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Saint Anthony’s cryptic ways

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Asthma vaporizer
Asthma vaporizer

Könnt ihr euch an meine Erzählung über die lieben felligen Freunde, die mir die Luft zu nehmen drohen, erinnern? Eigentlich war ich überzeugt, mit der Diagnose wäre es getan, ich fühlte mich bereits beim Arztbesuch wieder recht gut und so dachte ich mir nichts dabei, als ich mich am darauffolgenden Montag, also eine ganze Woche später, auf einen kleinen, lockeren Rundlauf machte. Ging alles wunderprächtig, nicht einmal inhalieren musste ich! 20 Minuten war ich gelaufen und keinerlei Verengung machte sich breit. Sicherheitshalber habe ich dann trotzdem noch einen Lungenzug voll inhaliert, einfach um sicherzugehen, dass ich nicht nach dem Lauf einen plötzlichen Asthmaanfall erleide. Ging alles bestens. Bis tags darauf, als ich so ein leichtes Brennen in meinem Hals bemerkte.

Rattlesnake
Rattlesnake

Mittwochs dann ging’s mir hundeelend: Triefende Nase, verstopfte Stirn- und Nebenhöhlen, rasselnde Atmung, das ganze Programm halt; Darth Vader goes Klapperschlange. Ich kroch so richtig den Wänden entlang. Hatte mich das Elend also doch noch eingeholt. Inzwischen ist Freitag und ich fühle mich dank der umsichtigen Pflege meines geliebten Ehemannes schon um einiges besser, wenn auch noch etwas beduselt. Lange haben wir beide darüber nachgedacht, was die plötzliche Infektion ausgelöst haben könnte. Gemeinsam kamen wir mit vielerlei Theorien auf: Der Körper passt sich an das neue Klima an, die Atemwege müssen sich an die inzwischen ständig laufenden Deckenventilatoren gewöhnen, Stress (ja genau, wovon sollte ich wohl gestresst sein??!), mentale Blockaden von denen ich wortwörtlich „die Nase voll“ habe, also Dinge die losgelassen werden sollen (noch mehr loslassen… was denn noch, bitte??!?), das Zusammenspiel zwischen verstärkter Atmung während des Laufens mit den Sekret verdünnenden Medikamenten gegen die Sinus Infektion, zu rasche Abkühlung nach dem Lauf usw. Es gibt noch eine Tonne weitere Gründe und vielleicht haben alle ein wenig mit meiner akuten Erkrankung zu tun. Einigermassen beruhigend finde ich die Tatsache, dass Greg während seines ersten Halbjahres in der Schweiz anscheinend ganz ähnliche Beschwerden erdulden musste. Adaption hat eben ihren Preis.

On our ominous "OMG-I-lost-my-wallet" bicycle tour
On our ominous “OMG-I-lost-my-wallet” bicycle tour

Heute Abend nun aber haben wir den wahren Grund für mein Leiden ausfindig gemacht: Ich habe Schulden. Schulden beim Heiligen Antonius. Dem Schutzpatron nicht nur der Vergesslichen und verlorenen Gegenstände – darum schon auch mal Schlampertoni genannt – sondern eben auch der an Fieber leidenden. Ihm schulde ich noch $5. Könnt ihr euch an die Geschichte erinnern? San Antonio in Santa Barbara. Da hatte ich ihm fünf Stutz versprochen, wenn wir Gregs Geldbeutel wiederfinden. Und wir haben ihn wiedergefunden. Umgehend. Bezahlt habe ich aber bis heute noch nicht. Natürlich habe ich mir bisher nichts weiter dabei gedacht, hat doch meine Lieblingstante bekennender weise immer über wesentlich längere Zeit Schulden bei ihm.

St. Anthony Church in Kyle, TX
St. Anthony Church in Kyle, TX

Allerdings nimmt er es ihr wohl nicht so übel, weil er weiss, dass sie bezahlt. Sie hat ihn meines Wissens schon etliche Male bezahlt. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert, so weiss er, dass er zu seiner Kohle kommt. Weil dies aber mein erstes Versprechen an ihn war, will er wohl Gewähr haben, dass ich meine Verpflichtung auch halte. Und um mich ein wenig anzuspornen, meine Zusicherung auch ernst zu nehmen, hat er mich vielleicht mein schlechtes Karma spüren lassen. Hätte ich jetzt noch Fieber bekommen, hätte ich ihn allenfalls wieder um Hilfe angefleht. Spätestens dann wäre mir bewusst geworden, welche unentschuldbaren Ausstände im Himmel ich noch habe. Unverzeihlich.

And I paid my dues.
And I paid my dues.

Natürlich lässt mein um mich besorgter Ehemann sich das nicht zweimal sagen. Umgehend hat er mich eine Antoniuskirche hier in der Umgebung ausfindig machen lassen. Da schauen wir morgen vorbei. Und bezahlen den Heiligen für seinen umgehenden Service. Inklusive Verzugszinsen. Und einer Vorauszahlung. Schliesslich will ich einem so mächtigen Mann nichts schuldig bleiben.

 

 

Scorching heat
Scorching heat sneaking up

P.S. In der Zwischenzeit sind meine Schulden beglichen und meine Heilung geht voran. Antonius sei’s gedankt, bei den inzwischen herrschenden Temperaturen in den oberen 30ern fühlt man sich auch ohne erhöhte Körpertemperatur stets ein wenig fiebrig.

Do you remember my story about my beloved furry friends who threaten to take my breath away? I was convinced that with the diagnosis this story would be done, especially since I already felt so much better on the day of my doctor’s visit. Therefore, I didn’t really think about it when I went for a leisurely run the following Monday which was a whole week after my visit at the doctors office. Everything went magnificently, I didn’t even have to use my inhaler! 20 minutes into the run and no perceptible constriction in my chest. Just to be on the safe side I still inhaled a puff from my vaporizer to prevent any possible post-run complications. But all went well. Until the day after when I noticed a slight burning sensation in my throat.

By Wednesday I was sick as a dog: Runny nose, stuffy sinuses, rattling breath, the whole program; Darth Vader goes rattlesnake. I was really crawling along the walls. So the misery caught up with me after all. It is Friday in the meanwhile and thanks to the prudent care of my beloved husband I feel much better, though still somewhat woozy. We thought for quite a while about what might have triggered the sudden infection. Together we came up with plenty of theories: The body is adapting to the new climate, the respiratory tract has to get used to the now constantly running ceiling fans, stress (of course, what could possibly stress me out??!?), a mental block that literally goes “up to my ears”, ergo things I have to let go of (more to let go of… what else can I let go of??!?), the interaction between increased respiration during the run and the medication intended to thin the mucus in my sinuses, cooling off too rapidly after the run etc. There are a ton of other reasons and perhaps all are playing a little role in my acute illness. Somewhat reassuring to me seems the fact that Greg apparently suffered very similar symptoms during his first six months in Switzerland. Adaption has its price.

Tonight, though, we tracked down the real reason for my suffering: I haven’t paid my dues yet. That’s a debt to Saint Anthony, the patron saint not only for the forgetful and lost articles – therefore sometimes called “sloppy Tony” (at least in Germany) – but is also called upon by people suffering from a fever. Anyway, I still owe him $5. Do you remember that story, too? San Antonio in Santa Barbara. That’s when I promised him five bucks if we find Greg’s wallet again. And we did find it. Like immediately. But my promised payment is outstanding to this day. Obviously, I didn’t think anything of it because my favorite aunt more than once confessed that she had outstanding payments with St. Anthony over a much longer period of time. However, he probably doesn’t take offense at her doing this because he knows she’s going to pay him. Because she already paid him many times, as far as I know. So even if it takes a little longer once in a while, he still knows he will get his dough from her. But since this was my first promise of payment to him he probably just wants to make sure that I stay committed. And to inspire me to take my assurance seriously, he maybe wanted me to feel my bad Karma. If I’d gotten a fever, too, I’m sure I would have begged him for his help again. Which might have reminded me of my inexcusable outstanding payment. Unforgivable.

Of course, my husband who’s worried for me does not need to be told twice. Immediately, he makes me look up a St. Anthony Church in the area. We shall look in on it tomorrow. And pay the Holy man for his ever prompt service. Including interests. And an advance payment. After all, I don’t want to owe anything to as powerful a man as him.

PS: In the meantime I paid my dues and my healing process is making progress. Thank Anthony, so to say, since the now prevailing temperatures in the mid-90s can make oneself feel feverish even without increased body temperature.

When your friends (literally) take your breath away

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Zuerst einmal: Frohe Ostern euch allen!! (Titelfoto: http://www.guy-sports.com/fun_pictures/bunny_butt_hurts.jpg)

Diese Woche wurde mir eine unheilvolle Nachricht eröffnet. Schon lange hatte ich mit dem Gedanken gerungen, dass jene Gegebenheit, die mir unterbreitet wurde, möglich sein könnte. Aber jedes Mal wenn sich mein Bewusstsein näher damit befassen wollte, habe ich die Sache sauber wieder verdrängt. Manchmal geht es so im Leben: Man hat eine Ahnung, doch will man sich der Tatsache nicht stellen. Zu unvorstellbar scheint es mir nun, dass zwei meiner besten Freunde mich Keuchen und nach Luft schnappen lassen sollen.

Swiss vs. American Asthma Inhalor
Swiss vs. American Asthma Inhalor

Aufgrund meiner Stirnhöhleninfektion und weil ich bisher noch nie wirklich Probleme mit meinen Sinussen hatte, wies mich meine HNO Ärztin an, einen Bluttest auf die gängigsten Allergien durchführen zu lassen. Es ist keine Seltenheit, dass Neuzuzügler in Zentraltexas gegen die hier stark verbreiteten Zedern und Eichen eine Allergie entwickeln. Das kann umgehend geschehen oder aber Jahre dauern. Früher oder später trifft zumindest die Zedernallergie die meisten. Mein Blut wurde also auf Antikörper gegen die üblichen Verdächtigen wie Gräser und Bäume der Region sowie Hausstaubmilben, Katzen, Schimmel etc. untersucht. Und natürlich – das einzige was anzeigte sind: Katzen. Ich habe es geahnt und bin entsprechend nicht allzu überrascht. Trotzdem ist die Eröffnung niederschmetternd. Wie können meine beiden lieben und so treuen Freunde, die mich bis nach Amerika begleitet haben (ob sie wollten oder nicht 😉 ), mich krank machen?

Oscar, the little punk rocker
Oscar, the little punk rocker

Es ist natürlich nicht erwiesen, dass meine Stirnhöhlensache von ihnen ausgelöst wurde. Auch nicht, dass sie an meinem Anstrengungsasthma schuld sind. Doch die Möglichkeit besteht. Eigentlich dachte ich es heisst „Gleiches mit Gleichem bekämpfen“. Und weil das Blut Antikörper bildet, sollte man immun werden gegen die Einflüsse. Doch leider ist dem gerade im Zusammenhang mit Allergien nicht so. Gerade Katzenallergien scheinen ein sehr unberechenbares Thema zu sein. Über 50 Prozent der Asthmafälle in Amerika stehen in Zusammenhang mit Allergien, für fast 30 % davon ist eine Empfindlichkeit auf Katzen verantwortlich. Studien deuten darauf hin, dass Erwachsene, die bereits als Kinder oft mit Katzen in Kontakt kommen, eher vor einer Allergie verschont bleiben (Mist, und wir hatten „nur“ Hasen, Meerschweinchen und Mongolische Rennmäuse…). Ob das Zusammenleben mit Katzen die Allergie verschlimmert oder verbessert, scheint allerdings eher zufällig; noch konnte nichts durch Langzeitstudien nachgewiesen werden, es scheint, dass sich der Zustand betroffener Personen genauso oft verbessert wie verschlimmert. Ich hoffe natürlich, ich zähle zu Ersteren.

What a sleepy-head
What a sleepy-head

Denn eines ist klar: Nach allem, was ich mit meinen zwei Tigern erlebt habe, gebe ich sie nicht weg. Immerhin habe ich keine dauernden schlimmen Beschwerden. Da ich allerdings seit meiner Immigration deutlich mehr Zeit mit ihnen verbringe, schliesslich bin ich nicht mehr den ganzen Tag berufsmässig ausser Haus, haben wir uns entschieden, sie aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Das bietet nicht nur meinen Atemwegen einige Stunden Erholung, sondern uns Menschen auch mehr Beinfreiheit beim Schlafen.

Me when running...
Me when running…

Dass sich mein Darth-Vader-artiges Gekeuche nach einem Dauerlauf ohne vorherige Inhalation aber demnächst verbessert, bezweifle ich. Doch immerhin habe ich nun die Möglichkeit herauszufinden, wie schlimm meine Allergie ist, und wie ich ihr entgegenwirken und mich vor weiteren Atemproblemen schützen kann. Denn wie gesagt: Es gibt kaum etwas wichtigeres als unsere Gesundheit.

First of all: Happy Easter to y’all! (Featured photo: http://www.guy-sports.com/fun_pictures/bunny_butt_hurts.jpg)Bad tidings reached me this week. I was struggling for a while now with the thought that the fact that was disclosed to me, might be a real possibility. But every time my consciousness wanted to dig into the topic more closely, I banished the thought from my mind. That’s how it sometimes is in life: You get a certain feeling about something but don’t dare to face the facts. Accordingly inconceivable it seems to me that two of my best friends should be responsible for my wheezing and gasping for breath.

Due to my sinus infection and because I’ve never really had any problems with my sinuses, my ENT doctor asked me t get my blood tested for common allergies. It is not uncommon that newcomers to Central Texas develop an allergy against the here widespread cedar and oak trees. This can happen immediately or over several years. Sooner or later at least the cedar allergy gets to most Austinites. Therefore, my blood was tested for antibodies against the usual suspects such as various grasses and trees of the region as well as dust mites, cat dander, mold etc. And of course – the only thing that caused a reaction was:Ccats. I did have a suspicion that this might be possible so I wasn’t too surprised. Nevertheless, the revelation is somewhat devastating. How can my two dear and steadfast friends who accompanied me all the way to America (whether they wanted to or not 😉 ) make me sick?

Of course, there is no proof that my sinus infection was actually triggered by them. Nor that they are to blame for my exercise-induced asthma. However, it might just be possible. But then again I always thought to “fight fire with fire”. And because the blood forms antibodies it should keep me immune to said influences. Unfortunately though, this doesn’t necessarily prove true when it comes to allergies. Especially cat allergies seem to be very unpredictable. About 50 percent of all asthma cases in North America are related to allergies, with a sensitivity to cats responsible for almost 30 % of them. Studies suggest that people who are exposed to cats early in life may actually be better protected from developing cat allergies (blast it, and all we had as kids was rabbits, guinea pigs and gerbils…). Whether living with cats worsens or improves the allergy seems rather random, however; longtime studies so far failed to establish proof for either theory. It appears that the condition of affected persons improved just as often as not. Of course I hope I belong to the former group.

One thing remains clear: After all that we experienced together, I will not give away my tigers. After all, I don’t have any lasting dreadful problems that I could connection directly to the cats. However, because I spend significantly more time with the tigers since my immigration – after all I’m no longer away from home all day because of my job – we decided to banish them from our bedroom. This not only provides my airways with a few hours of rest but also us humans with some more legroom while sleeping.

Still, I doubt that my Darth-Vader-like wheezing after a run will improve any time soon. But at least I now have the opportunity to find out how bad my allergy really is and how I can counteract and protect myself from further breathing issues. As I said: There is hardly anything more important than our health.

My Photo Stream

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Okay liebe Leute, ich erzähle ich euch jetzt mal die Wahrheit (hm, das lässt einen immer darüber wundern, ob ansonsten grösstenteils gelogen wird – nein!): In letzter Zeit habe ich nur fotografiert, was wirklich wichtig ist. Oder ich in einem Blog Beitrag wieder verwenden könnte. So haben sich nebst einem Bild unseres neuen Fitnesscenters – das ich offen gestanden noch nie getestet habe; einmal war ich nahe dran, stand auf der Laufmaschine, entschied mich dann aber trotz feucht-heisser 30°C einmal um den Park zu rennen – und eines Fotos unseres Filters für die AirCon (irgendwie schaffen wir es immer, ein Ausnahmeformat zu erwischen, deren Filter nur schwer zu ergattern sind), auch ein Bild eines «The Home Depot» Gestells angesammelt. Hierzu muss ich vielleicht erklären: «The Home Depot», hierzulande einfach nur Home Depot genannt, ist der grosse, aber jüngere Bruder des deutschen «Hornbach». Ebenso wie dieser in Orange gehalten, mit schreierischer Werbung und Läden, in die man locker drei Fussballfelder packen könnte.

Threaded Nipples
Threaded Nipples

Jedenfalls war kürzlich zwecks Installierung der Katzentür in unserer Wohnungstür ein Besuch beim orangen Riesen angesagt. Auch diesmal blieb nicht aus, was mir darin – und grundsätzlich in den meisten Amerikanischen Läden – regelmässig geschieht: Mir wurde ob des gigantischen Sortiments etwas dusselig, was mich dödelig und darum drollig macht. Muss daran liegen, dass es einfach zu viele glitzernde Dinge mit Schaltern und Knöpfen gibt. Oder mit lustigen Namen. So löste dann eben ein Rohrstutzen mit Gewinde, ein „Threaded Nipple“, bei mir Gelächter aus, was sich natürlich dann durch den ganzen Laden zog. Mr. R. ist das jeweils etwas peinlich, was aber den Vorteil hat, dass seine Entscheidungsfreude effizient gesteigert wird und wir jeweils um einiges schleuniger aus dem Laden sind.

Texas size lighter
Texas size lighter

Nun gut, das war ein kindischer Ausrutscher und ich muss mich dafür entschuldigen. Vor allem bei Mr. Rusu. Leider kann ich nicht versprechen, dass es nicht wieder vorkommt. Die weiteren Schnappschüsse sind da schon um einiges gereifter, vorwiegend Gemälde und sonstige von mir zu Kunstobjekten erkorenen Gegenständen. Und dann kommt auf einmal das echt Texanische Feuerzeug daher – selbst Mr. Rusu war beeindruckt ob der Monströsität. Das muss an dieser Stelle gesagt werden.

Where are the bold cats?
Where are the bold cats?

Den Rest meiner momentanen Fotosammlung machen vor allem Landschaftsaufnahmen von meinen bisherigen Ausflügen aus. Und Katzenfotos. Ja klar, die dürfen natürlich nie fehlen. Zur Zeit stehen aber weniger die Katzen selbst, als ihre Fellpracht im Vordergrund. Jetzt mal im Ernst: Hat jemand zwei nackte Katzen vorbeilaufen sehen? Ich könnte wohl den ganzen Tag damit verbringen, die beiden zu kämmen, bürsten und striegeln und trotzdem würden sie immer noch Haare lassen. Apropos: Gestern konnte ich es den beiden dann zurück zahlen. Nach meinem Besuch beim Frisör flogen noch einige Zeit kleine Haarschnippsel durch die Luft. Übrigens: Scheint es nur mir so, oder habe ich irgendwie schon eine amerikanische Frisur abbekommen?

Haircut gone American
Haircut gone American

Hier noch eine kleine Anekdote zu meiner äusserst präzise geplanten Arbeitszeit: Als ich den Laptop startete dachte ich mir, jetzt will ich doch mal wissen, wie viel Zeit ich durchschnittlich in einen Blog Beitrag investiere. Ich öffnete also eine einfache Textdatei um die Startzeit zu vermerken… es ging keine drei Minuten, bis eine Katze sich driiiiingendst auf meinen Schoss legen und ausruhen musste – schliesslich hatte sie den ganzen Tag mit anstrengendem auf der Treppe vor der Tür sitzen, Wind um die Nase wehen und Sonne aufs Fell braten lassen verbracht. So immobilisiert war ich den gezwungen, meine Arbeit kurzfristig niederzulegen, während ein Typ mit sieben Nägeln im Kopf den Ärzten von «Grey’s Anatomy» klarzumachen versucht, dass er bei vollem Bewusstsein und okay ist – dass er einen Hirntumor hat und entsprechend gar nicht okay ist, stellen die Ärzte erst fest, als sie alle Nägel entfernt haben und der Typ wiederum versucht zu erklären, dass alles okay sei. Das nenn ich mal einen Arbeitstag.

Alright folks, I’ll tell you the truth now (hmm, that always kind of implies that the rest of the time all that’s being told is lies – no!): Lately I only took pictures of what is really important. Or whatever I could use in a blog post. So aside from a photo of our new gym – quite honestly, I haven’t even tested it out yet, I got very close once when I stepped upon the treadmill but then thought better of it and went, despite a muggy 30°C, for a run around the park – and a picture of the filters needed for our air conditioner (somehow we manage to always end up with a crooked format that is awfully hard find), there’s also a photo of a «The Home Depot» rack. To this end, I may have to explain: «The Home Depot», in this part of the world simply referred to as Home Depot, is the bigger but younger brother of the German «Hornbach». Similarly kept in orange with a kind of aggressive advertising going on and stores, in which you could easily pack three soccer fields.

In any case, we recently had to pay a visit to the orange giant for the purpose of installing the cat door into the (human) apartment door. It wasn’t long until the usual thing that happens to me there – and for that matter basically inmost American stores – on a regular basis: Owing to the gigantic assortment I got a little fatuous, which then leads to silly and therefore droll. That’s probably because there are simply too many shiny objects with switches and knobs. Or with funny names. Thus a pipe socket with thread, or also “Threaded Nipple”, made me break out into uncontrolled giggles, which then of course dragged on through the whole store. That again gets Mr. R. a little embarrassed, but it has the advantage of efficiently increasing his decisiveness which gets us out of the store way quicker.

Well now, that was a childish slip and I have to apologize for it. Especially to Mr. Rusu. Unfortunately, I can not promise that it won’t happen again. The rest of the snapshots in the meanwhile are way more mature, mainly paintings and other objects declared art by my humble self. And then suddenly appears the real Texan lighter – even Mr. Rusu was impressed with its monstrosity, it has to mentioned.

The rest of my current photo collection is mainly made up of landscape shots from my latest trips around the house. And cat photos.Yeah, can’t miss those. However, currently it’s more their splendid fur that seems paramount. Seriously: Has anyone seen two naked cats pass by? I could probably spend all day combing, brushing and grooming them and they would still loose hair. Speaking of which: Yesterday I was able to pay them back. After my visit to the hairdresser some hair snippets flew through the air for quite some time. By the way: Is it only my imagination or did I somehow end up with an American hairstyle?

And last but not least, here’s a little anecdote for you about my extremely precise planned working hours: When I started up the laptop I thought to myself, now let’s see how much time I invest into an average blog post. So I opened a simple text file to enter the time I started work… it took all of three minutes until a cat uuuuuurgently had to take a nap on my lap in order to rest – I mean, after all he spent the day with the most demanding labor of sitting on the stairs, letting the breeze blow around his nose and basking in the sun. Thus immobilized, I was forced to resign from work for a short time, while a guy with seven nails in his head was trying to explain to the doctors in «Grey’s Anatomy» that he was fully conscious and okay – little did he know that he had a brain tumor and accordingly wasn’t okay at all, which of course the doctors only discovered once all the nails were removed and the guy once again tried to explain to them that he was okay… That’s a work day for ya!

 

Deer – A whole new Level

(Featured image courtesy of Anne Ollila afp Getty Images)

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Als ich letztens… okay, vor einiger Zeit… alright, vor inzwischen langer Zeit, so virtuell durch die «USA TODAY» blätterte, stolperte ich über einen Artikel (http://usat.ly/1bn6lop), der mich zum Nachdenken anregte. Und zum Grinsen brachte. Denn ich konnte direkt das breite Grinsen meines halb-finnischen Freundes Rolf auf seinem Gesicht sehen.
Der Artikel behandelt die Gefahren im Zusammenhang mit Rentieren. Natürlich nicht als angriffslustige Raubtiere, sondern als halsbrecherische Geschosse auf Autostrassen. Dass sie dabei zu Geschossen werden ist selbstverständlich nicht die Schuld von Santas Helfern selbst, sondern die der Autos, die mit ihrer Reisegeschwindigkeit potentiell jeden Kieselstein zur Granate werden lassen.

Das Problem zwischen Menschen und Rentieren, Rehen oder sonstigen Waldbewohnern besteht ja nun darin, dass wir Zweibeiner sie in der Dunkelheit der Nacht einfach zu spät erkennen. Das gleiche gilt ja leider oftmals für Fussgänger, nur sollten die es besser wissen und einen Leuchtwimpel tragen. Die Finnen jedenfalls, das findige Völkchen, hat sich nun einen ganz besonderen Trick ausgedacht, um den arglos auf den Strassen herumstehenden Rentieren Schutz zu bieten: Sie malen sie mit fluoreszierender Farbe an. Während einer ersten Phase werden die Felle der Tiere beschmiert, um zu sehen, wie das funktioniert. In einem nächsten Schritt sollen dann die Geweihe angepinselt werden, was die Sicht- und gleichzeitige Erkennbarkeit des Gegners um einiges steigern würde. Ob um die Weihnachtszeit ein ausgewähltes Tier noch eine rote Rudolfnase verpasst bekommen soll, entzieht sich sowohl meiner wie auch der Kenntnis des Schreiberlings. Eine Überlegung wäre es immerhin wert.

Der Grund dafür aber, dass der Artikel meine Denkmaschine aktivierte lag darin, dass ich schon des Öfteren darüber sinniert hatte, weshalb Rehe, die kleinen Verwandten der Rentiere, sich so oft mitten auf der Strasse versammeln. In der Schweiz war mir das nie besonders aufgefallen, da traf ich die meisten Rehe auf meinen Waldläufen. Hier allerdings begegnet man ihnen regelmässig direkt auf der Strasse ausserhalb des Wohnquartiers. Immer in Gruppen und immer ein grosser Teil des Geschwaders auf der Strasse. Ich frage mich dann, ob sie sich bewusst zu einer Demonstration versammeln oder ganz einfach zur Abwechslung gerne mal festen Grund unter den Füssen spüren. Scheint mir ein Rätsel.

Reindeer at Hardberger Park
Reindeer at Hardberger Park

Überhaupt habe ich hier in Amerika ein ganz anderes Bild von Rehen bekommen. Während in meiner alten Heimat Rehe als äusserst scheu gelten, werden sie hier oftmals als randalierende Fressmaschinen beschrieben. Ganze Gartenbeete werden abgegrast und was nicht den hungrigen Mäulern zum Opfer fällt, wird gnadenlos platt getrampelt. Sogar vor Katzenfutter machen sie keinen Halt! Greg hat mir dazu mal eine Geschichte erzählt, wie er auf seinem Grundstück beobachtet hatte, wer sich so die Nacht hindurch am Katzenfutter labt: Ein Eichhörnchen wurde von einer Waschbärenfamilie abgelöst, gefolgt von wiederum zwei Eichhörnchen, einer fremden Katze und dann – ach du Schreck – zwei Rehen!! Seine eigenen beiden Katzen warteten derweil darauf, selber an die Reihe zu kommen…

Leider ist den ausgewachsenen Bambis auch mittels Zäunen nicht ganz einfach beizukommen. Immerhin kann ein Reh praktisch aus dem Stand über 2 Meter hoch springen! Mir war klar, dass sie lange Sprünge machen, aber dass sie auch dermassen hoch springen – fast wie Gazellen – davon hatte ich keinen blassen Schimmer.

Während ich in der Schweiz meist einzelnen Tieren begegnet bin, ist das hier eine ganz andere Geschichte. Soweit ich mich erinnern kann, bin ich in San Antonio nur ein einziges Mal einem einzelnen Reh über den Weg gelaufen. Ansonsten waren sie immer in Gruppen unterwegs. Egal ob beim Grasen im Park oder nächtlichen auf der Strasse rumtreiben. Bereits einige Male musste ich meinen Lauf im Park kurzzeitig unterbrechen, um einer nicht enden wollenden Reh-Herde den Vortritt beim überqueren des Gehwegs zu gewähren. Das ist echt etwas unheimlich, denn sie bleiben gerne vor einem stehen, schnuppern, kommen einige Schritte auf einen zu und jagen mir so einen Schauer über den Rücken. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass ein Reh mich einschüchtern könnte. Ein kleine Gruppe Rehe stationierte sich auch gerne etwas ausserhalb unseres Wohnkomplexes in San Antonio. Die mussten wir mehrmals des nachts vorsichtig umfahren. Slalom im Dunkeln. Vielleicht sollte ich der City of San Antonio mal einen Tipp bezüglich phosphoreszierender Karibu-Farbe geben?

As I recently… okay, some time ago… alright, in the meanwhile a long time ago… was browsing virtually through the «USA TODAY», I stumbled across an article (http://usat.ly/1bn6lop) which got me thinking. And grinning. Because I could already see the broad grin on my half-Finnish friend Rolf’s face.

The article deals with the dangers associated with reindeer. Not as aggressive predators, of course, but rather as breakneck bullets on highways. The fact that they turn into bullets is, of course, not the fault of Santa’s little helpers themselves, but the cars’ that can potentially turn every pebble into a grenade at the speed they’re travelling.

The problem between humans and reindeer, deer and other forest dwellers lies in the fact that we bipeds simply see them too late in the dark of night. The same is often true, unfortunately, for pedestrians, only difference being that they should know better and wear a light pennant. In any case, the resourceful people of Finland now devised a special trick to provide reindeer innocently standing around on streets with some protection: They paint them with fluorescent color. During a first phase, the animals’ fur is smeared with color in order to see how that works. In a next step, the antlers should get brushed up too, which supposedly increases the visibility and simultaneously improves the recognizability of the opponent. Whether a selected animal is to be given a red nose around Christmas time is both beyond my and the writers knowledge. It would be worth some consideration, I suppose.

The actual reason the article got my thinking machine activated, however, was that I had frequently mused about why deer, the small relatives of reindeer, so often gather in the middle of the street. I never particularly noticed this in Switzerland because the place I encountered most deer was in the woods on my forest runs. Here, on the other hand, one meets them regularly on the street just outside our community. Always in groups and always a big part of the squadron on the road. That makes me wonder whether they consciously gather for a demonstration or simply like to feel solid ground under their hooves for once. Seems a mystery to me.

Here in the US my view on deer was altered altogether. While back in my old homeland deer are generally known as extremely shy animals, over here they are often described as rampaging eating machines. Whole garden patches get stripped bare and what does not fall victim to the hungry mouths is mercilessly trampled flat. The don’t even stop at cat food! Greg once told me a story of how he observed his property at night in order to find out who refreshed themselves on the cat food he had put out for his cats: The rotation began with a squirrel, followed by a raccoon family, a strange cat taking over from two more squirrels and – what a shock – two deer! His own cats in the meanwhile patiently waited their turn…

Unfortunately, it isn’t even very efficient to cope with the grown Bambi’s by means of fences. After all, a deer can jump about two meters high from a standing position! It was clear to me that they can make real long jumps but I had no clue they could jump almost as high as a gazelle.

While I mostly met individual animals in Switzerland, it’s a whole other story over here. As far as I remember, in San Antonio I only ran into a single deer once. Apart from that time, they were always in groups. Whether grazing in the park or roving about the streets at night. I had to interrupt one of my runs a few times already in order to allow a never-ending herd of deer to pass the walkway. That is a bit of an eerie business, because they like to stop in front of me, sniff the air, take a few steps towards me and thus sending a shiver down my spine. It would never have come to my mind that a deer of all animals might intimidate me. A small group of deer also likes to station itself right outside our apartment complex in San Antonio. Several times already did we have to cautiously drive around them. Slalom in the dark. Maybe I should give the city of San Antonio a hint about that phosphorescent caribou color?

When your toe is feeling blue

Or: The Reason I needed new Running Shoes

Official «Greifenseelauf» photo

 

Meine persönliche Laufkarriere (die natürlich nie in eine professionelle Karriere ausgeartet ist, sondern nur immer meinem eigenen Vergnügen und meiner Fitness gedient hat) dauert nun doch schon etwa 25 Jahre an. Angefangen habe ich wohl zwischen meinem ersten und zweiten Lebensjahr. Soweit ich mich zurück erinnern kann, sehe ich meine Kindheit meist bloss als verschwommene Fröhlichkeit vor mir. Verschwommen deshalb, weil ich die Welt fast ständig durch das rennende Hin und Her oder aber das hüpfende Auf und Ab glücklicher Mädchenaugen sah. Ja, ich war viel draussen, am Fussball oder Fangen spielen, mit Rollschuhen, auf dem Skateboard oder am umherspringen auf dem seltsam geformten Brunnen unseres Pausenplatzes. Es gab nur einen Knick in meinem Lauf-Enthusiasmus, von meinem 17 bis 26 Lebensjahr. Diese Zeit habe ich dafür intensiv mit Skifahren und Snowboarden überbrückt. Mit 26 Jahren dann fing ich auf meiner Weltreise bewusst an zu joggen, was sich später eben zum Laufen entwickelt hat.

Während dieser ganzen Zeit lediglich von einem Laufleiden geplagt worden zu sein, sehe ich als ausgesprochenen Segen an. Selbst als ich infolge eines Schleudertraumas erst nach etlichen Wochen wieder zu den Laufschuhen greifen durfte, bemerkte ich, dass das Laufen meinen Rücken entspannt und mir tatsächlich gut tut, anstatt zu schaden, wie hätte vermuten können. Und so ist es heute noch – wenn ich einen verspannten Rücken habe, laufe ich, um ihn und mich aufzulockern.

Kürzlich wurde ich allerdings nach einem 18 km Lauf von meinem einzigen Leiden wieder heimgesucht – dem sogenannten Läuferzeh. Mit dem hatte ich nach meinem ersten Halbmarathon am Greifensee im Jahr 2011 zum ersten Mal Bekanntschaft gemacht. Da er mich nicht von meinem Sport abbringt, sehe ich ihn eher als lästige Nebenwirkung denn als eigentliche Verletzung. Dies könnte aber auch daran liegen, dass sich bisher lediglich mein Nagelbett dunkelblau verfärbt hat, ich aber noch nie den Nagel verloren habe. Dementsprechend treten auch keine eigentlichen Schmerzen auf, sondern bloss eine unangenehme Empfindlichkeit bei Druck auf den Nagel. Doch selbst dies dauert nie mehr als einen Tag an.

In-official footage of my «Greifenseelauf»-run… or rather jog… the last 300m :-p

Nun gibt es ja verschiedene Theorien zur Ursache des sogenannten Läuferzehs. Einerseits soll es an zu kleinen Laufschuhen liegen. Oder aber am falschen Laufstil, spezifischer ausgedrückt an zu langen Schritten. Oder an den Socken. Zu langen Zehennägeln. Zu lose geschnürten Schuhen. Jedenfalls dachte ich über meine Nike’s nach und musste mit Schrecken feststellen, dass diese bereits 3, resp. 2 Jahre auf ihrem Laufbuckel haben. Bei gemässigt geschätzten 20 km wöchentlich komme ich so auf gute 1‘000 km pro Jahr. Verteilt auf 2 Paar Laufschuhe. Über eine Dauer von 3 Jahren haben meine Treter so schon je satte 1’500 km zurückgelegt. Da klingelten bei mir ganz rasch die Alarmglocken – hier musste mindestens ein Paar erneuert werden. Der beste aller Ehemänner war denn auch schnell zur Stelle, denn er versteht, dass mir das Rennen guttut und er will, dass ich die bestmögliche Ausrüstung habe, um dabei auch verletzungsfrei zu bleiben. Und so besuchten wir am vorletzten Wochenende den Nike Outlet zwischen San Antonio und Austin. Darüber habt ihr ja inzwischen bereits gelesen.

Nach knapp zwei Wochen kann ich natürlich noch nicht viel mehr sagen als, dass die neuen Lauftreter bequem wie Hausschlappen sind. Doch ob damit auch mein Zehenproblem aus der Welt geschafft ist, das lässt sich noch nicht mit Sicherheit beurteilen. Sollte dieser üble Plagegeist mich tatsächlich noch länger peinigen, hiesse es ausprobieren, was meinen Zeh wieder zu besänftigen vermag.

Wenn wir zurück auf meine initialen Liste gucken, kann ich die zu kleinen Laufschuhe ausschliessen. Auch die neuen Paare sind mit 1.5 Nummern Übergrösse ideal für tendenziell aufschwellende Füsse, jedoch nicht zu gross um die Zehen unkontrolliert umherschleudern zu lassen. Als nächstes wäre die Schrittlänge zu überprüfen. Mit meinen durchschnittlich 150 Schritten pro Minute bin ich wohl direkt an der Grenze. Grob gesehen geht man davon aus, mit unter 150 Schritten zu lange Schritte zu tun, doch soll der Durchschnittsläufer mit normaler Schrittlänge bei 150-160 Schritten pro Minute liegen. Aufgrund von Fotostudien meiner selbst vermute ich aber, dass ich nicht zur “hechtenden” Spezies gehöre.

Bei falschen Socken habe ich bisher nur eine Erfahrung gemacht: Blasen. Ich achte nun aber darauf, bei Schuhen, die weiter geschnitten sind, nicht zu dünne Socken zu tragen, um den Zehen etwas mehr Federung zu gönnen. Was die Zehennägel angeht, schliesse ich diese als Ursache direkt aus. Ich halte es dort wie mit den Fingernägeln: Punk rules und daher – kürzer ist besser. Was uns eigentlich nur mit die Möglichkeit einer zu losen Schnürung der Laufschuhe zurück lässt. Da sehe ich durchaus Verbesserungspotential. Meine Schuhschnürung habe ich bis anhin grosszügig vom Snowboarden übernommen: Im Zweifelsfall eher lockerer, um Krämpfe zu vermeiden. Dies könnte beim Laufen durchaus dazu geführt haben, dass meine Zehen etwas zu viel Freiraum geniessen konnten – und dadurch aber auch ihre Stabilität einbüssten.

Nun, ich könnte wohl noch einige Zeit so weiter sinnieren, doch mit dem Laufen ist es wie mit so vielem im Leben – nur durch Trial and Error findest du wirklich deinen optimalen Flow.

In the flow

Habt ihr euch jemals in eurem Leben wie auf einer stetigen Achterbahn gefühlt? Für mich ist dieses Gefühl im diesjährigen Winter langsam aber sicher zum Standard geworden. Die Temperaturschwankungen sind enorm. Aber zumindest finden sie in regelmässigen Intervallen statt. So könnte man sagen, die Schwankungen haben eine gewisse Stetigkeit erlangt. Letzte Woche herrschte ein so echter Wintereinbruch, wie man ihn hier wohl erwarten kann, mit einem Puderzuckerguss an Graupelschauern. Am Wochenende dann lockte die wärmende Sonne so viele Menschen in die Parks, dass ich spontan meinen sonntäglichen Dauerlauf zu einem Hindernislauf umgestalten musste. Es nur schon durch die ganzen auf jeder freien Fläche parkierten Autos zu schaffen, ohne von einer Wagentür oder einem herausspringenden Hund abrupt gestoppt zu werden, war eine Leistung.

The moment after
The moment after

Beim Laufen dann sinnierte ich so vor mich hin, wie ich das eben immer tue, wenn ich den blockierenden Gedanken davonzurennen versuche. Laufen ist für mich ein wenig wie träumen: Während man dabei ist, durchlebt man im Kopf die grossartigsten Geschichten, Bilder formen sich vor dem inneren Auge, man ist völlig absorbiert. Doch schon kurze Zeit später schaltet der Kopf wieder auf Normalgebrauch zurück und ich kann mich nur noch schwer an die inspirierenden Gedanken während des Laufes oder eben des Traumes erinnern. Schade eigentlich, denn während ich so durch die Gegend trabe finde ich meine Einfallskraft immer überwältigend. Doch ist hier vielleicht das Feriensyndrom am Werk? So wie man im Urlaub etliche Dinge als unbeschreiblich empfindet – der Wein mundet wie die süsseste Frucht, das Thunfisch-Sandwich erzeugt Musik im Mund – sieht man vielleicht beim Rennen seine Gedanken als vergoldete Wahrheit: Hätte man die gleichen Gedankengänge aber im Ruhezustand, wäre es potentiell blosses Kopfgeschwafel. Oder doch nicht?

Für den Moment kann ich das nicht abschliessend beurteilen. Dazu müsste ich allenfalls anfangen, ein Lauf-Tagebuch zu führen. Fakt ist allerdings, dass ich mich jedes Mal nach einem Lauf inspirierter und motivierter fühle, meine Gedanken niederzuschreiben. Ob sie jemanden interessieren? Auch das kann ich nicht final abschätzen. Hierfür müsste ich eine Umfrage bei euch da draussen durchführen. Das ziehe ich auf jeden Fall in Erwägung. Für den Moment sei gesagt: Wer konkrete Wünsche an meine Themenwahl hat, soll sich doch mittels Kommentar oder Email bei mir melden. Vielleicht will jemand wissen, ob ich schon Gewicht zugeleget habe. Ich glaube nicht. Denn entsprechend zu den teilweise grösseren Portionen die ich esse, mache ich auch mehr Sport. Interessant wird dieses Thema allenfalls, wenn ich einen Job annehme. Oder fragt sich jemand, ob ich schon Wörter in meiner Muttersprache verliere? Nein, so schnell geht das nicht. Im Gegenteil; wenn du mit knapp 40 dein Heimatland verlässt, befürchtest du eher, dass du als alte Frau einmal im Pflegeheim sitzt und dich kein Mensch versteht – weil du dich nur noch an deine Muttersprache erinnern kannst und alles unterwegs erlernte aus dem Gedächtnis verschwindet.

Doch bis es soweit ist, wird mein Körper noch so einige Loopings in Sachen Winter auszuhalten haben. Aber ich bin positiv, der Frühling kommt bestimmt – auch bei euch!

Weather: Sunny. Perfect day for outdoor sports

Hey folks (For English see below)
Bald bin ich unterwegs nach draussen um das bezaubernde Wetter bei einem Lauf durch den Park zu geniessen. Tut mir leid, ich sollte das mit dem Sonnenschein und den Temperaturen nicht mehr so oft erwaehnen, ich weiss wie es ist, selber in der Suppe zu hocken. Ging mir auch genuegend lange so. Aber ich konnte es aendern und geniesse es jetzt auch entsprechend. Sende euch dafuer viele Sonnenstrahlen.

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Ansonsten heute nicht viel Neues, die Erlebnisse von gestern dann morgen, denn ich habe meiner Ma versprochen, noch die beiden Englischen Beitraege fuer sie zu uebersetzen. Sie ist zwar schon richtig gut drin mit Englisch lernen, aber wir wissen ja auch wie es sein kann… richtig hart.
Okay, ich freu mich schon darauf, den Beitrag ueber gestern zu schreiben, wir haben naemlich sooooo viel gelacht!!
Alrighty liebe Leute, haltet die Ohren steiff, bald ist die Mitte der Arbeitswoche erreicht!

Hey folks,
Soon I’m off to the great outdoors to celebrate the lovely weather with a run in the park. I’m sorry, I shouldn’t mention the sunshine and temperatures so often I know first hand how it is to sit in the fog soup. Experienced it long enough myself. But I was able to change it and am appreciating it accordingly. Sending you lots of sun rays in return.Nothing much new otherwise, yesterday’s adventures are to follow tomorrow for I promised my mum to translate the two English blog posts for them. Even though she is pretty good at English, we still know how it is sometimes… it can be hard.

Okay, I’m looking forward to contributing yesterday’s events for we laughed sooooo much!!

Alrighty folks, keep your peckers up, soon you’ve reached the middle of the work week!