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pretty clear… or rather cloudy?

A Cold Welcome With a Warm Embrace

My favorite Swiss drink - Rivella
My favorite Swiss drink – Rivella

Upon my arrival in Switzerland on Tuesday, July 8, I received a rather cool welcome. Indeed a cool and rainy one. Yes, I’m talking about the weather. Once again I was reminded why this is such a central topic throughout every Swiss’ life. Weather in Switzerland can occasionally be rather difficult to predict and thus makes a meteorologist’s life a living hell. And the at times prevailing conditions are such that one would rather not communicate them to the general public. As happened this week on Tuesday, when summer very suddenly turned into winter. On Tuesday, it was colder in northern Switzerland than it was back last Christmas. So much for global warming. (Für Deutsch hier klicken)

Monastery Werthenstein, Canton of Lucerne
Monastery Werthenstein, Canton of Lucerne

Since my arrival, it was almost continuously raining. And cold. Ideal conditions for depressions. I was thus reminded that for the first 39 years of my life I fought a constant battle against a lack of vitamin D. This is why I kept feeling the urge to step outside at least once a day. Even in the worst of weathers. In order to absorb my minimum ration of daylight.

My drawing for my Dad's 50th Birthday
My drawing for my Dad’s 50th Birthday

However, in return for the rather nasty weather the welcome I received from my family and friends was the warmer. Heartfelt hugs were able to compensate for the Swiss summer’s cold. Admittedly: It is a weird sensation when you meet beloved people after 10 months of only seeing them virtually. You expect to run into a few awkward silences now and then, a getting to know each other again. For in the last 10 months you spent whole different lives, therefore possibly running out of common topics. But quite frankly, none of this happened. With everyone I’ve met so far it felt as if we simply caught up where we left only a short while ago. The familiarity was back in an instant.

The new elephant enclosure at Zurich Zoo - look at the baby elephant, too cute!
The new elephant enclosure at Zurich Zoo – look at the baby elephant, too cute!
My creation for my Dad's 70th Birthday
My creation for my Dad’s 70th Birthday

So far, I’ve experienced a welcome day, a recovery day with a visit to my grandfather, a meeting with my „old“ work mates/friends and my ex-boss and my beloved father’s birthday. The meeting with my welcoming committee was heart-warming, the visit to my grandpa touching, meeting with friends and former jefe triggering a muscle ache caused by (too much) laughing and my dad’s birthday – unparalleled. It united all of the previously mentioned emotions in one event. Of course I brought my dad a birthday gift from Texas. A self-made one. In hour long arduous work I created an image based on my fine husband’s suggestion: The picture shows various stages of my life, undoubtedly influenced and inspired by my father, from the inside out from childhood memories to later travels and finally my emigration to Texas. With that, I follow the pattern of my gift for his 50th (I believe) birthday, which was also a self-painted picture, a portrait including Matterhorn.

Now I know where my talents come from - one of my grandpa's drawings
Now I know where my talents come from – one of my grandpa’s drawings

As was to be expected, there’s much going on these days, and especially my two nephews would like to spend more time with me. I will do my very best to meet the expectations of everyone who wants brief moment of my precious time here.

My favorite Italian sock - Pizza Calzone
My favorite Italian sock – Pizza Calzone

It is an exciting, a touching and moving time. And yet: My heart is with my husband, over 5’000 miles away. I miss him; a lot. And the warmth of my new home. 🙂

Resources & Sources

  • Photo xxx by evozeta

Bei meiner Ankunft in der Schweiz am Dienstag, 8. Juli, wurde ich ziemlich kühl begrüsst. Sogar kühl und regnerisch. Ja, ich spreche vom Wetter. Einmal mehr wurde ich daran erinnert, warum dieses Thema so zentral im Leben eines jeden Schweizers ist. Das Wetter in der Schweiz kann mitunter schwer vorhersehbar sein, was den Meteorologen das Leben zur Hölle macht. Und zuweilen herrschen Bedingungen, die man der Allgemeinheit lieber nicht kommunizieren möchte. So geschehen eben diese Woche am Dienstag, als der Sommer von null auf plötzlich auf Winter drehte: Am Dienstag war es in der Nordschweiz kälter als an der letzten Weihnacht. Soviel zu globaler Erwärmung.

Seit meiner Ankunft war es praktisch durchgehend regnerisch. Und kalt. Die besten Bedingungen für Depressionen. Ich wurde daran erinnert, dass ich in meinen ersten 39 Lebensjahren einen ständigen Kampf gegen den Vitamin D Mangel austrug. Weshalb ich stets den Drang verspürte, mich zumindest einmal täglich draussen aufzuhalten. Selbst beim übelsten Wetter. Um meine Mindest-Ration Tageslicht aufsaugen zu können.

Wie dem auch sei, im Gegenzug zum eher garstigen Wetter wurde ich von meinen Verwandten und Bekannten umso wärmer empfangen. Herzliche Umarmungen vermochten die Kälte des Schweizerischen Sommers auszugleichen. Zugegebenermassen: Es ist ein seltsames Gefühlt, wenn du die geliebten Leute wiedertriffst, nachdem du sie 10 Monate lang nur virtuell gesehen hast. Du erwartest, ab und zu in peinliches Schweigen zu verfallen, dich wieder annähern zu müssen. Denn in den letzten 10 Monaten hast du ein völlig anderes Leben gelebt, weshalb die gemeinsam Themen fehlen könnten. Doch ganz ehrlich, nichts dergleichen ist passiert. Mit allen, die ich bisher wiedergetroffen habe, fühlte es sich so an, als könnten wir einfach weiterfahren, wo wir vor kurzem abgebrochen hatten. Die Vertrautheit war umgehend zurück.

Bisher habe ich einen Willkommenstag, einen Erholungstag mit Besuch bei meinem Grossvater, ein Treffen mit „alten“ Arbeitskollegen/guten Freunden sowie meinem Ex-Chef und den Geburtstag meines geliebten Vaters erlebt. Das Treffen mit meinem Willkommenskomitee war herzerwärmend, der Besuch bei meinem Opa rührend, das Treffen mit Freunden und ehemaligem Jefe Lachmuskelkater-auslösend und der Geburtstag meines Vaters – einmalig. Er vereinte sämtliche vorgängig genannten Rührungen in einem Anlass. Natürlich habe ich meinem Papa ein Geburtstagsgeschenk aus Texas mitgebracht. Ein selbstgemachtes. In stundenlanger Kleinstarbeit habe ich ein Bild erstellt, basierend auf dem genialen Vorschlag meines feinen Herrn Gemahls: Das Bild zeigt diverse Stationen meines Lebens, beeinflusst und inspiriert natürlich auch durch meinen Vater, von innen heraus nach aussen von Kindheitserinnerungen zu späteren Reisen und schliesslich meiner Ausreise nach Texas. Damit schliesse ich an mein Geschenk zu seinem 50. (glaub) Geburtstag an, zu welchem ich ihm ebenfalls ein selbstgemaltes Bild, ein Portrait samt Matterhorn, übergeben hatte.

Natürlich ist viel los dieser Tage und gerade meine beiden Neffen möchten gerne etwas mehr Zeit mit mir verbringen. Ich werde versuchen, ihnen und allen anderen, die gerne noch ein Minütchen meiner kostbaren Anwesenheit buchen möchten, gerecht zu werden. Es ist eine spannende, eine rührende und bewegende Zeit. Und doch spüre ich: Mein Herz ist bei meinem Ehemann, über 8‘500 Kilometer entfernt. Ich vermisse ihn, er fehlt mir. Und die Wärme meiner neuen Heimat. 🙂

Ressourcen & Quellen

  • Foto xxx by evozeta

My drawing for my Dad's 50th Birthday

(Almost) Warmest Swiss Winter of All Times

Texas can be sooo cold.
Texas can be sooo cold.

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Ja, ich weiss, das ist – im wahrsten Sinne des Wortes – Schnee von gestern; aber jetzt mal ehrlich: Kaum verlasse ich das Land, erlebt die Schweiz einen der wärmsten Winter der Aufzeichnungsgeschichte. Lediglich 1989/90 und 2006/07 waren noch wärmer. Und das nachdem ich mir fast 40 Jahre Winter für Winter den Hintern abgefroren habe. Zugegeben, auch in San Antonio war die kälteste Saison des Jahres kein Zuckerschlecken. Meine beiden Freunde, die mich im Dezember besucht haben, können das glaube ich bestätigen. Doch gar so arg wie in der Schweiz wird es wohl erst, wenn die Sonne für uns über Kalifornien aufgeht.

Beware - crevasse!
Beware – crevasse!

Ein durchschnittlicher Schweizer Winter bringt dich nämlich an den Rand der Verzweiflung. Da ist beispielsweise die Pneu-Thematik. Während du noch in den Erinnerungen des vergangenen Sommers schwelgst und dich mit etwas Glück über einen goldenen Herbst freust, überrascht dich garantiert ein früher Wintereinbruch Ende Oktober. Draussen wütet ein Schneesturm Galore und dir wird panikartig bewusst, dass du noch immer die Sommerpneus auf deiner Karre hast. Nicht nur ist das ungesetzlich, nein, es ist auch äusserst gefährlich und hochgradig nervtötend. Denn neben dir sind noch tausende anderer Autolenker dermassen im Alltag gefangen, dass keiner von ihnen auch nur im Entferntesten daran gedacht hätte, einen Termin für den Pneuwechsel zu vereinbaren. Und zwar VOR Ende Oktober, denn nein, es ist keine Ausnahme, dass es bereits Ende Oktober schneit und ja, ansonsten sind es eh nur noch wenige Wochen bis zum garantiert ersten Kälteeinbruch und die Erfahrung lehrt einen, dass zwischen der zweiten Novemberwoche bis Ende April sämtliche Pneu-Wechsel-Termine bei allen guten Autowerkstätten ausgebucht sind.

What a perfect day.
What a perfect day.

Der letzte Winter, den ich noch in der Schweiz erlebt habe, ist mir noch bestens in Erinnerung. Nur schon beim Gedanken daran kriege ich Eiszapfen an meiner Nase. Es war einer der unendlichsten Winter, den ich je erlebt habe. Im Oktober kam der erste Schnee, der letzte meldete sich wie gewohnt mit Ostern im April. Ich erinnere mich, wie ich eines abends von der Arbeit nach Hause fuhr und eine volle Stunde brauchte, um die Einfahrt zu meinem Haus rauf zu kommen. Wohlgemerkt, ich wohnte damals an einem Hügel, den ich noch erfolgreich erklomm ohne im Strassengraben zu landen (was ich bei mehr als einem anderen Automobilisten mitansehen musste…), doch der letzte Anstieg die Auffahrt hinauf verweigerte sich mir strikte. Erst versuchte ich es mit einer kurzen Weiterfahrt ins Zentrum des 10-Häuser-Weilers in dem ich wohnte, um Anlauf zu holen, dann mittels Handbremse in die Einfahrt zu sliden und danach volle Pulle den kurzen Anstieg rauf zu donnern. Leider alles vergeblich, denn die Einfahrt war von Blitzeis heimgesucht worden und brauchte entsprechende Bearbeitung. So stieg ich denn widerwillig aus, schaufelte und pickelte mir den Buckel ab, bis meine Pneus schliesslich den Grund zu fassen kriegten und ich total erledigt meine Haustür erreichte. Nur wenige Tage später erwartete mich das gleiche Spiel, doch diesmal griff ich zu drastischen Massnahmen – und parkte meinen Mini auf dem Dorfplatz, 20 Meter von meiner Wohnung entfernt (ja, hätte mir schon früher einfallen können…).

Natürlich habe ich in meiner schweizerischen Winterkarriere auch das eine oder andere Auto beim Pirouetten drehen beobachtet. Ein magischer Anblick stiller Anmut, dem du gebannt mit einem stummen Schrei in Munch’scher Manier folgst. Der Adrenalinstoss, der deine Nerven auf Hochtouren schiessen lässt, raubt dir dazu drei gute Jahre deiner wohlverdienten Pension. Berauschend.

A jump in the starts.
A jump in the starts.

Doch nicht nur solcherlei Winterdisziplinen hatten es mir angetan, natürlich freute sich mein adrenalinverwöhntes Herz auch regelmässig über halsbrecherische Abfahrten auf Skiern und Snowboard. Und so zieht dich ein durchschnittlicher Schweizer Winter auch in einen magischen Bann. Zu einer meiner brillantesten Erinnerungen gehört der Moment, als ich bei eitel Sonnenschein auf meinem Snowboard an einem steilen Hang stand und wusste, dass ich jeden Moment die ersten Spuren in den Schnee würde setzen können. Unendlich schien mir die Abfahrt, himmlisch der Pulverschnee, der wie Puder um mich herum hochschoss. Es bildeten sich Regenbogen gegen das leuchtende Sonnenlicht und ich wusste, ich hatte einen perfekten Moment. Dies obwohl die notorische Kälte mir die Nasenhaare einfrieren liess. Zumindest blieb dieses Mal die Nasenspitze taufrisch. Den Albtraum einer angefrorenen Nasenspitze hatte ich bei -25°C einmal auf dem Titlis erlebt. Der Bahnmitarbeiter erwähnte die ausserordentliche Kälte, die sich dank Wind nochmals deutlich kälter anfühlte. Vielen Dank auch. Er wies die Fahrgäste auch darauf hin, sich gegenseitig im Blick zu behalten und einander umgehend zu informieren, wenn Stellen im Gesicht plötzlich weiss werden sollten. Schon nach wenigen Minuten kam ein Freund auf mich zu und wollte mir eine vermeintliche Schneeflocke von der Nase pusten. Die Flocke weigerte sich allerdings hartnäckig, meine Nase zu verlassen, was meinen Freund zum freundlichen Ausruf “Deine Nase friert ein, die Spitze ist ganz weiss!” bewog. Ich verstand dies als Witz auf die Ankündigung des Bergbahnmitarbeiters und lachte mich kurz kaputt, bis ich aufgrund der Mimik meines Freundes begriff, dass er es ernst meinte. Sofort fing ich an, meine Nase mittels intensiver Reibung wiederzubeleben. Sie überstand es. Wegen der plötzlichen erhöhten Blutzufuhr lief ich allerdings den Rest des Tages mit einer “Rudolf Rentier”-Nase durch die Gegend.

Das beweist: In einem Schweizer Winter verbringst du die meiste Zeit damit, dir den Allerwertesten abzufrieren. Und das vermisse ich bestimmt nicht. So schien es mir nur selbstverständlich, dass der erste Winter, den ich nicht mehr mit Hintern abfrieren in der Schweiz verbringen musste, einer der wärmsten der Geschichte war. Ein Gedanke tröstet mich allerdings: Auch wenn es in Texas zwischendurch bitterkalt werden kann, wenigstens bleibt dir die Pneu-Wechslerei erspart.

Yes, I know, this is water under the bridge or – as it’s called in German – “yesterday’s snow” in the truest sense of the word; but let’s face it: As soon as I leave the country, Switzerland experiences one of its warmest winters of its recording history. Only the winters of 1989/90 and 2006/06 were even warmer. And that after I froze my butt off every winter for almost 40 years. Granted, the cold season in San Antonio wasn’t a picnic either. I believe my two friends who came to visit me in December can confirm that. But I reckon before it gets as bad as in Switzerland the sun rises over California.

Because an average Swiss winter brings you to the brink of despair. There is, for example, the topic of changing tires. While you still wallow in memories of last summer and with a little luck enjoy a golden fall, you’re guaranteed to be surprised by an early onset of winter in late October. A blizzard Galore is raging outside and you – panic-stricken – realize that you still got summer tires on your old clunker. Not only is this illegal, no, it’s also extremely dangerous and highly nerve-wrecking. Because apart from you, thousands of other car drivers are so caught up in their everyday life that neither of them even remotely thought of arranging an appointment to have their tires changed. Especially BEFORE the end of October, because no, it is not an exception that it’s snowing in late October and yes, otherwise it’s only a few more weeks until the first cold spell hits and experience teaches you that in between the second week of November and the end of April all good car repair shops are booked out.

My recollection of the last winter I experienced in Switzerland is still vivid. Even only thinking about it gives me icicles on my nose. It seemed to be never ending. The first snow hit in October and heavens weren’t done snowing until April. I remember driving home from work one evening and taking a full hour to get up the driveway to my house. Mind you, I was living on a hill which I climbed successfully without landing in the ditch (which I saw happen to more than one other motorist…) but the final ascent up the driveway strictly refused itself to me. At first I tried to trick it by driving up into the center of the 10-house hamlet where I used to live to pick-up speed, then sliding into the driveway using the hand brake and then thundering up the short rise at full blast. Unfortunately, this was all in vain because the driveway had been hit by black ice earlier and needed appropriate treatment. So I reluctantly left my car to shovel and hew at the ice in a frenzy until my tires finally caught ground and I reached my doorstep completely drained. A few days later the exact same thing happened, only this time I resorted to more drastic measures – and parked my Mini on the village square 60 feet from my apartment (yes, I should have come up with that one sooner…).

Of course I also observed the odd car performing a pirouette on the freeway during my Swiss winter career. It’s a magical sight of silent grace which you follow spellbound with a muted cry in a “Munch”-like manner. The adrenalin rush, which shoots your nerves into overdrive, deprives you of three perfectly good years of your well-deserved pension. Intoxicating.

But not only such winter disciplines appealed to me, my adrenaline-soaked heart also rejoiced in breakneck downhill skiing and snowboarding, of course. And thus, an average Swiss winter also beguiles you. One of my most brilliant memories includes a moment when I was standing on top of a steep slope with my snowboard on, bathed in bright sunlight, knowing I would be able to put the first tracks into the fresh, powdery snow. The run seemed infinite, the snow heavenly light, shooting up like powder all around me. Rainbows formed against the bright sunlight and I knew I was having a perfect moment. And this despite the notorious cold freezing my nose hair. At least this time the tip of my nose remained dewy. I once experienced the nightmare of a frostbitten nose on Mount Titlis at -13°F. The employee handling the cable car mentioned that thanks to a severe wind the extraordinary cold felt even colder. Thank you very much. He also suggested to keep an eye on each others faces and immediately inform a person if some spot of skin turned white. Only a few minutes later a friend of mine came up to me and tried to blow a snowflake from my nose. When the flake stubbornly refused to leave my nose, my friend saw himself forced to the friendly exclamation of “Your nose is freezing, the tip is all white!” I took this as a joke at the expense of the cable care employee and thus broke into laughter for a brief moment until – owing to the expression on my friends face – I realized that he was serious. Immediately, I began reviving my nose by rubbing it intensely. It survived. But due to the suddenly increased blood supply to my nose, people tended to call me “Rudolph reindeer” for the rest of the day.

That just goes to show you: During a good old Swiss winter you spend most of your time freezing off your behind. That’s one thing I’m certainly not missing about my homeland. Thus it only seems natural that the first winter that I’m not spending freezing off my behind in Switzerland is one of the warmest ones ever recorded. One thought comforts me, however: Even if it can get bitter cold in Texas too, at least I’m spared the changing of tires.

Attack of the razor blade weed

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Watch out: Frisbee golf
Watch out: Frisbee golf

Danger, might turn into a novel. Almost 1’000 words… Thanks to all of you who hold out. It might be worth it 😉

Last weekend was all about playing and experimenting. I myself have been in the trial modus with the wave board and boomerang for some time now. And since we’re heartily pedaling around on our bicycles, Greg too has discovered the joys of outdoor life. Hence it was his idea that we should try out the Frisbee golf course at Zilker park one of these days. Accordingly, we passed by our beloved «Academy Sports+Outdoors» shop in order to provide ourselves with Frisbees and a working boomerang. Thus equipped we set out for Zilker park last Saturday.

We picked out a free space right next to the Frisbee golf course and first tried our hands at throwing the boomerang. And it was a full success: The thing actually came back. Though it took some fine tuning to handle to interfering winds but as long as the gusts kept within reasonable bounds it was quite feasible. In any event, the boomerang returned pretty much to sender and didn’t disappear straight into the nearest bush as the foam thing that I first bought always did.

Next we tried our luck with the Frisbees. Since we thought we might want to enjoy the Frisbee golf course at some point, we had gotten the according small disc Frisbees. However, those are not quite as easy to handle as one might think and thus we hardly ever managed to land the disc in one another’s hands. On my side, however, this was mostly owing to an astonishing lack of catching abilities. The best I could muster was catching the Frisbee with my shin. Although I only did it once because it was “ouch”! Of course, the thus inflicted gash on my leg started bleeding immediately – one more for my scar collection.

Needle point grass
Needle point grass

Although all of this may sound very adventurous already, the “catching-the-Frisbee-with-odd-body-parts”-interludes weren’t the most painful experience we had that Saturday. Way less kind was what we call “stay-a-little-longer”-grass: A Texan plant that looks innocent enough, but is a sly old dog. On the one hand there is this so called “sticky weed” that produces small ball-looking thingies which are quipped with barbs and thus preferably stick to the top of your socks. The way it makes you constantly reach and try to remove them gets you almost as fidgety as mosquitoes do. Even worse, however, seemed the somewhat miniature wheat-looking plant. The small wheat seeds equally found their way into our ankle socks. And they worked their way down extremely fast. While not super painful, it still was somewhat unpleasant. Worst of all, however, turned out to be the fine hairs which grow out of the top of the wheat, between the small wheat seeds. They look like gossamer threads, but they too were provided with barbs. Also, it was no problem for them to poke directly into the mesh of the jogging shoes and to stay there because of the barbs. And the tips of these things were absolutely razor sharp. As a result, we spent the first ten to twenty minutes of our stay outside with a lot of screaming. After this initial phase we switched to a stork-like walk with very high steps instead. This way we successfully avoided the nasty Texan grasses, although at least I ended up with a bad muscle ache because strutting this way is not part of my usual repertoire of movements. But it seems we’ve been quite lucky under the circumstances, we could have encountered the notorious “Velcro weed”, after all. Sounds promising…

Our conclusion after this first day outdoors: If you’re looking for a way to destroy a perfectly good pair of running shoes, now you know how to do it.

Because of the rather difficult training conditions with the disc Frisbees we decided to purchase a beginner-friendly specimen which will more willingly cooperate with us and hopefully land in a desired destination. And we also had a pair of kites on our wish list because it looked like a lot of fun with the constant wind going on. So into the car and off to «Academy» once more. And as soon as we left the parking lot, naturally we noticed a huge lawn-like field, devoid of trees except for along the sides right on the other side of the street…Well, at least we had found the playground of our choice for Sunday.

The record frisbee ring
The record frisbee ring

As we arrived – freshly supplied – at the park on our bicycles the next day, we found as expected a flawless and rather philanthropic lawn. No pricking, no clinging behavior. Nevertheless, fun didn’t fail us this time either: The Frisbee ring wasn’t promising too much stating it had set the Guinness World Record in the farthest throw – it occasionally bowed out (thanks to tail wind) to the happy hunting grounds (or let’s say to the lawn-like dust grounds several hundred meters away).

Go fly a kite! :-D
Go fly a kite! 😀

Last, we assembled one of the kites and tried our hands at various wind maneuvers. It took a few tries but eventually the penny dropped and handling the fabric thing turned into a real pleasure. As soon as we managed to have the kite stand still in the sky, we naturally started practicing some more advanced maneuvers. Thus, the kite was soon rocking happily to the right, soon to the left, soon up and down. And a few times it even (totally unintended by the handler of course) started a rapid nosedive towards the head of the watcher (in all cases my beloved husband).

Be advised: Bring your steel toe boots
Be advised: Bring your steel toe boots

Apart from all the fun we had, we also learned a little something – if you intend to have a cozy playtime in the park in Texas you will, depending on the location and skills, need some equipment: High-cut leather steel toe boots to ward off the nasty native plants, shin guards and if need be protectors for other sensitive body parts as catching aids, a helmet to fend off hostile kite attacks plus a good sunscreen to avoid looking like a tomato after gazing into the sky all afternoon. That’s how you do it.

Achtung: Roman-Verdacht. Fast 1’000 Worte… Danke jetzt schon an alle, die Durchhalten. Es könnte sich lohnen 😉

Das letzte Wochenende stand bei uns ganz im Zeichen des Spielens und Ausprobierens. Ich selbst bin ja mit Waveboard und Bumerang schon länger im Trial Modus unterwegs. Und seit wir gemeinsam kräftig auf unseren Velos rumpedalen, hat auch Greg die Freuden des Outdoorlebens für sich entdeckt. So war es seine Idee bei Gelegenheit einmal den Frisbee-Golf-Parcours im Zilker Park auszuprobieren. Dementsprechend besuchten wir kürzlich unseren ach so geliebten «Academy Sports+Outdoors» Laden, um uns mit Frisbees und einem funktionierenden Bumerang auszustatten. So gewappnet machten wir uns also am Samstag auf in den nahe gelegenen Park.

Wir suchten uns ein freies Plätzchen gleich neben dem Frisbee-Golf-Kurs aus und versuchten uns zunächst im Bumerang werfen. Und es war ein voller Erfolg: Das Teil kam tatsächlich zurück. Zwar brauchte es etwas Fingerspitzengefühl um den Wind mit einzukalkulieren, doch solange sich die Böen im Rahmen hielten, war es durchaus machbar. Jedenfalls kam das gute Stück retour und verschwand nicht schnurstracks im nächsten Busch wie das Schaumstoffteil, das ich zuerst gekauft hatte.

Als nächstes stand Frisbee werfen auf dem Programm. Wir hatten uns die kleinen Scheiben, welche eben für Frisbee-Golf vorgesehen sind, gekauft. Die sind allerdings nicht ganz einfach im Handling und so schafften wir es kaum, einen gezielten Wurf in den Händen des anderen zu landen. Bei mir lag das allerdings mehrheitlich an meinen miserablen Fangkünsten. Das Beste was ich zustande brachte, war den Frisbee mit dem Schienbein zu fangen. Tat ich allerdings nur einmal weil „autsch“! Prompt hatte ich mir davon eine nette Schneise am Bein eingefangen, die auch umgehend zu bluten anfing – eine mehr für meine Narbensammlung.

Doch obwohl dies alles äusserst abenteuerlich klingen mag, waren die „Frisbee-mit-nicht-dafür-vorgesehenen-Körperteilen-fangen“ Einlagen bei weitem nicht die schmerzhafteste Erfahrung, die wir an diesem Samstag machen mussten. Viel ärger spielte uns da das „Bleib-noch-ein-bisschen“-Gras mit: Ein Texanisches Gewächs, das unschuldig genug aussieht, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Zum einen gibt es dieses sogenannte „klebende Unkraut“, das kleine, mit etlichen feinen Widerhaken ausgestattete Bällchen produziert, die sich vorzugsweise am oberen Rand deiner Socken festkleben. Und weil du ständig versuchst, sie von dort zu entfernen, machen sie dich fast so zappelig wie Stechmücken. Noch fieser hingegen schienen uns die etwas wie Miniatur-Weizen aussehenden Gewächse. Die kleinen Weizensamen fanden gleichermassen ihren Weg in unsere Knöchelsocken. Und sie arbeiteten sich extrem schnell nach unten. Zwar nicht super schmerzhaft, aber doch einigermassen unangenehm. Am schlimmsten waren jedoch die feinen Haare, die auch aus der Spitze des Weizens, zwischen den kleinen Weizensamen, herauswachsen. Sie sehen aus wie hauchzarte Fäden, doch auch diese waren mit Widerhaken versehen. So hatten sie auch keinerlei Problem damit, sich direkt in das Stoffgeflecht der Joggingschuhe zu piken und aufgrund der Widerhaken auch da zu bleiben. Und die Spitzen der Dinger waren echt messerscharf. So verbrachten wir die ersten zehn bis zwanzig Minuten unseres Freiluftaufenthaltes mit viel Geschrei. Danach stellten wir stattdessen auf einen Storch-ähnlichen Gang mit extrem hohen Schritten um. So konnten wir erfolgreich den gemeinen texanischen Gräsern entgehen, allerdings zog zumindest ich mir damit hochgradigen Muskelkater ein, denn so umher zu stelzen gehört wahrlich nicht zu meinem alltäglichen Fortbewegungs-Repertoire. Wir scheinen aber Glück im Unglück gehabt zu haben, immerhin gibt es in Texas noch das notorische „Klettverschluss-Unkraut“; dem sind wir aber (noch) nicht begegnet, puh!

Unser Fazit des Tages: Falls du einen Weg suchst, um ein gutes Paar Laufschuhe zur Sau zu machen, dann weisst du jetzt, wie man das problemlos hinbekommt.

Wegen der eher schwierigen Trainingsbedingungen mit den Disk-Frisbees wollten wir uns übungshalber ein „normales“ oder zumindest anfängerfreundlicheres Exemplar besorgen, das man auch über weitere Distanzen problemlos auf ein gewünschtes Ziel richten kann. Und ein Paar Drachen standen auch auf unserer Wunschliste, immerhin sah das bei dem ständig blasenden Wind nach viel Spass aus. Also ins Auto gehüpft, und nochmal ab zu «Academy». Und kaum verliessen wir den Parkplatz, bemerkten wir auch prompt auf der anderen Strassenseite eine riesige freie und vor allem „nur“ mit teppichähnlichem Rasen ausgestattete Parkfläche. Somit hatten wir auch schon den Spielplatz unserer Wahl für den Sonntag gefunden.

Als wir dann anderntags frisch ausgerüstet mit unseren Fahrrädern den Park aufsuchten, fanden wir wie erwartet einen einwandfreien und menschenfreundlichen Rasen vor. Kein Gepike, kein klammerartiges Verhalten. Trotzdem blieb auch diesmal der Spass nicht aus: Der Frisbeering versprach nicht zu viel mit der Aussage, den Weltrekord im Weitfliegen aufgestellt zu haben – er verabschiedete sich zeitweilig dank Rückenwind in den ewigen Jagdgründen (oder sagen wir, in den rasenähnlichen Staubgründen etliche hundert Meter entfernt).

Zum Schluss montierten wir noch einen der beiden Drachen zusammen und versuchten uns in diversen Windmanövern. Es brauchte einige Versuche, doch irgendwann platzte der Knoten (nein, nicht am Drachen, sondern im Kopf) und das Hantieren mit dem Stoffding wurde zur wahren Freude. Kaum hatten wir das Stillstehen am Himmel im Griff, machten wir uns natürlich daran, einige etwas hochstehendere Manöver zu üben. So schaukelte der Drachen bald fröhlich rechts, bald links, bald rauf und runter. Und einige Male setzte er gar (vom Lenker ungewollt, natürlich) zum rapiden Sturzflug auf den Kopf des Zuschauers (in sämtlichen Fällen mein geliebter Ehemann) an.

Abgesehen vom Spass, den wir hatten, lernten wir erst noch etwas – wenn du in Texas gemütlich eine Runde im Park spielen willst, benötigst du je nach Örtlichkeit und Können etwas Ausrüstung: Lederne, am besten hoch geschnittene Stahlkappenschuhe zur Abwehr fieser einheimischer Pflanzen, Schienbeinschoner und allenfalls Montur für weitere Körperteile als Fanghilfe, einen Helm um feindliche Drachenattacken abzuwehren plus vorzugsweise eine gute Sonnencreme, um einem vom in den Himmel gucken tomatenroten Gesicht vorzubeugen. So geht das.

Saint Anthony’s cryptic ways

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Asthma vaporizer
Asthma vaporizer

Könnt ihr euch an meine Erzählung über die lieben felligen Freunde, die mir die Luft zu nehmen drohen, erinnern? Eigentlich war ich überzeugt, mit der Diagnose wäre es getan, ich fühlte mich bereits beim Arztbesuch wieder recht gut und so dachte ich mir nichts dabei, als ich mich am darauffolgenden Montag, also eine ganze Woche später, auf einen kleinen, lockeren Rundlauf machte. Ging alles wunderprächtig, nicht einmal inhalieren musste ich! 20 Minuten war ich gelaufen und keinerlei Verengung machte sich breit. Sicherheitshalber habe ich dann trotzdem noch einen Lungenzug voll inhaliert, einfach um sicherzugehen, dass ich nicht nach dem Lauf einen plötzlichen Asthmaanfall erleide. Ging alles bestens. Bis tags darauf, als ich so ein leichtes Brennen in meinem Hals bemerkte.

Rattlesnake
Rattlesnake

Mittwochs dann ging’s mir hundeelend: Triefende Nase, verstopfte Stirn- und Nebenhöhlen, rasselnde Atmung, das ganze Programm halt; Darth Vader goes Klapperschlange. Ich kroch so richtig den Wänden entlang. Hatte mich das Elend also doch noch eingeholt. Inzwischen ist Freitag und ich fühle mich dank der umsichtigen Pflege meines geliebten Ehemannes schon um einiges besser, wenn auch noch etwas beduselt. Lange haben wir beide darüber nachgedacht, was die plötzliche Infektion ausgelöst haben könnte. Gemeinsam kamen wir mit vielerlei Theorien auf: Der Körper passt sich an das neue Klima an, die Atemwege müssen sich an die inzwischen ständig laufenden Deckenventilatoren gewöhnen, Stress (ja genau, wovon sollte ich wohl gestresst sein??!), mentale Blockaden von denen ich wortwörtlich „die Nase voll“ habe, also Dinge die losgelassen werden sollen (noch mehr loslassen… was denn noch, bitte??!?), das Zusammenspiel zwischen verstärkter Atmung während des Laufens mit den Sekret verdünnenden Medikamenten gegen die Sinus Infektion, zu rasche Abkühlung nach dem Lauf usw. Es gibt noch eine Tonne weitere Gründe und vielleicht haben alle ein wenig mit meiner akuten Erkrankung zu tun. Einigermassen beruhigend finde ich die Tatsache, dass Greg während seines ersten Halbjahres in der Schweiz anscheinend ganz ähnliche Beschwerden erdulden musste. Adaption hat eben ihren Preis.

On our ominous "OMG-I-lost-my-wallet" bicycle tour
On our ominous “OMG-I-lost-my-wallet” bicycle tour

Heute Abend nun aber haben wir den wahren Grund für mein Leiden ausfindig gemacht: Ich habe Schulden. Schulden beim Heiligen Antonius. Dem Schutzpatron nicht nur der Vergesslichen und verlorenen Gegenstände – darum schon auch mal Schlampertoni genannt – sondern eben auch der an Fieber leidenden. Ihm schulde ich noch $5. Könnt ihr euch an die Geschichte erinnern? San Antonio in Santa Barbara. Da hatte ich ihm fünf Stutz versprochen, wenn wir Gregs Geldbeutel wiederfinden. Und wir haben ihn wiedergefunden. Umgehend. Bezahlt habe ich aber bis heute noch nicht. Natürlich habe ich mir bisher nichts weiter dabei gedacht, hat doch meine Lieblingstante bekennender weise immer über wesentlich längere Zeit Schulden bei ihm.

St. Anthony Church in Kyle, TX
St. Anthony Church in Kyle, TX

Allerdings nimmt er es ihr wohl nicht so übel, weil er weiss, dass sie bezahlt. Sie hat ihn meines Wissens schon etliche Male bezahlt. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert, so weiss er, dass er zu seiner Kohle kommt. Weil dies aber mein erstes Versprechen an ihn war, will er wohl Gewähr haben, dass ich meine Verpflichtung auch halte. Und um mich ein wenig anzuspornen, meine Zusicherung auch ernst zu nehmen, hat er mich vielleicht mein schlechtes Karma spüren lassen. Hätte ich jetzt noch Fieber bekommen, hätte ich ihn allenfalls wieder um Hilfe angefleht. Spätestens dann wäre mir bewusst geworden, welche unentschuldbaren Ausstände im Himmel ich noch habe. Unverzeihlich.

And I paid my dues.
And I paid my dues.

Natürlich lässt mein um mich besorgter Ehemann sich das nicht zweimal sagen. Umgehend hat er mich eine Antoniuskirche hier in der Umgebung ausfindig machen lassen. Da schauen wir morgen vorbei. Und bezahlen den Heiligen für seinen umgehenden Service. Inklusive Verzugszinsen. Und einer Vorauszahlung. Schliesslich will ich einem so mächtigen Mann nichts schuldig bleiben.

 

 

Scorching heat
Scorching heat sneaking up

P.S. In der Zwischenzeit sind meine Schulden beglichen und meine Heilung geht voran. Antonius sei’s gedankt, bei den inzwischen herrschenden Temperaturen in den oberen 30ern fühlt man sich auch ohne erhöhte Körpertemperatur stets ein wenig fiebrig.

Do you remember my story about my beloved furry friends who threaten to take my breath away? I was convinced that with the diagnosis this story would be done, especially since I already felt so much better on the day of my doctor’s visit. Therefore, I didn’t really think about it when I went for a leisurely run the following Monday which was a whole week after my visit at the doctors office. Everything went magnificently, I didn’t even have to use my inhaler! 20 minutes into the run and no perceptible constriction in my chest. Just to be on the safe side I still inhaled a puff from my vaporizer to prevent any possible post-run complications. But all went well. Until the day after when I noticed a slight burning sensation in my throat.

By Wednesday I was sick as a dog: Runny nose, stuffy sinuses, rattling breath, the whole program; Darth Vader goes rattlesnake. I was really crawling along the walls. So the misery caught up with me after all. It is Friday in the meanwhile and thanks to the prudent care of my beloved husband I feel much better, though still somewhat woozy. We thought for quite a while about what might have triggered the sudden infection. Together we came up with plenty of theories: The body is adapting to the new climate, the respiratory tract has to get used to the now constantly running ceiling fans, stress (of course, what could possibly stress me out??!?), a mental block that literally goes “up to my ears”, ergo things I have to let go of (more to let go of… what else can I let go of??!?), the interaction between increased respiration during the run and the medication intended to thin the mucus in my sinuses, cooling off too rapidly after the run etc. There are a ton of other reasons and perhaps all are playing a little role in my acute illness. Somewhat reassuring to me seems the fact that Greg apparently suffered very similar symptoms during his first six months in Switzerland. Adaption has its price.

Tonight, though, we tracked down the real reason for my suffering: I haven’t paid my dues yet. That’s a debt to Saint Anthony, the patron saint not only for the forgetful and lost articles – therefore sometimes called “sloppy Tony” (at least in Germany) – but is also called upon by people suffering from a fever. Anyway, I still owe him $5. Do you remember that story, too? San Antonio in Santa Barbara. That’s when I promised him five bucks if we find Greg’s wallet again. And we did find it. Like immediately. But my promised payment is outstanding to this day. Obviously, I didn’t think anything of it because my favorite aunt more than once confessed that she had outstanding payments with St. Anthony over a much longer period of time. However, he probably doesn’t take offense at her doing this because he knows she’s going to pay him. Because she already paid him many times, as far as I know. So even if it takes a little longer once in a while, he still knows he will get his dough from her. But since this was my first promise of payment to him he probably just wants to make sure that I stay committed. And to inspire me to take my assurance seriously, he maybe wanted me to feel my bad Karma. If I’d gotten a fever, too, I’m sure I would have begged him for his help again. Which might have reminded me of my inexcusable outstanding payment. Unforgivable.

Of course, my husband who’s worried for me does not need to be told twice. Immediately, he makes me look up a St. Anthony Church in the area. We shall look in on it tomorrow. And pay the Holy man for his ever prompt service. Including interests. And an advance payment. After all, I don’t want to owe anything to as powerful a man as him.

PS: In the meantime I paid my dues and my healing process is making progress. Thank Anthony, so to say, since the now prevailing temperatures in the mid-90s can make oneself feel feverish even without increased body temperature.

Easter and a different egg hunt

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Liebe Freunde und Familie

Ich hoffe, ihr konntet wunderschöne und erholsame Ostern verbringen. Ohne im Stau zu stehen. Muss ja ganz schön extrem gewesen sein dieses Jahr. Seid ihr zuhause geblieben? Oder doch dem Ruf der weiten Welt erlegen und habt ein wenig das Ausland unsicher gemacht? Würde mich freuen, von euch zu hören 🙂

Partner look: Our new Schwinns
Partner look: Our new Schwinns

Mein geliebter Ehemann und ich haben uns zu Ostern etwas gegönnt. Zumindest wenn man so hart arbeitet wie er, soll man sich auch mal selbst verwöhnen. Während man sich in der ganzen Schweiz zu Ostern über das längste Wochenende des Jahres freuen kann, ist das hier nicht unbedingt so. Das nennt man Trennung von Staat und Religion. So waren zwar tatsächlich die meisten Einkaufsläden am Ostersonntag geschlossen (wohl der einzige Tag des Jahres), doch Karfreitag und Ostermontag sind als Feiertage zumindest hier in der Umgebung praktisch inexistent. Business as usual. Jedenfalls haben meine besser Hälfte und ich das wunderbare Frühlingswetter als Anlass genommen, uns zwei Fahrräder anzuschaffen. Somit steht ab sofort cruisen und erkunden auf zwei Rädern auf dem Programm. Und entsprechend ging’s am Ostersonntag ab auf Erkundungstour. Und ich kann sagen: Ostern in Texas – äusserst interessant.

Einmal mehr wird mir klar, wie anders hier Christliche Feiertage angegangen werden. Es hat weniger von der Feierlichkeit wie in der Schweiz als vielmehr eine Festlichkeit, die schon mal in eine kleine Party übergehen kann. So gesehen auf unserer heutigen Radtour durch Austin. Auch hier scheinen an solchen Feiertagen sämtliche Leute aus ihren Häusern, Wohnungen und Höhlen gescheut zu werden, dermassen wimmelt es von Volk. Dieses Volk geniesst in den Parks bei BBQ und Musik die hier traditionellen Osterspiele: Anders als in der Schweiz werden keine harten Eier gegeneinander geprellt um zu sehen, wer gewinnt und damit für den Rest des Jahres kerngesund bleiben soll, sondern die Leute hauen sich gegenseitig mit Konfetti gefüllte hohle Eier über die Köpfe. Ziemlich lustig mitanzusehen und definitiv ein Grund, im Vorfeld ein wenig Kurzstreckenlauf zu trainieren. Natürlich dürfen auch die in Mexiko traditionellen Piñatas nicht fehlen. Da hämmern die Kinder auf aus Pappmaché gestaltete Osternester ein, bis sie bersten und ihre Überraschung preisgeben: Piñatas sind mit Süssigkeiten oder kleinen Spielsachen, oftmals auch beidem, gefüllt. Praktisch während unserer gesamten Radtour wurden wir von einem easy Sound begleitet, der, wie wir auf dem Rückweg feststellten, von einem Reggae Festival herrührte. Das also ist Ostern in Austin. Nicht schlecht.

Inside Austin Java Cafe
Inside Austin Java Cafe

Wir erleben dann noch unsere ganz persönlichen Osterfestspiele. Nachdem wir tüchtig rumpedalt sind, verlangt unser Körper nach Flüssigkeit und ein kleiner Hunger macht sich breit. So setzen wir uns auf die Veranda eines netten Kaffees an der Barton Springs Road, nahe „unseres“ Zilker Parks. Dem Festtag entsprechend bestellen wir uns Omeletts, resp. pochierte Eier. Wir sitzen also nichtsahnend auf der Terrasse und schlürfen unsere Eiswasser, als unser Imbiss serviert wird. Schon seit wir uns hingesetzt haben ist uns aufgefallen, dass die hier heimischen langschwänzigen Dohlen äusserst tief fliegen; nur gerade Zentimeter über den Köpfen der Gäste. Als die Kellnerin nun mit unseren beladenen Tellern auftaucht, setzt einer der dunklen Vögel zum Sturzflug an und gleitet nur wenige Zentimeter über Gregs Teller hinweg. Die Kellnerin ist sofort mit einem Wasserspritzer zur Hand und schickt dem Vogel etwas Regen hinterher. Sie erzählt uns, dass die Vögel immer dreister werden, letztens habe sie eine Schüssel vor einem Kunden platziert und – schwupp – sei eine Dohle aus der Luft

Mmmmuahahahaaa... hand over your food!
Mmmmuahahahaaa… hand over your food!

gestürzt und habe etwas vom Teller gemopst! Wir sind also auf der Hut, den Wasserspritzer stets zur Hand. Das Tier ist offenbar auf österlicher Eiersuche. Einer der frechen Vögel scheint meinen Teller im Visier zu haben. Ich bemerke davon allerdings nicht, denn er sitzt auf einer Stuhllehne irgendwo hinter mir. Mein lieber Ehemann behält ihn im Auge. Auf einmal reisse ich meinen Blick perplex von meinem Teller hoch, denn eine Dame mit sehr langen Fingernägeln hat mich vermeintlich ziemlich ruppig bei der Schulter gegriffen. Doch in Kürze wird mir klar: Das war eine der Dohlen, die sich kurzfristig auf meiner Schulter einen Überblick über meinen Teller verschaffen wollte! Greg ist sofort zur Stelle und verscheucht sie mittels gezielten Wasserfontänen. Wir schauen uns verdutzt an und können es kaum glauben, so ein frecher Vogel! Mir wird klar, dass damit ein Jobprofil schon mal für mich wegfällt: Als Vogelscheuche tauge ich ganz und gar nicht 😀 Natürlich lachen wir uns den Rest des Tages doof über den aufdringlichen gefiederten Freund. Immer wieder malen wir uns kichernd die haarsträubendsten Szenarien aus, die aus der Situation hätten entstehen können.

Great-tailed Gackle @Austin town lake
Great-tailed Gackle @Austin town lake

Der Gedanke daran, so ein Vieh auf meiner Schulter gehabt zu haben, ist nicht ganz ohne. Dazu muss man vielleicht wissen: Der Great-tailed Grackle, wie der Vogel hier genannt wird, hat eine ohrenbetäubende Stimme. Gerade auf Jogging-Touren, vor allem wenn man mit Musik im Ohr unterwegs ist, kann das Herz-beschleunigende Auswirkungen haben: Du läufst frisch-fröhlich deinen Pfad entlang, geniesst die Musik und bemerkst dabei nicht, dass eine Dohle im Anflug auf deinen

Remember Jurassic Park: Velociraptor
Remember Jurassic Park: Velociraptor

Hinterkopf ist. Das wird dir erst bewusst, als sie genau neben deinem Ohr ihren ohrenbetäubenden Schrei loslässt. Und wohlgemerkt, dieser ist nicht nur abartig laut, der Ruf klingt verdächtig nach einem urzeitlichen Ungetüm, dem Velociraptor. Wenn du von so einem Schrei hinter deinem Rücken erschreckt wirst, schüttet dein Körper dermassen viel Adrenalin aus, dass die Knie zu Butter und das Hirn zu Mus wird. Während der freche Vogel – und ich glaube sie machen sich einen Scherz daraus – sich belustigt auf den nächsten Ast setzt, verkriechst du dich schlotternd unter den nächsten Stein bis dein Hirn sich wieder erholt und die Tatsachen geordnet hat. Nichts für schwache Nerven.

Captain America
Captain America

Um unsere Gedanken etwas anderweitig zu beschäftigen, schliessen wir den Tag mit einem Kinobesuch ab. Ganz patriotisch steht «Captain America» auf dem Programm. Und wer stellt sich als Bösewicht heraus? Klar, ein Schweizer… Für einmal allerdings kein Banker, sondern ein über bemitteltes Wissenschaftsgenie.

Dear friends and family

I hope you were able to enjoy a wonderful and relaxing time over Easter. Without sitting in traffic. Must have been pretty bad this year. Did you guys stay at home? Or did you succumb to the lure of the big wide world to paint the town red? Would be nice hearing/reading from you J

My beloved husband and I treated ourselves to a little something this Easter. At least if you work as hard as he does you should indulge yourself with something nice every so often. While everybody in Switzerland is looking forward to the longest weekend of the year over Easter, that’s not necessarily true for Texas. That’s what we call separation of state and religion. Even though most shops were closed on Easter Sunday (probably the only day of the year), Good Friday and Easter Monday are virtually non-existent as a public holiday, at least here in the area. Business as usual. In any case, my better half and I used the wonderful spring weather as an opportunity to treat ourselves to two bicycles. And with that, our agenda calls for cruising and exploring on two wheels. Accordingly we went for a little tour around Austin on Easter Sunday. And I can tell you: Easter in Texas – mighty interesting.

Once again I realize how differently Christian holidays are held here. It has less of the Swiss ceremonial touch, it feels more festive and might even turn into a party here and there. As seen on our bike ride through Austin. Here, too, it seems as if people had been driven from their homes, apartments and caves over the holidays, so alive with people is the whole city. These people enjoy their traditional Easter Games with BBQ and music in the parks: Unlike in Switzerland no one bangs hard eggs against each other to see who wins and thus shall remain healthy for the rest of the year, instead people smack confetti-filled eggs over each others heads. Pretty funny to observe and definitely a reason to train ones sprinting skills in advance. Of course, the traditional Mexican piñatas are essential for these festivities, too. The goal of the children banging the papier-mâché decorated Easter basket is for it to burst and reveal its surprise: Piñatas are filled with sweets or small toys, often both. Throughout our whole bike tour we are accompanied by an easy sound, which, as we discover on our way back, comes from a reggae festival nearby. So this is Easter season in Austin. Not bad.

A little later we experience our very own Easter Festival. After pedaling around hard, our bodies crave something liquid and a little hunger starts to announce itself. We decide to seat ourselves on the porch of a nice café on Barton Springs Road, near “our” Zilker Park. In accordance with the special day we order omelets and poached eggs, respectively. So we’re innocently sitting on the terrace, sipping our ice water, when our snack is being served. Even as we sat down we realized that the great-tailed grackles are flying extremely low around here; only just a few inches above the patrons heads. As our waitress approaches us with two loaded plates one of the dark colored birds gets into a nosedive and swoops over Greg’s plate only inches away from the food. The waitress reacts immediately and splashes the bird with a few gushes of water from a water spray bottle. She tells us how these birds are getting bolder by the day; recently she placed a bowl in front of a customer and – presto – a grackle came swooping out of the air and stole something from the plate! Thus warned, we stay alert, water spray bottle at hand. The animal apparently is hunting for it’s very personal Easter egg. One of the cheeky birds now seems to have an eye on my plate. However, I don’t really notice it because the bird sits on a chair somewhere behind me. But my dear husband keeps an eye on him. Then suddenly, my eyes go wide for it seems a woman with horribly long fingernails has gruffly grabbed me by one of my shoulders. But within a split second I realize: That was one of the great-tailed grackles that wanted to gain an overview over my plate by means of sitting on my shoulder. Greg is immediately at hand, chasing the darn bird away with fountains of water. We shoot each other a puzzled look, not believing that a cheeky bird! It dawns on me that one job profile is out of the question for me: I am absolutely useless as a scarecrow 😀 It goes without saying that for the remainder of the day we laugh ourselves silly over the intrusive feathered friend. Over and over again we chuckle and imagine the most outrageous scenarios that could have arisen from the situation.

The thought of having had such a beast on my shoulder is not half bad. You have to know: the Great-tailed Grackle, as this bird is called, has a deafening voice. Especially if you’re on a run with music in your ear this fact can have a heart-accelerating effect: You’re running merrily along your path, enjoying the music and all the while not noticing that a grackle is approaching the back of your head. That only becomes clear once the bird lets loos an ear-splitting cry right next to your ear. And mind you, this cry is not only insanely loud, it also sounds suspiciously like a prehistoric monster, the Velociraptor. When such a cry frightens you from behind your back, your body releases so much adrenaline that your knees turn into butter and your brains to purée. While the cheeky bird – and I think they get a kick out of this – sits himself on the next tree branch, you crawl shivering under the next rock until your brain has recovered and rearranged the facts. Nothing for the faint-hearted.

In order to get our minds wrapped around something else for a while, we close the day with a visit to the movies. Very patriotic, «Captain America» is our choice. And who turns out to be the villain? Right, a Swiss guy…  For once, however, not a banker but an overly gifted science genius.

What a difference it makes

Am Wochenende hat mich der beste aller Ehemänner zu einer Shoppingtour eingeladen. Ich war im siebten Himmel. Location: San Marcos Outlet Malls; zusammen mit dem angrenzenden Tanger Outlet Heimat von über 350 Läden mit einer Gesamtfläche von 93‘000 m2. Ein echtes Stück Texas halt. Wer jetzt denkt, ich hätte mich in Beauty- und Schuhläden getummelt, irrt. Naja, zumindest teilweise. Denn mich interessierte an diesem Samstag lediglich ein Laden: Der Nike Store. Ja, ich gebe es zu: Wenn es zu Laufschuhen kommt, bin ich ein Nike-Fetisch. Der Grund für unseren Besuch hier war die Notwendigkeit neuer Laufschuhe. Mehr dazu aber ein andermal.

new-running-shoesAngefangen mit dem Nike-Fetisch hatte alles mit dem Apple-Fetisch. Hä? Nachdem ich vor Jahren mal einen iPod geschenkt kriegte, war ich dem Ding verfallen. Es gibt aber auch so viele brauchbare Apps dafür. Die Nike+ App zum Beispiel. Zusammen mit einem Chip in der Innensohle des Laufschuhs misst die App die zurückgelegte Distanz und Geschwindigkeit eines Laufes. Ideal für mich, die immer auf Kriegsfuss mit zu vergleichenden Pulsuhren und klobigen GPS-Sensoren stand. Auf das Pulsmessen verzichte ich ohnehin, denn seit mir die Diagnose Anstrengungs-Asthma (auch dazu mehr ein andermal) gestellt wurde, laufe ich nur noch nach Lust und Laune. Trotzdem fühlt es sich gut an zu wissen, wenn man einen besonders zügigen oder langen Lauf geschafft hat. Wie aber schon der Markenname «Nike» in Nike+ antönt, ist Nike der exklusive Partner von Apple für den Einsatz dieser App. Denn nur Nike Laufschuhe haben die notwendige kleine Höhlung in der Laufsohle, um den entsprechenden Chip darin zu platzieren. Nachdem ich so vor etlichen Jahren mein erstes Paar Nike Schuhe erworben hatte und dadurch endlich der Adidas-Blasen-Tortur entkam, war ich so begeistert von den Tretern, dass ich seither einfach nie mehr wechseln wollte. Warum etwas ändern, was sich seit Langem bewährt? Bei vielem bin ich experimentierfreudig, doch hier verlasse ich mich lieber auf erprobte Werte.

So besuchten wir also meinen Lieblingsladen weit und breit. Zack rein und schon nach weniger als einer Stunde mit 2 Paar Nike Air Pegasus und einem 3er Bund Socken wieder raus. Es ist unglaublich, wie bequem ein neues Paar Laufschuhe sein kann. Beim einen Paar wusste ich sofort, dass ich sie nicht einmal gross einzulaufen brauchte. Am Sonntag für einen Ausflug montiert und ready waren sie für meinen heutigen Lauf.

running-pathUnd oh Wunder: Was für einen Unterschied es macht. Im Nachhinein kann ich nicht einmal mit Sicherheit sagen, was genau das heutige Lauferlebnis so perfekt gemacht hat. Wahrscheinlich die Kombination sämtlicher Faktoren: Eine mehr als eintägige Absenz von meinem Inhalator, so dass ich mich vor dem Lauf für einmal anstatt nervös eher relaxt fühlte. Eine nette Portion Spaghetti am Vorabend, die erste Pasta seit einer gefühlten Ewigkeit. Die frühlingshafte Temperatur von ca. 25°C. Der leicht bewölkte Himmel, der die Hitze der Sonne zu bremsen vermochte. Die sanfte Brise, die mir hier und da den Schweiss abkühlte. Die angenehme Luftfeuchtigkeit um 63%, welche meiner Lunge gut tut. Und eben meine neuen Laufschuhe. Ich fühlte mich wie auf Federn gebettet. Du merkst erst, dass deine Joggingschuhe hin sind, wenn du ein neues Paar ausprobierst.

Von all diesen Tatsachen beflügelt, nein, geradezu getragen, schwebte ich dahin, in einem Zustand glückseligster Meditation. Für einmal kein Kampf, weder mit meinem Kopf, dem Schnaufapparat noch den Muskeln. Weder im Kopf, noch im Körper. Es lief einfach. Wie geschmiert. Und gut gepolstert. Das perfekte Rezept für den Flow. Und er liess mich nicht im Stich. Aber auch dazu mehr ein andermal.

In the flow

Habt ihr euch jemals in eurem Leben wie auf einer stetigen Achterbahn gefühlt? Für mich ist dieses Gefühl im diesjährigen Winter langsam aber sicher zum Standard geworden. Die Temperaturschwankungen sind enorm. Aber zumindest finden sie in regelmässigen Intervallen statt. So könnte man sagen, die Schwankungen haben eine gewisse Stetigkeit erlangt. Letzte Woche herrschte ein so echter Wintereinbruch, wie man ihn hier wohl erwarten kann, mit einem Puderzuckerguss an Graupelschauern. Am Wochenende dann lockte die wärmende Sonne so viele Menschen in die Parks, dass ich spontan meinen sonntäglichen Dauerlauf zu einem Hindernislauf umgestalten musste. Es nur schon durch die ganzen auf jeder freien Fläche parkierten Autos zu schaffen, ohne von einer Wagentür oder einem herausspringenden Hund abrupt gestoppt zu werden, war eine Leistung.

The moment after
The moment after

Beim Laufen dann sinnierte ich so vor mich hin, wie ich das eben immer tue, wenn ich den blockierenden Gedanken davonzurennen versuche. Laufen ist für mich ein wenig wie träumen: Während man dabei ist, durchlebt man im Kopf die grossartigsten Geschichten, Bilder formen sich vor dem inneren Auge, man ist völlig absorbiert. Doch schon kurze Zeit später schaltet der Kopf wieder auf Normalgebrauch zurück und ich kann mich nur noch schwer an die inspirierenden Gedanken während des Laufes oder eben des Traumes erinnern. Schade eigentlich, denn während ich so durch die Gegend trabe finde ich meine Einfallskraft immer überwältigend. Doch ist hier vielleicht das Feriensyndrom am Werk? So wie man im Urlaub etliche Dinge als unbeschreiblich empfindet – der Wein mundet wie die süsseste Frucht, das Thunfisch-Sandwich erzeugt Musik im Mund – sieht man vielleicht beim Rennen seine Gedanken als vergoldete Wahrheit: Hätte man die gleichen Gedankengänge aber im Ruhezustand, wäre es potentiell blosses Kopfgeschwafel. Oder doch nicht?

Für den Moment kann ich das nicht abschliessend beurteilen. Dazu müsste ich allenfalls anfangen, ein Lauf-Tagebuch zu führen. Fakt ist allerdings, dass ich mich jedes Mal nach einem Lauf inspirierter und motivierter fühle, meine Gedanken niederzuschreiben. Ob sie jemanden interessieren? Auch das kann ich nicht final abschätzen. Hierfür müsste ich eine Umfrage bei euch da draussen durchführen. Das ziehe ich auf jeden Fall in Erwägung. Für den Moment sei gesagt: Wer konkrete Wünsche an meine Themenwahl hat, soll sich doch mittels Kommentar oder Email bei mir melden. Vielleicht will jemand wissen, ob ich schon Gewicht zugeleget habe. Ich glaube nicht. Denn entsprechend zu den teilweise grösseren Portionen die ich esse, mache ich auch mehr Sport. Interessant wird dieses Thema allenfalls, wenn ich einen Job annehme. Oder fragt sich jemand, ob ich schon Wörter in meiner Muttersprache verliere? Nein, so schnell geht das nicht. Im Gegenteil; wenn du mit knapp 40 dein Heimatland verlässt, befürchtest du eher, dass du als alte Frau einmal im Pflegeheim sitzt und dich kein Mensch versteht – weil du dich nur noch an deine Muttersprache erinnern kannst und alles unterwegs erlernte aus dem Gedächtnis verschwindet.

Doch bis es soweit ist, wird mein Körper noch so einige Loopings in Sachen Winter auszuhalten haben. Aber ich bin positiv, der Frühling kommt bestimmt – auch bei euch!

Other adventures in Santa Barbara

Double Tree @SB
Double Tree @SB

(aka “Our Honeymoon”)

Nachdem ich euch ja inzwischen ein wenig von unserem Hochzeitstag berichtet habe, hänge ich gerne noch einige Anekdoten von unserer Woche in Santa Barbara an.

Als erstes ist zu bemerken, dass wir vor fünf Jahren schon einmal ein Wochenende in SB verbracht hatten, welches wir als wunderbar in Erinnerung behielten. Ich war vor allem vom Seafood hin und weg, aber auch das Städtchen selbst hatte es mir angetan. Farbenprächtig und leuchtend, das sind die Attribute die ich Santa Barbara zuteile. Liegt vielleicht einfach daran, dass ich es praktisch nur bei bestem Wetter und leuchtend blauem Himmel erleben durfte.

Auch dieses Mal enttäuschte uns Petrus nicht – ausser einer kleinen Nebeleinlage am „Tag danach“ (also nach der Hochzeit) konnten wir uns nicht beschweren. Entsprechend dieser sonnigen Wetterlage und der doch immer noch freundlichen Temperaturen Mitte Oktober, startete ich jeden Morgen mit einem Schwumm im Pool. Das bringt die müden Geister so richtig in Schwung.

Viele Bräute (im wahrsten Sinn) sind ja masslos enttäuscht am Tag nach der Hochzeit, weil sie eben keine mehr sind (also Bräute). Da soll es von Weinkrämpfen bis Tobsuchtsanfällen alles geben, was sich die frischvermählten Gattinnen am nächsten Tag leisten. Hätte ich einen Dämpfer erlebt, hätte mich eine Tatschache schlagartig aus meinem Tief geholt: Die Veröffentlichung des neusten Pearl Jam Albums „Lightning Bolt“. Angesichts unserer anderweitig beflügelten Stimmung lud ich dann allerdings das Album erst in der Woche danach runter. War aber auf Anhieb ein Kracher!

Eigentlich wollten wir gleich am Montag, dem 14. Oktober 2013, noch die Ehe registrieren lassen, einfach um sicherzugehen, dass wir den Trauschein für all die Ämter und den uns bevorstehenden Papierkrieg bereit hatten. Immerhin erwartete uns wieder ein ganzes Paket Bürokram, konnten wir doch dank der Hochzeit meine Statusänderung, d.h. den Wechsel von einer Visa-Trägerin zu einer offiziellen Daueraufenthalterin, angehen. Unser Vorhaben mussten wir dann allerdings wegen des Columbus Day auf den Dienstag verschieben.

Monstrous Cactus
Monstrous Cactus

Stattdessen machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Trekking-Ausflug. Klingt jetzt einfacher als es tatsächlich war. Nur schon den Trailhead zu finden war nicht ganz einfach. Doch zum Glück ist ja Google unser Freund (oder auch www.giyf.com, www.googleestuamigo.com) und er liess uns auch dieses Mal nicht im Stich. Wir wanderten also los und der Bericht, dessen Empfehlung wir gefolgt waren, hatte nicht zu viel versprochen: Es war sehr idyllisch und vor allem ein gewaltiger Kaktus ist uns aufgrund unserer Foto-Session sehr gut in Erinnerung geblieben. Während des Aufstiegs, der uns zu einem Wasserfall bringen sollte, machten wir uns ein Spiel daraus, Lizards zu zählen. Nachdem Greg schon etwa vier oder fünf erspäht hatte, wurde ich langsam ungeduldig und wollte unbedingt auch meine erste Echse auf dem Zähler haben. Und nur einen Augenblick später war es soweit – ich war so aufgeregt, dass ich anstatt “There, Lizard!” nur “ooh-ooh-ooh!” raus brachte. Aufgrund meines dazugehörenden aufgeregten Gesichtsausdrucks dachte Greg schon, ich hätte eine monströse Spinne entdeckt, vor der er mich erretten müsste und so sprang er beschützend vor mich. Nun ja, seit diesem Zwischenfall werden Echsen, Gekkos und Salamander bei uns nur noch mit “ooh-ooh-ooh” betitelt.

Skater Park SB
Skater Park SB

Nach einem gemütlichen Marsch kamen wir schliesslich auch am Ziel unserer kleinen Wanderung an. Doch von Wasserfall um diese Jahreszeit natürlich nichts zu sehen; wishful thinking.

Den Abend verbrachten wir mit bestaunen der Jungs und Mädels im Skatepark und – ja klar – Seafood futtern!

P.S. Als wir von unserer kleinen Wanderung zurück ins Hotel kamen, empfingen uns die hauseigenen Golf-Häschen 😀

Golf Bunnies
Golf Bunnies

Weather: Sunny. Perfect day for outdoor sports

Hey folks (For English see below)
Bald bin ich unterwegs nach draussen um das bezaubernde Wetter bei einem Lauf durch den Park zu geniessen. Tut mir leid, ich sollte das mit dem Sonnenschein und den Temperaturen nicht mehr so oft erwaehnen, ich weiss wie es ist, selber in der Suppe zu hocken. Ging mir auch genuegend lange so. Aber ich konnte es aendern und geniesse es jetzt auch entsprechend. Sende euch dafuer viele Sonnenstrahlen.

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Ansonsten heute nicht viel Neues, die Erlebnisse von gestern dann morgen, denn ich habe meiner Ma versprochen, noch die beiden Englischen Beitraege fuer sie zu uebersetzen. Sie ist zwar schon richtig gut drin mit Englisch lernen, aber wir wissen ja auch wie es sein kann… richtig hart.
Okay, ich freu mich schon darauf, den Beitrag ueber gestern zu schreiben, wir haben naemlich sooooo viel gelacht!!
Alrighty liebe Leute, haltet die Ohren steiff, bald ist die Mitte der Arbeitswoche erreicht!

Hey folks,
Soon I’m off to the great outdoors to celebrate the lovely weather with a run in the park. I’m sorry, I shouldn’t mention the sunshine and temperatures so often I know first hand how it is to sit in the fog soup. Experienced it long enough myself. But I was able to change it and am appreciating it accordingly. Sending you lots of sun rays in return.Nothing much new otherwise, yesterday’s adventures are to follow tomorrow for I promised my mum to translate the two English blog posts for them. Even though she is pretty good at English, we still know how it is sometimes… it can be hard.

Okay, I’m looking forward to contributing yesterday’s events for we laughed sooooo much!!

Alrighty folks, keep your peckers up, soon you’ve reached the middle of the work week!