. In der Englischen Übersetzung habe ich entsprechend vom “Highway” gesprochen, was zwar etwas Interpretationsspielraum zulässt – Highway steht hier auch für Hauptstrasse, Landstrasse oder Autostrasse – mich aber nahtlos zu meinem heutigen Thema bringt.

Im Dezember vergangenen Jahres haben mich zwei Netcetera-Gspanen und gute Freunde von mir in San Antonio besucht. Ich habe mich uuuungemein über diesen Besuch gefreut, denn ich war einerseits schon genügend lange im Land, um die beiden etwas herumführen zu können, andererseits aber auch schon so lange aus der Schweiz weg, dass ich gut etwas Besuch aus der alten Heimat brauchen konnte.

In den fünf Tagen, die sie hier waren, haben wir so einiges erlebt und noch viel mehr gelacht. Wir hatten definitiv phasenweise alle Muskelkater an Gesicht und Bauch vom ausgiebigen Gelächter. Eine Situation, die uns etwas atemlos vor lauter Lachen zurück liess, habe ich euch ja schon beschrieben; der Moment, als ein Verkäufer auf mich zukam und mich zu textete, um dann perplex festzustellen, dass ich ihn nicht mehr erkenne – dies natürlich deshalb, weil er kurz zuvor nicht mit mir, sondern mit meiner zu Besuch gekommenen Freundin Evelyn gesprochen hatte.

The inglourious three
The inglourious three

An einem der Tage, als die Sonne in ihrer strahlenden Wärme vom Himmel schien, besuchten wir gemeinsam eine Ranch etwas ausserhalb von Bandera, um einen Western Austritt zu geniessen. Das barg vor allem für Evelyn viel Lachpotential, konnte sie doch zwei Laien beim herum schaukeln auf ihren Pferden zugucken. Zudem konnten wir es fast nicht glauben, als unser Tourenführer uns erklärte – nachdem ich ihm von meiner Einwanderung in die USA erzählt hatte – dass seine Freundin Norwegerin (oder war es Schwedin?) sei und er deshalb demnächst nach Norwegen (oder doch Schweden? Norwegen würde bei einer Schwedischen Freundin nicht viel Sinn ergeben…) auswandern werde – klassisch. Der wird bestimmt auch viel zu erzählen haben, ein Texaner in Norwegen… oder eben Schweden…

X-mas decoration à la US
X-mas decoration à la US

Den Lachhöhepunkt erlebten wir allerdings – nebst einer äusserst ausgiebigen und aufgekratzten Foto-Session in einer weihnächtlich dekorierten Nachbarschaft – in der Shopping-Mall at la Cantera in San Antonio. Auch diese war, wie wohl ganz Amerika, mit fescher Weihnachtsdeko aufgemotzt. Für die anscheinend unterdeckorierten Schweizer ein wahres El Dorado der Fotografie. Speziell ein mit Geschenken unterlegter Weihnachtsbaum hatte es meinen Besuchern angetan. Und weil wir so schön zusammenstanden, schrie es förmlich nach einem Gruppenfoto. Nachdem wir einige Minuten vergeblich mit unseren iPhones und viel zu kurzen Armen versucht hatten, einen brauchbaren Selfy zu produzieren, kam uns ein freundlicher Einheimischer zu Hilfe. Wie es sich gehört fragte er äusserst freundlich, ob er

The ominous "Highway" photo
The ominous “Highway” photo

uns behilflich sein könnte und ein Foto von uns machen soll. Freudestrahlend bejahten wir und warfen uns in Pose. Nach ein, zwei Fotos bemerkten wir, dass der liebe Herr das iPhone stets seitwärts hielt, was mich vermuten liess, dass die Spitze des Christbaumes oder von unseren Hälsen abwärts nichts auf dem Foto auftauchen würde. Mein zweiter Besucher, ich will ihn vorsichtshalber mal Mr. Peace nennen, schliesslich will ich hier niemanden blosstellen, teilte diese Vermutung und machte sich prompt daran, den Herrn ein Foto in Hochformat zu bitten: „Sir, please, could you also take one the high way?“ Wider meiner besseren Erziehung brach sofort in schallendes Gelächter aus, kurz gefolgt von Evelyn, während Mr. Peace weiter mit dem verstörten Fotografen verhandelte und uns zwischendurch verdutzte Seitenblicke zuwarf. Als ich ihm „Highway, really??!?“ zuflüsterte, war auch auf seinem Gesicht ganz plötzlich das Strahlen der Erkenntnis zu erkennen. Trotzdem blieb er irgendwie in seiner Welt gefangen und lamentierte weiter mit unserem freundlichen, aber leicht verunsicherten Fotografen von wegen, er solle doch das iPhone „the high way (Highway) instead of the broad way (Broadway)“ halten, damit wir zwei verschiedene Formate zur Auswahl hätten.

The cackling chicken
The cackling chicken

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass wir, nachdem der arme Mann uns kopfschüttelnd verlassen hatte, noch Ewigkeiten wie gackernde Hühner in der Mall umherwandelten, uns immer wieder krümmten vor Lachen und „Seriously, highway AND broadway?!“ vor uns hin brabbelten. Natürlich war danach nichts mehr mit ernsthafter Unterhaltung, wir produzierten nur noch Stuss, und falls per Zufall doch mal was Vernünftiges über unsere Lippen kann, konnten wir uns trotzdem nicht halten vor Lachen. Wie die Primarschüler: Einmal angefangen kaum zu stoppen.

Es tut mir leid, lieber Mr. Peace, doch du hast mir versichert, es wäre okay wenn ich diese Geschichte mal zu (virtuellem) Papier bringe. Ich hoffe stark, dem ist auch jetzt noch so. Zumindest habe ich das Timing sauber eingehalten – du bist ohnehin gerade in Südamerika untergetaucht. Das nenn ich mal „my way“ 🙂

I concluded my last article with the comment about the green signs that mark both the Swiss and American highways. The term “highway” in English allows a little room for interpretation – it is not only used for freeways but also for main streets and interstate roads –nevertheless, it brings me seamlessly to my today’s topic.In December last year, a Netcetera-lad –lassie who have also become good friends of mine visited me in San Antonio. I was iiiiiiimmensely excited about their visit because not only had I been in the country long enough to actually be able to show them around a bit but I had also been gone from Switzerland long enough to really appreciate a visit from the old homeland.

In the five days of their stay here we saw a lot and laughed even more. We definitely developed a muscle ache in our faces and bellies from the extensive guffawing at times. One situation that left us somewhat breathless with laughter I described in an earlier blog; the moment when a salesperson came up to me and started blabbering, only to perplexedly note that I didn’t recognize him anymore – because shortly before he had not talked to me but my visiting friend Evelyn instead.

On a beautiful day with the sun shining from the sky in her radiant warmth we went to visit a ranch just outside Bandera so we could enjoy some Western style horseback riding. This held an especially high potential for amusement for Evelyn since she as a semi-professional rider would be able to watch two laymen swing and sway around on their horses like puppets. In addition, we could hardly believe it when our tour guide explained to us – after I told him about my immigration to the U.S. – that his girlfriend was Norwegian (or was it Swedish?) and that he therefore would soon emigrate to Norway (or Sweden again? Norway wouldn’t make much sense if his girlfriend was Swedish…) – classy. I’m sure he will have many stories to tell, too, as a Texan in Norway… or Sweden again…

However, we reached the peak of our laughing experience – in addition to a very extensive and over the moon photo session in a Christmassy decorated neighborhood – in the shopping mall at La Cantera in San Antonio. The mall too, as pretty much all of America I reckon, was souped up with jaunty Christmas decoration. A true El Dorado of photography for the apparently under-decorated Swiss visitors. They had taken a specific fancy to a Christmas tree with gift boxes nicely placed underneath it. And because we were all standing together so nicely, the moment really begged for a group picture. After we had tried for several minutes in vain to produce a useful selfie with our iPhones and way too short arms, a friendly local came to our help. As could be expected, he asked very kindly if he could assist and take a picture of us. Beaming with joy we accepted and struck up a pose. After one or two photos we noticed that our dear gentleman always held the iPhone sideways which let me suggest that either the top of the Christmas tree or everything from our necks downwards would be missing from the photo. My second visitor – I shall call him Mr. Peace as a precaution, I don’t mean to expose anyone to ridicule here after all – shared my assumption and promptly started to request, in a very Swiss way, a photo in portrait format from our gentlemen helper: “Sir, please, could you also take on the high way?” Against my better upbringing I immediately burst into a peal of laughter, shortly followed by Evelyn, while Mr. Peace kept negotiating with the somewhat disturbed looking photographer, darting puzzled glances at us from time to time. When I whispered “Highway, really??” to him, all of a sudden his face beamed with understanding. Regardless, he somehow remained caught up in his world and kept on lamenting with our friendly but in the meanwhile slightly insecure photographer guy, telling him to hold the iPhone, in order for us to have two different formats to choose from, “the high way (Highway) instead of the broad way (Broadway)”.

You can probably imagine that, after the poor man had left us (shaking his head in disbelieve), we were roaming about the mall like clucking hens for ages, writhing time and again with laughter and gabbling “Seriously, highway AND broadway?!” to ourselves. Of course after that we couldn’t strike up a serious conversation anymore, all we produced was nonsense and even if something reasonable escaped our lips, we couldn’t stop ourselves from giggling. Like the school kids: Once started we were virtually unstoppable.

So I’m sorry, Mr. Peace, for exposing you in this way but you kept assuring me that it would be okay if I brought this story to (virtual) paper. I certainly hope that this is still true. At least I have timed the appearance of the blog nicely – you just went underground in South America. That’s what I call “my way” 🙂

A (pretty) smoove move

At last – es ist geschafft. Die Wohnung in San Antonio ist gereinigt, die Schlüssel ausgehändigt – und wir erleichtert, glücklich, aber auch kaputt. Obwohl es ein relativ “kleiner”, und auch schon seit langem vorausgeahnter Umzug war, ging er doch an die Substanz. Vor allem mir, was sich dann auf die Katzen und schliesslich auch auf den liebenden Ehemann übertrug. Mich hat die erneute Veränderung zur Einsicht gebracht, dass ich mir in nächster Zeit etwas geistige Ruhe gönnen muss. Soll heissen, nicht so viel darüber nachzudenken, was ich tue und was ich in naher Zukunft tun sollte.

Bis jetzt habe ich die Wirkung meiner Übersiedlung und der damit verbundenen Anpassungen und neuen Erfahrungen sehr unterschätzt, respektive meine Anpassungsfähigkeit einigermassen überschätzt. Na klar, ich dachte mir, von einem Ort in einen anderen zeihen – das habe ich in meinem Leben doch schon einige Male geschafft, keine grosse Sache. Doch Tatsache ist – es war und ist eine grosse Sache. Sämtliche Freundschaften und Familie hinter sich zu lassen, einen lieb gewonnen Job und die seit 40 Jahren gewohnte Umgebung durch eine neue Landschaft, andere soziale Werte und eine fremde- selbst wenn noch so geliebte – Sprache auszutauschen, das ist wahrlich kein Schleck. Mein Mann hat es sehr gut gesagt: Ich bin zwar äusserst anpassungsfähig, doch für jemanden, der aus einem so stabilen Umfeld wie ich stammt – solide Familienverhältnisse, langjährige Freunde, nicht ständig wechselnde Jobs, stabile wirtschaftliche Verhältnisse – der ist sich so tiefgreifende Neuerungen wie ich sie gerade durchmache nicht gewohnt. Immerhin habe ich die ersten 39 Jahre meines Lebens praktisch in einem Umkreis von ca. 60 km verbracht. Da konnten auch meine Weltreise und meine Weltoffenheit mich nicht auf die Folgen für meine Psyche vorbereiten.

Keine Angst, ich bin nicht gerade in eine Depression verfallen. Ich bemerke lediglich, dass ich zwischendurch einfach sehr viel von mir selber verlange: Ich will sämtliche Insider-Jokes kennen, jeden noch so abgefahrenen Südstaaten-Slang verstehen, die Gedankengänge des Amerikanischen Volks nachvollziehen können, die vielen Feiertage kennenlernen, die Geografie und vor allem Strassenführung im Kopf behalten können und nebenbei noch Spanisch lernen. Ganz abgesehen davon, was mein Unterbewusstsein alles ohne mein kognitives Wissen im Hintergrund noch alles verarbeitet. Da ist es wohl kein Wunder, dass klein Luzi im Durcheinander des Zügeltumults einfach mal schlapp macht und geistig zusammenbricht. Zum Glück erfahre ich auch hier, wie bisher immer in meinem Leben, viel Liebe und Verständnis, womit diese Episode rasch überstanden war.

Nachdem ich nun so einiges klarer sehe, versuche ich stark, meine nähere Zukunft möglichst offen zu halten. Damit ich jetzt loslassen und so richtig zu geniessen anfangen kann. Einfach meinen Instinkten folgen, auf den Bauch hören. Als erstes werde ich bestimmt meinen Geist beim Schwimmen im Pool und Herumwandern, Laufen und Velo fahren in der erweiterten Umgebung baumeln lassen. Darauf habe ich mich nämlich schon lange gefreut. Und auch wenn ich noch kein eigenes Fahrrad besitze, so gibt es doch im nahegelegenen Zilker Park Mietstationen für eBikes. Wunderbar. Damit ist von Downtown bis zu uns nach Hause alles ideal und in vernünftiger Zeit auszukundschaften. Das Schöne daran? Nebenbei lerne ich erst noch auf spielerische Weise die Geografie meiner neuen Heimat Süd-Austin kennen.

Und zu eurer Beruhigung kann ich gleich festhalten: Das Schreiben ist mir keine Belastung, im Gegenteil – es lässt mich viele Dinge klarer sehen. Somit bleibe ich in Bewegung und albern wie immer und kann euch weiterhin über meine verschiedenen kleinen, verrückten Abenteuer auf dem Laufenden halten!

On the move

Our new gym
Our new gym

Samstagabend. Das klingt nach Musik, Bier und guter Laune. Hat so auch für mich gestimmt, wenn auch etwas anders als erwartet: Die Musik spielt gerade in meinem Kopf, das Bier ist eine Bud Lime-a-Rita und die gute Laune hat eigentlich durchgehend angehalten. Nur beim raufhieven des Sofa’s in den ersten Stock hat sie – zumindest bei mir – einen kurzen Knick erlitten. War ganz schön anstrengend, vor allem nachdem wir am Freitag bereits unsere gesamte Habe in den 24 Fuss Truck eingeladen und am Samstag dann eben bereits fast alles wieder ausgeladen hatten. Aber wir haben’s geschafft. Zu zweit. Bei guter Gesundheit und ohne zu argen Muskelkater. Endlich zahlen sich die Stunden im Fitness aus 😉

Pool & BBQ Barton Creek Landing
Pool & BBQ Barton Creek Landing

Was mir persönlich zu meinem Glück noch fehlt sind – natürlich: die Katzen. Die haben wir noch zurückgelassen. Zusammen mit einer mehrheitlich leeren Wohnung und sämtlichen Putzutensilien. Die beiden waren ganz schön verunsichert ob der sich leerenden Wohnung und unserer selbst für unsere Standards abnormen Geschäftigkeit. Es tat mir leid, sie unter diesen Umständen zurückzulassen, doch habe ich ihnen mehrheitlich versichert, dass wir zurückkommen und sie nachholen werden. Doch wer weiss schon, ob sie es verstehen? Mein geliebter Ehemann hatte vorgeschlagen, dass wir sie noch in San Antonio lassen, bis wir fertig eingerichtet sind. Einerseits ersparen wir ihnen dadurch den Stress einer neuen, sich ständig verändernden Wohnung, andererseits können sie so noch einige Tage länger ihre Freiheit geniessen. Er hat natürlich – wie fast immer – recht. Wenn sie dann mal hier sind heisst es wieder 4 Wochen eingewöhnen.

Trotzdem – ich vermisse sie ganz arg. Deshalb vertraue ich fest darauf, dass sie sich – einmal hier – mehr über die wiedererlangte Gesellschaft der futterservierenden Zweibeiner freuen als sich über die (vorübergehende) verlorene Freiheit zu ärgern. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, den beiden unser neues Daheim zu präsentieren. Am Dienstag sollte es eigentlich soweit sein. Denn ausser Bohrereien ist alles parat: Zusammengestellt, gereinigt, eingeräumt und dekoriert. So geht das.

My next move

Ich bin soweit: Die Koffer sind gepackt und ich bereit zum Abhauen. Obwohl mir San Antonio wirklich ans Herz gewachsen ist muss ich weg von hier. Nein, muss ist zu viel gesagt. Ich möchte weg. Nicht wegen San Antonio. Wegen Austin. Und Greg. Ach, all die Männer…

Was ich eigentlich ausdrücken will ist: Der beste aller Ehemänner und ich ziehen um. Wegen seines Jobs. Nach Austin. Ich bin nicht wirklich überrascht, es hatte sich schon seit Längerem abgezeichnet, dass im Frühling 2014 ein Umzug ansteht. Und auch wenn ich erst seit knapp einem halben Jahr in Texas bin, stört mich der erneute Wohnungswechsel nicht. Natürlich – inzwischen konnte ich mir hier einige Bekannte schaffen und auch die Umgebung ist mir derweil einigermassen vertraut geworden. Vor allem der nahe gelegene Hardberger Park hat es mir angetan. Aber ich glaube daran, dass wir erneut ein solches Glück haben können, und wir es wieder mindestens so gut haben werden.

Resort-view from our living room
Resort-view from our living room

Was mich zu dieser Überzeugung bringt? Einerseits eine positive Einstellung. Andererseits der neue Wohnort, den wir uns ausgesucht haben. Wir haben wieder eine kleine aber feine Wohnung, diesmal im ersten Stock mit Schrägdecke, zwei Balkonen und einem Blick auf den Community Pool (Salzwasser, ganzjährig geheizt) wie in einem Luxus-Resort. Echt traumhaft. Ganz ehrlich – ich glaube, ich werde mir noch etwas Zeit lassen mit der Job-Suche. Muss mich ja schliesslich erst wieder einleben 😉

Am meisten aber überzeugt mich Gregs Vorfreude. Ich kann sie ihm förmlich ansehen. Er kommt in eine alte, geliebte Heimat zurück, einen Ort, an dem er sich zuhause fühlt, sich auskennt und weiss, wie der Hase läuft. Und vor allem, einen Ort, an dem etwas mehr los ist, zu dem er mich ausführen kann. Man denke nur an das nächste Woche anstehende SXSW (insert link: http://www.sxsw.com)(South-by-Southwest) Festival. Das sind neun Tage Film, Musik und “Interactive” Festival (interaktiv = top-aktuelle Technologie und digitale Kreativität). Zudem können wir hier ganzjährig in Bars der Live-Musik teilweise recht bekannter Bands frönen, es gibt einen Park wieder ca. 2km von unserer Wohnung entfernt zu dem ein Naturpfad entlang eines Baches führt, was natürlich ideal für meine Läufe ist. Im Park gibt es ein öffentliches Schwimmbad am Fluss, man kann Velos und Kanus und SUPs mieten – einfach perfekt für mich und meinen Bewegungsdrang. Und unsere Wohnung ist geschätzte 5 Minuten zu Fuss von Gregs Büro entfernt. Was will man mehr.

Home is where our cats are
Home is where our cats are

Doch zurzeit stecken wir noch in den Vorbereitungen zu alledem. Eine kleine Portion haben wir schon mal per Auto in die neue Wohnung verfrachtet, das heisst während mein hart arbeitender Ehemann brav seinen Meetings in Austin bewohnte, habe ich schon einmal einige Boxen in die Wohnung gehievt und damit einen ersten Hauch an Wohnlichkeit verbreitet. Aber wie immer ist auch hier daheim nur, wo die Katzen sind – also schnellstens die Zügelei hinter uns bringen und die Fellbündel einpacken, damit wir auch wirklich ein Zuhause haben!

I proudly present: My new web-pages

Or: An inspiration hit me

Den aufmerksamen Beobachtern unter euch ist es vielleicht schon aufgefallen: Ich habe meine Website durch eine neue Seite – samt etlichen Unterseiten – erweitert. Willkommen zu meinem neusten Projekt. Natürlich, wie könnte es anders sein, hat es mit Katzen zu tun. Oder besser gesagt, mit einer Katze: Meinem Kater Merlin.

Merlin with his "zipper"
Merlin with his “zipper”

Im Frühjahr 2013 erhielt er – via mich – die Diagnose «Feline Megacolon» gestellt. Was das ist? Das könnt ihr eben in meinen neuen Seiten nachlesen. Denn ich war vor einem Jahr noch genauso unwissend wie wahrscheinlich die meisten von euch. Der Tierarzt empfahl mir damals umgehend, eine Operation am Darm der Katze durchführen zu lassen, da dies die einzige wirkliche Heilung für das Problem darstelle. Meine Antwort kam so schnell, dass nicht nur der Tierarzt, sondern ich selbst total überrumpelt war: „Nein.“ Wie jetzt, nein? Meine Ablehnung einer Operation an den Eingeweiden meiner Katze gegenüber basierte auf der Annahme, dass ich ihr den Rest ihres Lebens Medikamente verabreichen müsste. Im Nachhinein kann ich mir diese Blitzgedanken nur damit erklären, dass ich zu viele Filme und Berichte über Organverpflanzungen gesehen haben muss. Denn bekanntlich soll ja nach dem Einsetzen eines fremden Organs – soweit ich mich erinnern kann – dem Abstossen der neuen Innerei durch entsprechende Medikamente vorgebeugt werden. Dass bei der vom Tierarzt erwähnten Operation aber nichts eingenäht wird, das schien mir in der Aufregung total entfallen zu sein.

Jedenfalls klärte mich der Veterinär geduldig zum Thema Megacolon bei Katzen auf. Ihm danke ich an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen für seine Unterstützung, Geduld, Beratung und sein Verständnis mit mir. Auch sei erwähnt, dass ich keine Website mit tiermedizinischem Inhalt publik machen wollte, die nicht auch tierärztlich geprüft ist. Entsprechend habe ich eben jenen Vet gebeten, meine Schriften zu überprüfen, was er auch prompt getan hat – simply amazing!

So kann es gehen im Leben: Viele Faktoren führten dazu, dass ich mit Merlin zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war, um auf eben jenen Tierarzt zu treffen. Ich glaube nicht unbedingt, dass es Vorsehung war; aber etwas, das wir uns anscheinend verdient hatten. Klar, wir mussten auch dafür bezahlen. Aber das ist eben Voraussetzung, wenn gute Dinge im Leben passieren sollen – man muss bereit sein, dafür den entsprechenden Preis zu bezahlen. In diesem Fall hat es sich hundertprozentig gelohnt. Aber lest selbst, dann wisst ihr vielleicht, wovon ich rede.

IMPORTANT: New phone number!

For English see below

Es ist soweit… gerade als wir in den T-Mobile Laden spazierten musste ich feststellen: Swisscom hat mich abgeschnitten! Nun gut, deshalb waren wir ja hier – um mir eine US SIM Karte zu besorgen.

Und dank der von Swisscom im April oder so lancierten SIM Lock Aufhebung hat das auch wunderbar funktioniert. Ab sofort bin ich also unter neuer US Mobile Nummer erreichbar (wird per eMail versandt).

Aber am guenstigsten weiterhin via Skype, WhatsApp, eMail etc.

(Grossartig: Diese Nachricht zu schreiben hat mich nur etwa 20 Minuten und 87 Tippfehler gekostet… waehrend Greg freundlicherweise meinen Laptop von einer verlorenen Datei befreit – wie das geht? Keine Ahnung, darum hab’ ich’s ja auch nicht selbst hingekriegt – tippe ich auf seinem Laptop rum… ja genau, mit der Amerikanischen Tastatur… “z” und “y” Verwechslungen habe ich mir schon laengst abgewoehnt, doch die ganzen Gedankenstriche, Klammern, Fragezeichen nebst den ausgeschriebenen Umlauten ohne Wutanfall richtig hinzukriegen – das ist schon eine ziemliche Leistung 😉


The time has come… just as we strolled into the T-Mobile shop I had to discover that Swisscom had cut me off it’s net! Well, that’s why we’re here, right – to get me my very own US SIM card.

And thanks to Swisscom’s SIM lock suspension in April or so this year, all worked out just fine. As of now I’m therefore reachable under my new US mobile number (will be announced by email, don’t want the whole world to know it…).

Most favorable though is still Skype, WhatsApp, Viber, email etc.

(Great: Writing this message only cost me like 20 minutes and 87 typos… while Greg is ridding my laptop from a lost file – how that works? No idea, that’s why I couldn’t handle it myself – I’m typing around on his machine… yep, exactly, with American keyboard… I’ve gotten used to the “z” and “y” mix-ups a long time, so at least that’s not a problem. But that still leaves you with all the dashes, brackets, question marks and on top of all that the written out umlauts… to handle all this without breaking into a tantrum – that’s quite an achievement 😉

Last Leg of Our Journey

IMG_1242For English see below

LETZTER TEIL UNSERER REISE

Auch auf dem zweiten Flug, von Newark, New Jersey, nach San Antonio hat alles bestens geklappt mit der Benachrichtigung – grad als die Türen geschlossen wurden kam die Stewardess zu mir um mir mitzuteilen, der Pilot lasse ausrichten, dass meine zwei Katzen soeben verladen wurden.

Die warten wirklich bis zuletzt mit dem Verladen, um den Tieren möglichst die Geräusche und Vibration der Maschine zu ersparen. So sind wir alle gut angekommen und liebend in Empfang genommen worden.
Greg hatte ja extra einen Van gemietet um sicher uns alle plus meinen Koffer verladen zu können. Wahrscheinlich hätten die Käfige auch auf die Rückbank des BMW gepasst, aber sicher ist sicher.
Nach all der Fliegerei verlief die Autofahrt recht ruhig. War wohl ein “piece of cake” für die zwei nach all dem Krach und Geholper in den Flugis 😉


On the second flight from Newark, New Jersey, to San Antonio, the notification regarding the cats came promptly, too – right when the doors were closed a stewardess approached me to pass on the pilot’s update that my cats have been loaded.

The airline really waits until the last minute to load them to spare the cats the noise and vibration of the machine. Well, and thus we’ve all arrived well and been welcomed lovingly.
Greg rented a van for this occasion, being unsure as to whether the two kennels would fit onto the backseats of his BMW, though now we’re pretty sure we could have done it.
After all the flying, the car drive went comparatively quiet. I guess it seemed like a “piece of cake” for the two tigers after the noisy and bumpy flight 😉

On the (Air) Road

IMG_1112For English see below

es esch drü ortsziit ond ech foh grad s drette mol die nochrecht aa…

ech be dör alli kontrolle ond frogerondine döre ond jetzt offiziell US resident (nederglasseni… oder ei buechstabe wo zom presidänt fählt 😀 ). jupiii !

es esch alles beschtens glaufe, vom chatze abgäh (sorry brüetsch, hoffe s auto stenkt nömme z arg 😀 ), iichecke, dör alli kontrolle etc. au d chatze hends zmendescht guet ofe flog gschafft. woni z zöri i flüger iigstege be ond d stewardess noch de busels gfrogt ha, hed grad de co-pilot ome egge gluegt ond gseid er heig etz grad gseh wie’s iiglade worde seged, “merlin and oscar, right? a grey and a red and white tiger?” joooo, genau !!! “no worries ma’am, they’re meowing away happily” 🙂
etz ändlech hani chli ziit (well mer e stond schneller gseh send !!) ond cha mer es bier gönne. schön !!! ech be zwar emmer nochli müed, aber glöcklech 🙂
bes morn oder so be de wiitere brechterstattig, alles liebi, luzi :-O


It is 3 o’clock local time and I’m starting over this message for the third time…

I’ve gone through all the checks and questionings and am as of now an official US resident (only one letter missing to the President 😀 ). yayyy !

Everything went excellently, starting from handing over the cats (sorry bro, I hope your car will stop stinking at some point 😀 ), check-in, through all the checks etc. The cats caught the flight nicely and in time for when I entered the plane in Zurich and asked the stewardess about the kitties, the co-pilot glanced around the corner and told me he just witnessed them being boarded… “Merlin and Oscar, right? A grey and a red and white tiger?” Yep, that’s them!!! “ No worries, ma’am, they’re meowing away happily.” 🙂
Now finally I’m able to treat myself to a beer (because used an hour less than expected!!). Nice!!! Though I’m still a bit tired, I am happy 🙂
See you tomorrow or so, when I update you again. Warm regards, Luzi :-O